28. Januar 2010, Aktuelles, Uni Frankfurt

Folgen von Extrem-Traumatisierungen für nachfolgende Generationen

Das Thema der diesjährigen Konferenz der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, die zum dritten Mal in Frankfurt tagt, sind die Folgen von Extrem-Traumatisierungen für nachfolgende Generationen. In der klinisch-psychoanalytischen Arbeit mit Überlebenden des Holocaust wurden sie erstmals erkannt und beschrieben. Inzwischen weiß man, dass Extrem-Traumatisierungen auch in anderen Familien an die zweite und dritte Generation weitergegeben werden können. Doch erst kürzlich entdeckten epigenetische Forscher, dass frühe und späte traumatische Ereignisse sogar die Genstruktur der Betroffenen verändern. Auf der von Joseph Sandler ins Leben gerufenen Konferenz tauschen sich Forscher, Kliniker und niedergelassene Psychoanalytiker über den derzeitigen Stand der Forschung aus. Gleichzeitig feiert das Frankfurter Sigmund-Freud-Institut sein 50-jähriges Jubiläum, die Internationale Psychoanalytische Vereinigung ihr 100-jähriges Bestehen. (Uni Frankfurt)



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