Zeitschrift Capital kürt Hohenheimer Professor zur "Jungen Elite"
Zur jungen Elite Deutschlands zählt die Zeitschrift Capital in ihrer jüngsten Ausgabe den Hohenheimer Kommunikationswissenschaftler Professor Dr. Thorsten Quandt. Er gilt als Toptalent der „Generation Guttenberg“.
Sie sind unter vierzig und auffallend gut. Seit 2007 identifiziert die Zeitschrift Capital mit „4 mal 40 unter 40“ die vierzig wichtigsten Nachwuchsspitzenkräfte in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Unterstützt wird die Zeitschrift dabei von Politikern, Spitzenbeamten und Headhuntern.
“Ich freue mich über die Nominierung, von der ich heute überraschend aus der Zeitschrift selbst erfahren habe“, kommentiert Professor Quandt. „Für mein Team und mich ist das ein toller Ansporn für die weitere Arbeit, und es zeigt auch, dass sich die Hohenheimer Kommunikationswissenschaft insgesamt hervorragend entwickelt.”
Zu der Aufnahme in den „Guttenberg-Olymp“ gratulierte der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Hans-Peter Liebig dem erfolgreichen Kollegen mit Stolz: „Diese Nominierung zu Deutschlands Topnachwuchs zeigt, dass wir auf die richtige Person gesetzt haben. Wir konnten Professor Quandt im Rahmen des Ausbauprogramms 2012 nach Hohenheim berufen. Das Ausbauprogramm ermöglicht uns, Forschung und Lehre auf qualitativ hohem Niveau um höchst aktuelle Inhalte zu erweitern.“
Professor Thorsten Quandt ist neu unter den 40 Wissenschaftlern auf der Capital-Spitzenliste, die, so Capital, „erfolgreich an neuen Ideen arbeiten und damit das Fundament für künftigen Wohlstand legen“. Als einer der jüngsten Wissenschaftler der Universität Hohenheim gelang es ihm bereits im ersten Jahr seiner Professur das größte Drittmittelprojekt des Jahres für die Hochschule einzuwerben. 1,8 Millionen Forschungsgelder erhielt er von der EU für sein Thema: Die virtuelle und reale Welt der Computerspieler. Mit der hochaktuellen Grundlagenforschung, die insbesondere im Kontext von Gewaltdelikten stark nachgefragt wird, bringt er an die Universität Hohenheim ein neues und sehr junges Forschungsfeld.
Der Hoffnungsträger Prof. Dr. Thorsten Quandt selbst sieht seine innovative Forschung und Lehre auch traditionellen Idealen verpflichtet: „In einem bin ich Traditionalist: Ich glaube an das Humboldt’sche Ideal: Einheit von Forschung Lehre“.
Zum Hintergrund:
Kurzlebenslauf Prof. Dr. Thorsten Quandt
Thorsten Quandt, geboren 1971, studierte an der Ruhr-Universität Bochum Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und schloss 1996 mit dem Magister ab. Nach dem Studium folgte eine Tätigkeit als Hörfunkjournalist. Von 1998 bis 2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Ilmenau und von 2003 bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU München am Lehrstuhl für empirische Kommunikationsforschung, wo er u. a. beim interdisziplinären BMBF-Forschungsprojekt „intermedia“ als Forschungsassistent für das Teilprojekt „Konvergenz und Medienwandel“ zuständig war. Danach arbeitete er als Juniorprofessor am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin.
Daneben hatte er Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin, der Universität Trier, der FH Bremen und der FHW Wien. Seine Promotion erfolgte 2004 zum Thema „Journalisten im Netz. Eine Untersuchung journalistischen Handelns in Online-Redaktionen“, für die er mit dem Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) ausgezeichnet wurde. Seine Habilitation zum Thema „Medieninnovationen und Konvergenz. Formen, Faktoren und Felder des Medienwandels“ schloss er im Juli 2008 an der LMU München ab. (Uni Hohenheim)
» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen
Schreiben Sie einen Kommentar »
Cyber-Mobbing an Schulen – neues Forschungsprojekt an der Uni Hohenheim
Angst, Schlafstörungen oder gar Selbstmord: Cyber-Mobbing ist ein ernstes Thema. Doch wissenschaftlich untersucht hat es bisher kaum jemand. Der Lehrstuhl Kommunikationswissenschaft insb. interaktive Medien- und Onlinekommunikation von Prof. Dr. Thorsten Quandt will die öffentlichen Spekulationen nun durch harte Fakten ersetzen….
Beschleunigte Evolution von Fortpflanzungsgenen
„Gleich und gleich gesellt sich gerne“, besagt ein altes Sprichwort. Aber in der Pflanzenwelt stimmt das nicht immer. Züchter stellt das vor Probleme wenn sie nah verwandte Arten nicht miteinander kreuzen können. Prof. Dr. Karl Schmid, Inhaber des Lehrstuhls für…
Feuer in der Zentralbibliothek der Uni Hohenheim
Das Feuer traf die Zentralbibliothek der Universität Hohenheim in der Umbauphase: am 12.12.2011 gegen 13:10 Uhr lösten Mitarbeiter des Nachbargebäudes den Feueralarm aus, um 13:45 Uhr meldete die Feuerwehr „Feuer aus“. Wegen Sanierungsarbeiten befanden sich weder Bücher noch Universitätsangehörige im…
German Marketing-Journal Ranking
Für den Forscher sind Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften das, was für den Sportler Medaillen sind: Ihr Renommee hängt zunehmend davon ab, ob ihre Fachartikel von erst- oder nur drittklassigen Zeitschriften veröffentlicht werden. Speziell in der Betriebswirtschaftslehre gibt es bislang jedoch…
Verbesserung der Ergebnisse von Conjoint-Analysen
Leider daneben: So erging es bislang vielen Unternehmen, die versuchten, die Wünsche ihrer Kunden vorherzusehen. Ein in der Praxis weit verbreitetes Verfahren dazu ist zum Beispiel die Conjoint-Analyse – doch die war nur zu 55 bis 60 Prozent zuverlässig. Prof….