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	<title>Uninews-OnlineMedizin &#187; Uninews-Online</title>
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		<title>EPO in der Wundtherapie</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 11:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, mit dem körpereigenen Hormon Erythropoietin (EPO) eine neue nebenwirkungsfreie Behandlungsstrategie in der Wundheilung zu entwerfen. In einer aktuellen multizentrischen interdisziplinären Studie an der MHH zur Wundtherapie bei Diabetischem Fußsyndrom zeigen die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, mit dem körpereigenen Hormon Erythropoietin (EPO) eine neue nebenwirkungsfreie Behandlungsstrategie in der Wundheilung zu entwerfen. In einer aktuellen multizentrischen interdisziplinären Studie an der MHH zur Wundtherapie bei Diabetischem Fußsyndrom zeigen die Forscher, dass schwere chronische Wunden bei Patienten mit Diabetes Typ I und II unter der Gabe des Medikaments EPO wesentlich schneller abheilen als unter konventioneller Behandlung.<span id="more-1869"></span></p>
<p>In Deutschland leiden schätzungsweise zehn Millionen Patienten an Diabetes. Die Dunkelziffer ist hoch. Aufgrund der schweren chronischen Sekundärerkrankungen gewinnt die Volkskrankheit auch zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Zu den Folgerkrankungen gehören, neben dem Diabetischen Fußsyndrom, unter anderem Bluthochdruck, Herzinfarkt, Netzhautablösung bis hin zur Erblindung und die sogenannte Neuropathie. Dabei handelt es sich um Nervenschädigungen im Bereich der Extremitäten, die zu einem verminderten Schmerzempfinden und Taubheitsgefühl führen. Die durch Diabetes bedingte Durchblutungsstörungen entstandenen Wunden und Geschwüre werden von den Patienten zu spät bemerkt und können einen chronischen Verlauf nehmen. Im schlimmsten Fall droht die Amputation der betroffenen Gliedmaßen. Besonders bei schweren Verläufen des Syndroms ohne chirurgische oder endovaskuläre Behandlungsmöglichkeiten führt EPO zu einem Therapieerfolg.</p>
<p>Professor Dr. Hans-Oliver Rennekampff, Bereichsleiter für Verbrennungsmedizin und Hautregeneration der MHH-Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: &#8220;Es gibt in Deutschland jedes Jahr etwa zwei bis drei Millionen Patienten, die unter schweren chronisch offenen Wunden leiden. Die Hauptursachen sind Diabetes mellitus und eine Reihe von Gefäßleiden. Es gibt zwar verschiedene konservative Behandlungsmöglichkeiten wie spezielle Wundauflagen oder chirurgische Maßnahmen wie die Hauttransplantation, aber eine erschreckend große Anzahl an Patienten spricht auf diese Behandlungen nicht an oder ist für die operative Therapie nicht geeignet. Darum ist die Notwendigkeit von alternativen molekularbiologischen Therapiestrategien so wichtig.&#8221;</p>
<p>Die wissenschaftlichen Ergebnisse weisen darauf hin, dass EPO schon in niedrigsten Dosierungen &#8211; durch die Bildung und Ausschwemmung von Stammzellen aus dem Knochenmark zur Regeneration von Verletzungen und Organschäden &#8211; einen positiven Einfluss auf die Wundheilung hat. EPO wird von der Niere gebildet und reguliert als Wachstumsfaktor die Entstehung der roten Blutkörperchen aus dem Knochenmark. Darum wird das Therapeutikum häufig bei Blutarmut als Folge von Dialyse oder Chemotherapie eingesetzt. Neben der Wirkung auf die Blutbildung haben Forscher eine Reihe positiver Effekte bei dem Glykoprotein beobachtet. So stimuliert EPO die Bildung von körpereigenen Stammzellen (Progenitorzellen) und hat eine zellschützende Wirkung auf gestresste Körperzellen. Die Fähigkeit zur allgemeinen Leistungssteigerung wurde in verschiedenen Sportarten ausgenutzt und hat EPO den zweifelhaften Ruf eines Dopingmittels beschert. Dem therapeutischen Problem, dass es bei hohen Dosierungen des Medikaments zur Eindickung des Blutes und infolgedessen zu Blutgerinnseln kommen kann, haben die MHH-Forscher eine intelligente Strategie entgegengesetzt. &#8220;Wir haben die molekularen Mechanismen von EPO untersucht und entdeckt, dass das Hormon auch in sehr niedrigen Konzentrationen einen positiven Einfluss auf Stammzell-Vorläuferzellen, sogenannte Progenitorzellen hat. Die vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen führt zu einer erhöhten Durchblutung des Körpergewebes und dadurch zu einer verbesserten Versorgung der Wunde. Die gefürchtete einschränkende Wirkung von EPO haben wir mit dem neuen Therapieprinzip nicht beobachten können&#8221;, erklärt Professor Dr. Hermann Haller, Direktor der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Auch auf dem Gebiet der chronischen Nierenerkrankungen wirke sich Erythropoietin in der neuen Dosierung positiv aus. Die Entwicklung einer diabetischen Nephropathie &#8211; dabei kommt es zunehmend zu einer Schädigung der kleinsten Nierengefäße und damit zu einer dramatisch eingeschränkten Filterleistung der Niere &#8211; könne durch die neue Therapie weitgehend verhindert werden.</p>
