Prof. Filipowiak erhält den Preis Pomerania Nostra 2009
Am Freitag, dem 27. November 2009, wird der Preis Pomerania Nostra 2009 in Greifswald an den polnischen Wissenschaftler Prof. Dr. Władysław Filipowiak vergeben. Die feierliche Übergabe der deutsch-polnischen Auszeichnung findet um 11.00 Uhr in der Aula der Universität Greifswald statt. Der 83-jährige Altertumsforscher wird damit für sein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt. Im kritischen Diskurs hat er in besonderer Weise die deutsch-polnische Verständigung gefördert.
Prof. Dr. Władysław Filipowiak hatte nach 1945 die Ausgrabungen der deutschen Forscher Karl-August Wilde und Otto Kunkel in Wollin auf Usedom fortgesetzt. Und noch immer forscht der pensionierte Wissenschaftler Prof. Filipowiak dort. Die archäologischen Fundstätten gelten spätestens seit den 30ger Jahren als der historische Ort der sagenumwobenen Stadt Vineta. Unter Filipowiaks Anleitung wurden weitere Reste eines Handwerkerviertels sowie die Zeugnisse von mehreren Hafenanlagen ausgegraben.
Prof. Dr. Władysław Filipowiak war außerdem mehr als 50 Jahre Direktor des Nationalmuseums Szczecin (1955 – 2006). Unter seiner Leitung erweiterte das Museum seinen Bestand auch um das deutsche Kulturerbe Pommerns.
Darüber hinaus knüpfte Prof. Dr. Filipowiak Kontakte zu Museen und Archäologen in beiden deutschen Staaten.
Der Preis Pomerania Nostra wurde 2003 von den Universitäten Greifswald und Szczecin sowie den Tageszeitungen Kurier Szczeciński (Szczecin) und Nordkurier (Neubrandenburg) ins Leben gerufen. Im Jahr 2009 traten die Städte Greifswald und Szczecin dem Stifterkreis bei. Im Abstand von zwei Jahren werden mit dem Preis Persönlichkeiten geehrt, die sich auf den Gebieten der Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft oder Politik in hervorragender Weise für West- und Vorpommern verdient gemacht haben und damit den deutsch- polnischen Dialog fördern. (Uni Greifswald)
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