<p>Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der zentralen Ethikkommission genehmigte Phase II-Studie untersucht insgesamt 90 Patienten in einem Zeitraum von je zwölf Wochen und findet an mehreren großen diabetologischen Zentren in Deutschland statt &#8211; die Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie ist kürzlich als Studienzentrum zertifiziert worden. &#8220;Bisher trat bei keinem der bereits in der Studie behandelten Patienten eine durch das niedrig dosierte EPO ausgelöste Nebenwirkung auf&#8221;, erklärt Martina Fischer-Dörre, Managerin Klinische Studien der Epoplus GmbH &amp; Co. KG.</p>
<p>Der Bedarf für eine bundesweite Untersuchung ist groß. &#8220;In Deutschland fehlen derzeit für fast alle modernen Wundtherapien evidenzbasierte Daten. Diese Studie soll bestätigen, dass EPO in nebenwirkungsfreier Dosierung außerhalb der heutigen Anwendungsgebiete völlig neue therapeutische Möglichkeiten bietet&#8221;, erklärt Dr. Dr. Rüdinger, Geschäftsführer der Epoplus GmbH &amp; Co. KG. Mit ersten Ergebnissen ist am Ende der Studie, Anfang 2011, zu rechnen. (MHH)</p>
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		<title>Öffentlicher Vortrag zu schwerer Blutvergiftung</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 11:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Tag sterben in Deutschland durchschnittlich 162 Menschen an einer Blutvergiftung oder auch Sepsis, wie sie in der Fachsprache heißt. Die Sepsis ist somit die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und fordert fast ebenso viele Todesopfer wie der Herzinfarkt und deutlich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Tag sterben in Deutschland durchschnittlich 162 Menschen an einer Blutvergiftung oder auch Sepsis, wie sie in der Fachsprache heißt. Die Sepsis ist somit die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und fordert fast ebenso viele Todesopfer wie der Herzinfarkt und deutlich mehr als Brustkrebs oder Darmkrebs.<span id="more-1867"></span> Die beiden größten deutschen Fachgesellschaften auf dem Gebiet der Mikrobiologie tagen vom 28. bis 31. März im Convention Center Hannover auf dem Messegelände. Doch nicht nur für Experten, sondern auch für die interessierte Öffentlichkeit bietet der Kongress Neuigkeiten. Sepsis ist eines der wichtigen Themen, die dort besprochen werden.</p>
<p>Der Vortrag &#8220;Schwere Blutvergiftung &#8211; der lautlose Mörder!&#8221; von Professor Dr. Ernst Th. Rietschel, Präsident der Leibniz-Wissensgemeinschaft, für jedermann verständlich beginnt am Sonntag, den 28. März 2010 um 15 Uhr in Saal 1 des Convention Center auf dem Messegelände der Deutschen Messe, 30521 Hannover. Der Eintritt ist frei. (MHH)</p>
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		<title>Mechanismen des Proteinabbaus im Proteasom</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei schlecht therapierbaren Krankheiten wie Krebs besteht meistens auch ein Zusammenhang mit dem Abbau von Proteinen in der Zelle. Professor Alfred L. Goldberg gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern, die Mechanismen des Proteinabbaus im Proteasom, dem molekularen „Schredder“ der Zelle,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei schlecht therapierbaren Krankheiten wie Krebs besteht meistens auch ein Zusammenhang mit dem Abbau von Proteinen in der Zelle. Professor Alfred L. Goldberg gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern, die Mechanismen des Proteinabbaus im Proteasom, dem molekularen „Schredder“ der Zelle, untersuchen. Im Rahmen der neuen Vortragsreihe „Perspectives in Oncology“ (gesponsert von Merck Serono Darmstadt) ist der Wissenschaftler von der renommierten Harvard Medical School am 22. März 2010 an der Goethe-Universität.<span id="more-1861"></span> Goldberg ist der erste Forscher, der systematisch untersuchte, ob man mit einer solchen Störung der zellulären Müllabfuhr das ungehemmte Wachstum von Krebszellen verhindern kann, indem man bei ihnen die Gewinnung von Proteinbausteinen unterbricht. Die neue Vortragsreihe ist Teil der Ausbildung von medizinischen und naturwissenschaftlichen Nachwuchswissenschaftlern im vom Land Hessen geförderten Loewe-Schwerpunkt „Onkogene Signaltransduktion Frankfurt“ an der Goethe-Universität.</p>
<p>Die Mehrzahl der Proteine wird in den Zellen höherer Lebewesen durch das Anheften eines kleinen Proteins, des Ubiquitins, für den Abbau im Proteasom markiert. Das Proteasom ist selbst ein großer Protein-Komplex, der ähnlich einer Tonne, in deren Zentrum Enzyme die Proteine spalten, so dass sie von der Zelle als Bausteine für neue Proteine verwendet werden können. Goldberg und seinem Team ist es gelungen, den Mechanismus zu klären, durch welchen dem abzubauenden Protein (Substrat) selektiv Zugang zum aktiven Zentrum des Proteasoms verschafft wird. Es gibt „Türsteher“ (regulatorische ATP-asen), die nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip nur markierte Proteine einlassen.</p>
<p>Goldbergs Strategie bewirkte ein Umdenken in der Krebstherapie. Der erste zugelassene Proteasominhibitor, Bortezomib, findet inzwischen weit verbreitete Anwendung bei der Behandlung von Multiplem Myelom, einer malignen Plasmazellerkrankung. Goldberg unterstützt eine Vielzahl von Forschungsprojekten, die sich mit der Aktivierung oder Inhibierung der zellulären Proteinabbaumaschinerie beschäftigen und ist selbst an der Entwicklung neuer Inhibitoren beteiligt, die längerfristig Erfolg in der klinischen Behandlung von Patienten bringen sollen.</p>
<p>Alfred L. Goldberg erhielt sein Diplom in Biochemie, Physiologie und Medizin von der Havard University, Boston, USA und blieb der Harvard Medical School auch nach Erhalt der Doktorwürde 1968 bis heute als Professor der Zellbiologie treu. Als Pionier der Proteasomenforschung trug nicht zuletzt er dazu bei, dass die proteasomale Recycling-Maschinerie heute mehr und mehr Beachtung als höchst selektive Kontrollinstanz der Zelle findet, deren Fehlfunktion die Ursache schwerer Erkrankungen sein kann. (Uni Frankfurt)</p>
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		<title>Das ungewöhnliche Liebesleben der Schistosomen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 10:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Malaria ist die Bilharziose (auch Schistosomiasis genannt) die weltweit häufigste parasitäre Infektionskrankheit. Verursacht wird sie durch Schistosomen, das sind Wurmparasiten, die in den Blutgefäßen ihrer Wirte leben und dort ihre Eier ablegen. Die Eier werden in verschiedene Organe...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Malaria ist die Bilharziose (auch Schistosomiasis genannt) die weltweit häufigste parasitäre Infektionskrankheit. Verursacht wird sie durch Schistosomen, das sind Wurmparasiten, die in den Blutgefäßen ihrer Wirte leben und dort ihre Eier ablegen. Die Eier werden in verschiedene Organe verschleppt und führen vor allem in Leber und Darm zu schwerwiegenden Entzündungen, die tödlich verlaufen können.<span id="more-1818"></span> Im Institut für Parasitologie des Fachbereichs Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) erforscht die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christoph Grevelding das ungewöhnliche Liebesleben der Schistosomen, denn durch die Eiproduktion werden die pathologischen Folgen der Infektion verursacht. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren die Gießener Wissenschaftler auf der 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie, die vom 16. bis 20. März 2010 in Düsseldorf stattfindet.</p>
<p>Die Aufklärung entwicklungsbiologischer und physiologischer Prozesse in Schistosomen ist für die Entdeckung neuer Strategien zur Bekämpfung der Bilharziose von großer Bedeutung: Es gibt Hinweise auf Resistenzen gegen das einzige zur Verfügung stehende Medikament, und die Entwicklung eines Impfstoffes ist trotz großer internationaler Anstrengungen bislang nicht gelungen.</p>
<p>Die auch als Pärchenegel bezeichneten Würmer zeigen ein im Tierreich nahezu einmaliges Phänomen: die vom Männchen induzierte und aufrechterhaltene sexuelle Reifung des Weibchens. Während des Paarungskontaktes, der ein Wurmleben lang andauert, werden vom Männchen biochemische Prozesse im Weibchen ausgelöst, die zur Entwicklung der Reproduktionsorgane führen. Die Gießener Arbeitsgruppe hat bereits Signalmoleküle aus Schistosomen identifiziert, die die sexuelle Reifung des Weibchens beeinflussen – darunter Moleküle, die beim Menschen mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht werden.</p>
<p>In vitro-Experimente mit Substanzen, die in der humanen Krebstherapie eingesetzt werden, zeigten negative Effekte auf die Schistosomen bis hin zum Tod der Würmer innerhalb kurzer Zeit. Noch stehen in vivo-Experimente aus, die die Wirkung dieser Substanzen unter realen Bedingungen belegen. Dennoch geben die Ergebnisse Anlass zur Hoffnung, dass sich auf Basis bereits etablierter Krebsmedikamente neue Perspektiven für alternative Behandlungskonzepte der Bilharziose ergeben. (Uni Gießen)</p>
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		<title>Bessere Diagnose und Therapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung</title>
		<link>http://uninews-online.de/2010/03/16/bessere-diagnose-und-therapie-bei-asthma/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 12:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trockener Husten, schweres Atmen bis zum Erstickungsgefühl, Enge in der Brust: Bei vielen Patienten mit Asthma oder COPD lösen diese Symptome Panik bis zur Todesangst aus. Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Volkskrankheit entwickelt:...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trockener Husten, schweres Atmen bis zum Erstickungsgefühl, Enge in der Brust: Bei vielen Patienten mit Asthma oder COPD lösen diese Symptome Panik bis zur Todesangst aus. Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Volkskrankheit entwickelt: Nahezu 15 Prozent der Deutschen leiden an der Erkrankung. Bezüglich der Mortalität wird die Erkrankung im Jahr 2020 Platz drei in der Todesursachenstatistik einnehmen.<span id="more-1798"></span> Beim Asthma bronchiale sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen und zehn Prozent der Kinder betroffen. Gerade für Patienten mit COPD gab es in den vergangenen Jahrzehnten nur wenige Fortschritte in der Therapie. Um die Forschung zu diesen chronischen Atemwegserkrankungen zu fördern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Anfang 2009 das Kompetenznetz Asthma und COPD gegründet. &#8220;Die krankheitsbezogenen Kompetenznetze des BMBF haben die Aufgabe, hervorragende Wissenschaftler zu vernetzen und die Expertise zu bündeln&#8221;, sagte Dr. Marianne Kordel-Bödigheimer, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. &#8220;Gerade bei Erkrankungen, die häufig auftreten und mit einer hohen gesundheitlichen Belastung einhergehen, können so die Forschungsergebnisse schneller für den Patienten zur Verfügung stehen.&#8221;</p>
<p>Am 15. März 2010 trafen sich Lungenexperten aus Marburg, Heidelberg und Hannover zu ihrer ersten wissenschaftlichen Tagung des Kompetenznetzes in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). &#8220;Ziel des gesamten Netzwerks ist die Weiterentwicklung von Prävention, Diagnostik und Therapie von Asthma und COPD. Darüber hinaus soll eine Forschungsplattform für obstruktive Lungenerkrankungen aufgebaut werden, die vom Zellkultursystem über Tiermodelle bis zu Patientenkohorten inklusive Biomaterialien reicht&#8221;, betonte Professor Dr. Claus Vogelmeier, Philipps Universität Marburg, Sprecher des Kompetenznetzes. Das Kompetenznetz ist in zwei Verbünde gegliedert: Asthma-MRI (Magnet Resonanz Imaging) und Cosyconet.</p>
<p>Der Verbund Asthma-MRI beschäftigt sich mit der radiologischen Bildgebung in der Diagnostik von Asthma und COPD. &#8220;Die Etablierung der Strahlungsfreien Magnetresonanztomographie zur bildgebenden strukturellen und funktionellen Diagnostik bei Asthma und COPD ist ein besonderer Schwerpunkt innerhalb des Kompetenznetzes und darüber hinaus. Damit wollen wir eine gezielte Auswahl einer wirksamen Therapie, eine gut messbare Kontrolle des Therapieerfolgs und eine verbesserte Abschätzung der Prognose erreichen&#8221;, erklärte Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Universität Heidelberg, Sprecher des Verbundes Asthma-MRI.</p>
<p>Der Verbund Cosyconet untersucht den Zusammenhang zwischen COPD und anderen Erkrankungen wie Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die überproportional häufig bei COPD-Patienten auftreten.</p>
<p>&#8220;Kern ist der Aufbau eines nationalen Registers von 3000 COPD-Patienten, deren Befunde mit anderen Registern verglichen werden sollen&#8221;, sagte Professor Dr. Tobias Welte, MHH, Projektleiter der Cosyconet-Kohortenstudie. &#8220;Wir untersuchen, wie häufig diese anderen Erkrankungen auftreten und prüfen den möglichen Zusammenhang zwischen systemischer Entzündung und der Lungenerkrankung.&#8221; Außerdem werden die Auswirkungen auf Morbidität, Mortalität und Kosten evaluiert.</p>
<p>Das Kompetenznetz wird zunächst für drei Jahre mit insgesamt 7,5 Millionen Euro gefördert. Geplant sind drei weitere Förderphasen bis zum Jahr 2021, in denen die Arbeit fortgeführt und ausgebaut werden soll.</p>
<p>Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Maike Schnoor, Geschäftsstelle Kompetenznetz Asthma und COPD, Philipps Universität Marburg, Telefon (06421) 586-6435 oder schnoorm@staff.uni-marburg.de. (MHH)</p>
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		<title>Tagung des Kompetenznetzes Asthma und COPD</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Volkskrankheit entwickelt: Nahezu 15 Prozent der Deutschen leiden an der Erkrankung. Beim Asthma bronchiale sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen und zehn Prozent der Kinder betroffen. Die Patienten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Volkskrankheit entwickelt: Nahezu 15 Prozent der Deutschen leiden an der Erkrankung. Beim Asthma bronchiale sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen und zehn Prozent der Kinder betroffen. Die Patienten leiden unter Atemnot, vermehrten Husten und sind in ihrer Lebensqualität häufig eingeschränkt.<span id="more-1729"></span> Bei beiden Erkrankungen sind hinsichtlich Diagnose, Therapie und auch Prävention noch viele Fragen offen. Um die Forschung zu den beiden chronischen Atemwegserkrankungen zu fördern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)im vergangenen Jahr das bundesweite Kompetenznetz zu Asthma und COPD gegründet.</p>
<p>Schwerpunkt des Kompetenznetzes ist es, den Einfluss von verschiedenen Begleiterkrankungen auf die Entstehung und Entwicklung der COPD zu untersuchen, um so Prävention und Therapie der Erkrankungen langfristig zu verbessern. Darüber hinaus sollen bildgebende Verfahren etabliert werden. Das Kompetenznetz wird zunächst für drei Jahre mit insgesamt 6,4 Millionen Euro gefördert. Geplant sind drei weitere Förderphasen bis zum Jahr 2021, in denen das Netz fortgeführt und ausgebaut werden soll. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedenen Fachgebiete im Kompetenznetz tagen am 15. März 2010 in der MHH, um erste Erkenntnisse auszutauschen. (MHH)</p>
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		<title>Neuer Standard bei Studien mit Blutstammzellen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat für Studien mit Blutstammzellen einen neuen bundesweiten Standard gesetzt. Die zuständige Bundesbehörde, das Paul Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt, hat die von der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (Direktor: Professor Dr. Christoph Klein)...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat für Studien mit Blutstammzellen einen neuen bundesweiten Standard gesetzt. Die zuständige Bundesbehörde, das Paul Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt, hat die von der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (Direktor: Professor Dr. Christoph Klein) unter der Leitung von PD Dr. Martin Sauer initiierte multizentrische Transplantationsstudie für an akuter myeloischer Leukämie erkrankte Kinder als erste Knochenmarktransplantationsstudie in Deutschland nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) genehmigt.<span id="more-1663"></span> Nach der AMG-Novellierung, die im Dezember 2005 in Kraft trat, werden Knochenmarkzellen und periphere Blutstammzellen jetzt wie Arzneimittel von den Behörden beurteilt und Studien auf diesem Gebiet müssen den schärferen Richtlinien des AMG entsprechen. Studieninitiativen waren bisher wegen unklarer Bedingungen zur Umsetzung der neuen gesetzlichen Richtlinien blockiert.</p>
<p>&#8220;Diese Verschärfung ist prinzipiell sinnvoll, denn strengere Auflagen sollen die Patientensicherheit in höherem Maße gewährleisten&#8221;, betont der Hämatologe PD Dr. Martin Sauer. Doch für viele der Forschungseinrichtungen, gerade in der Pädiatrischen Hämatologie, sind die komplizierten Voraussetzungen damit zu einer schwer zu überwindenden Hürde geworden. &#8220;Damit drohen Kinder, die zahlenmäßig in der Medizin nur eine Randgruppe darstellen, vom medizinischen Fortschritt ausgeschlossen zu werden. Unser hannoversches Studienprotokoll können nun aber alle klinischen Stammzellforscher kostenlos nutzen&#8221;, ergänzt PD Dr. Sauer. In dem Protokoll ist jeder Schritt bis ins kleinste Detail vorgezeichnet &#8211; von der benötigten Qualität der jeweiligen Knochenmarkspende über die einzelnen Aufbereitungsschritte bis hin zur Applizierung und der Dokumentation. &#8220;In dem Dossier haben wir festgelegt, wann eine Knochenmarkspende zum Empfänger passt, wann welche Begleittherapien genutzt werden und wie die Daten systematisch zu sammeln und auszuwerten sind&#8221;, sagt er. &#8220;Damit haben wir ein Modell auch für andere derartige Studien geschaffen.&#8221; Selbst in den vier größten deutschen Zentren für pädiatrische Knochenmark-Transplantationen (KMT) waren die Verfahren bislang nicht detailliert abgestimmt. &#8220;Wenn aber jedes Behandlungszentrum andere Transplantationsverfahren einsetzt, sind keine aussagekräftigen Studien  möglich, da in jedem KMT-Zentrum zu wenige Patienten betreut werden, um mit den Behandlungsergebnissen statistisch stichhaltige Aussagen treffen zu können&#8221;, betont der Mediziner. In der MHH haben im vergangenen Jahr 42 Kinder eine KMT erhalten. &#8220;Doch nur kontrollierte Multicenter-Studien bringen Erkenntnisgewinn hinsichtlich der für diese Patienten sehr belastenden und den öffentlichen Kostenträger extrem teuren Therapiemaßnahmen.&#8221;</p>
<p>Das umfangreiche Studienprotokoll haben die Forscher der MHH-Kinderklinik nicht im Alleingang entwickelt. Die Expertise für die standardisierte Aufarbeitung der Knochenmarkspenden hat die Firma Cytonet beigesteuert. Bei allen regulatorischen Fragen hat die Hannover Clinical Trial Center GmbH (HCTC), an dem die MHH zu 51 Prozent beteiligt ist, den Forschern unter die Arme gegriffen. &#8220;Wir haben zunächst mit dem Paul Ehrlich-Institut geklärt, wie solche Studien ablaufen sollen&#8221;, erläutert Professor Dr. Heiko von der Leyen, HCTC-Geschäftsführer. Dabei kam dem HCTC die Erfahrung aus zahlreichen anderen Studien zugute, die es bereits betreut hat.</p>
<p>Die jetzt genehmigte Studie untersucht den Stellenwert einer Knochenmarktransplantation bei Kindern mit akuter myeloischer Leukämie (AML). Die AML ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems, an der Kinder ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen sterben. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 100 Mädchen und Jungen neu an AML, etwa 40 Prozent von ihnen erhalten eine Knochenmark-Transplantation als Therapie. Eine weitere Stärke der Studie bestünde darin, betont Dr. Sauer, dass das Transplantationsvorgehen detailliert mit den Behandlungsprotokollen der beginnenden Chemotherapie (AML-BFM 2004, Leitung: Prof Dr. Dirk Reinhardt und Prof. Dr. Ursula Creutzig) abgestimmt sei. Die Forscher erwarten, dass in der drei- bis vierjährigen Forschungsphase bis zu 150 Kinder in die Studie eingeschlossen werden können. Außer der MHH sind die Charité in Berlin sowie Kinderkliniken in Dresden, Düsseldorf, Erlangen, Essen, Freiburg, Gießen, Halle, Hamburg, Jena, Kiel, München, Münster, Tübingen, Ulm, Würzburg, Heidelberg, sowie in Wien, Zürich und Prag beteiligt.<br />
Einer der Gründe, warum bisher niemand sonst ein solches Vorhaben gestartet habe, bestünde unter anderem in den hohen Kosten, die die Erstellung eines solchen Protokolls erfordere, sagt Dr. Sauer. Öffentliche Fördereinrichtungen seien zwar vorhanden, ein Antrag könne aber erst gestellt werden, wenn die Genehmigung des Behandlungskonzeptes durch die zuständige Bundesbehörde vorläge. &#8220;Um aber bis dahin zu kommen, entstehen umfangreiche Kosten, die finanziert werden müssten&#8221;, ergänzt der Forscher. Eine Vorfinanzierung durch den Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V. in Höhe von 30.000 Euro machte den Start überhaupt erst möglich. &#8220;Dank dieser finanziellen Unterstützung konnten wir diesen Meilenstein in der Kinderkrebs-Forschung setzen.  Nur durch die private und gemeinnützige Initiative des hannoverschen Elternvereins konnte ein Behandlungskonzept entwickelt werden, für das mittlerweile Anfragen aus der ganzen Welt in Hannover ankommen&#8221;, erklärt PD Dr. Sauer. (MHH)</p>
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		<title>Aufklärungskampagne über Grauen Star in Südindien</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In Indien sind über 12 Millionen Menschen blind. Grund ist bei etwa jedem zweiten der leicht heilbare Graue Star. Betroffene im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu können sich am Sankara Eye Center in Coimbatore kostenfrei operieren lassen. Doch die Barrieren für die arme Landbevölkerung, dieses Angebot anzunehmen, sind hoch. Daher hat die Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn vor zwei Jahren dort eine Aufklärungskampagne im Kampf gegen die Blindheit gestartet.<span id="more-1653"></span> Am 13. März fliegen jetzt ein Bonner Augenarzt und ein Medizinstudent für zwei Wochen nach Indien, um sich vor Ort von dem Erfolg ihres Projektes zu überzeugen.</p>
<p>Die gute medizinische Ausstattung am Sankara Eye Center in Coimbatore beeindruckte ihn sehr: Vor zwei Jahren war Doktorand David Kupitz das erste Mal für zwei Monate in der Provinz Tamil Nadu. Doch eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau beschränkt sich wie meist in Indien nur auf die Großstadt. Gerade die arme Landbevölkerung kann sich diese nicht leisten. Daher organisiert das Sankara Eye Center wöchentlich Screening-Camps auf dem Land. Ziel ist es, unter den Dorfbewohnern Augenerkrankte zu identifizieren und medizinisch zu versorgen. So wird beispielsweise Patienten mit Grauem Star eine kostenlose Operation in Coimbatore inklusive Transport, Unterkunft, Verpflegung und Nachsorge angeboten.</p>
<p>Am dortigen Sankara Eye Center operiert ein hochspezialisiertes Team pro Tag bei 100 bis 150 dieser Patienten jeweils ein Auge. Sie tauschen das getrübte Linsenmaterial gegen eine klare künstliche Linse aus. Dabei stehen dem geringen Operationsrisiko gute Erfolge gegenüber. &#8220;Trotzdem wird dieses kostenlose Angebot oft nur sehr zögerlich angenommen. Teilweise besuchen die Betroffenen bis zu fünfmal ein Screening-Camp, bevor sie sich zu einer Operation entschließen können&#8221;, sagt Dr. Robert Finger, Assistenzarzt an der Bonner Universitäts-Augenklinik. Ziel des Forschungsprojektes unter seiner Leitung ist es, eine höhere Effizienz dieser Screening-Camps zu erreichen.</p>
<p>Angst vor Operation und Verdienstausfall</p>
<p>Als erstes zogen einheimische Interviewer mit von den Bonnern entwickelten Fragebögen von Ort zu Ort und befragten mit Unterstützung der Dorfältesten die Dorfbewohner. &#8220;Teilweise haben die Betroffenen Angst vor der Operation, sogar Angst vor dem Verlust des Auges&#8221;, berichtet Kupitz. Zudem sei es eine familiäre Entscheidung, die der Einzelne nicht allein treffe. So werden von den sehr armen Menschen Verdienstausfälle befürchtet, beispielsweise wenn die Großmutter nicht mehr auf die Kinder aufpassen kann oder sogar nach der Operation für eine Zeit pflegebedürftig ist. Zudem gehen viele von Kosten für die Nachsorge wie antientzündliche Augentropfen und Sonnenbrillen aus.</p>
<p>&#8220;Es ist wichtig, auf die Menschen zuzugehen und sie aufzuklären, damit jeder auch bei einer kleinen Augenverletzung und gut informiert zum Screening-Camp geht&#8221;, sagt Finger. Daher entwickelte Kupitz zusammen mit dem einheimischen Personal am Sankara Eye Center Informationsmaterialien über Grauen Star und andere Augenerkrankungen. Ergebnis waren Plakate in der Landessprache Tamil und vielen Fotos für Analphabeten sowie 10.000 Handzettel. Mit diesem Material gingen speziell geschulte einheimische Mitarbeiter direkt auf die arme Landbevölkerung in ihren Dörfern zu.</p>
<p>Zum Abschluss ihres Forschungsprojektes fliegt das Bonner Duo jetzt noch einmal nach Combaitore. &#8220;Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen unserer Kollegen vom Sankara Eye Center ist die Aufklärungskampagne gut von der Landbevölkerung angenommen worden.&#8221; So konnte das Sankara Eye Centre beispielsweise sein Screening der Landbevölkerung optimieren und die Zahl der behandelten Patienten mit Grauem Star steigern. (Uni Bonn)</p>
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		<title>Deutscher Krebspreis 2010 geht an Ivan Dikic</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 17:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Ivan Dikic erhält für seine herausragenden Arbeiten zur Rolle von Ubiquitin bei der Entstehung von Krebs den Deutschen Krebspreis 2010. Den mit 22.500 Euro dotierten Preis teilen sich drei Wissenschaftler aus drei Bereichen Grundlagenforschung, translationale Medizin und Klinik. Der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Ivan Dikic erhält für seine herausragenden Arbeiten zur Rolle von Ubiquitin bei der Entstehung von Krebs den Deutschen Krebspreis 2010. Den mit 22.500 Euro dotierten Preis teilen sich drei Wissenschaftler aus drei Bereichen Grundlagenforschung, translationale Medizin und Klinik. Der Grundlagenforscher Dikic hat durch mehrere wegweisende Entdeckungen das Verständnis von den molekularen Abläufen der Ubiquitin-basierten Signaltransduktion in der Zelle geprägt, deren Relevanz für krebserzeugende Prozesse demonstriert, sowie die Grundlage für die Entwicklung neuer therapeutischer Wirkstoffe gelegt.<span id="more-1615"></span> Einen Teil des Preisgeldes (2.000 Euro) will Dikic an eine Organisation in seinem Heimatland Kroatien spenden, die Ferienlager für Kinder nach und während einer Krebstherapie veranstaltet.</p>
<p>Nach Abschluss seines Medizinstudiums promovierte Prof. Dikic 1991 zunächst an der Universität Zagreb. Anschließend schloss er sich Prof. Josef Schlessinger (Universität New York) an und erlangte 1995 zusätzlich den PhD. Seine weitere wissenschaftliche Karriere führte ihn über Uppsala (Schweden) schließlich nach Frankfurt (2002), wo er seit 2009 als Direktor des Instituts für Biochemie II sowie des Instituts für Molecular Life Sciences tätig ist.</p>
<p>Dikics Forschung konzentriert sich auf ein kleines, überall in Zellen vorhandenes Molekül, das Ubiquitin. Anfang der 1980er Jahre entdeckten die späteren Nobelpreisträger Aaron Ciechanover, Avram Hershko und Irwin Rose, dass Proteine, die „ausgedient haben“ oder defekt sind, von der Zelle mit Ubiquitin (Ub) markiert werden und (nur) dann entsorgt werden können. Der Vorgang ist von fundamentaler Bedeutung für das Funktionieren einer Zelle. In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass Ub neben seiner Bedeutung für den Proteinabbau durch das Proteasom, den zellulären „Schredder-Apparat“, viele weitere Funktionen erfüllt. Die Ubiquitinierung von Proteinen spielt zum Beispiel eine Rolle bei der Regulation des Zellzyklus, beim zellulären Proteintransport oder bei der Aktivierung von Enzymen.</p>
<p>Prof. Dikic hat mit seiner Forschung entscheidend zum Wissen um die vielfältigen Wirkungen von Ub beigetragen. Während sich die meisten Forscher damit beschäftigten zu verstehen, wann und wie Proteine ubiquitiniert werden, ging Prof. Dikic bald einen Schritt weiter. Er untersuchte, wie die Zelle die Ubiquitinierungsvarianten erkennt, unterscheidet und sie schließlich in die entsprechende Reaktion übersetzt. Sein Hauptaugenmerk richtete  Dikic dabei auf Ub-bindende Domänen (UBDs) in den Ub-Rezeptoren. Von den derzeit etwas mehr als 20 bekannten Arten von UBDs hat Prof. Dikic vier Domänen (Ubz, Ubm, Pru, UBAN) entdeckt sowie strukturell und funktionell charakterisiert. Es gelangen ihm nicht nur detaillierte Einblicke in die atomare Funktionsweise von UBD und Ub-Rezeptoren. Er konnte auch erklären, wie dadurch grundlegende zelluläre Prozesse bestimmt bzw. die Pathogenese verschiedener Erkrankungen wie Krebs oder Entzündungsreaktionen beeinflusst werden.</p>
<p>In seinen Projekten verbindet Prof. Dikic funktionelle Studien mit strukturellen Analysen der Ub/UBD-Interaktion. Dadurch werden die von ihm betrachteten zellulären Abläufe nicht nur auf atomarer Ebene verstanden sondern auch die Grundlage für die Entwicklung von hochspezifischen Wirkstoffen geschaffen.</p>
<p>Ivan Dikic erhielt im Januar die Zusage eines „Advanced Investigator Grant“ des European Research Council (ERC) in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Im November 2009 wurde ihm der mit 10.000 Euro dotierte Sir Hans Krebs-Preis der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover verliehen. (Uni Frankfurt)</p>
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		<title>Operation oder Hörgerät bei Schwerhörigkeit?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 08:24:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fähigkeit zu hören hat eine große Bedeutung für Kommunikation und Orientierung. Darüber hinaus kann Schwerhörigkeit zu kognitiven Verarbeitungs- und Funktionsstörungen, sozialer Isolierung, reduziertem Selbstvertrauen, Verlust an individueller Unabhängigkeit und Depressionen führen und hat im Allgemeinen Einschränkungen im privaten und...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fähigkeit zu hören hat eine große Bedeutung für Kommunikation und Orientierung. Darüber hinaus kann Schwerhörigkeit zu kognitiven Verarbeitungs- und Funktionsstörungen, sozialer Isolierung, reduziertem Selbstvertrauen, Verlust an individueller Unabhängigkeit und Depressionen führen und hat im Allgemeinen Einschränkungen im privaten und beruflichen Bereich mit erheblichen Einbußen an Lebensqualität zur Folge.<span id="more-1586"></span></p>
<p>Schwerhörigkeit ist auch in Deutschland weit verbreitet. Laut einer Untersuchung des Robert-Koch-Institutes in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt sind rund 60 Prozent der deutschen Bevölkerung in ihrem Leben zumindest zeitweise davon betroffen. Durch vermehrte Lärmbelastung nimmt die Schwerhörigkeit mittlerweile auch bei jungen Menschen stark zu.</p>
<p>Wie Schwerhörigkeit richtig therapiert werden kann, erklärt Prof. Dr. Jens Oeken, Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Klinikum Chemnitz gGmbH, in seinem Vortrag &#8220;Therapie der Schwerhörigkeit &#8211; Operation oder Hörgerät?&#8221; am 24. Februar 2010. Die Vortragsreihe &#8220;Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft&#8221; ist eine Kooperation zwischen der TU Chemnitz und der Klinikum Chemnitz gGmbH. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr im Hörsaal 305 des Universitätsteiles Straße der Nationen 62.</p>
<p>Die Ursachen der Schwerhörigkeit liegen vor allem in Erkrankungen des<br />
Mittel- und Innenohres. Mittelohrerkrankungen führen zu einer so genannten Schallleitungsschwerhörigkeit. Sie sollten in erster Linie operativ behandelt werden. Erkrankungen des Innenohres führen zu einer Schallempfindungsschwerhörigkeit. Beispiele sind der Hörsturz, die Altersschwerhörigkeit, die Lärmschwerhörigkeit, das Knalltrauma und vererbte Schwerhörigkeiten. Bei akut auftretenden Innenohrschwerhörigkeiten &#8211; beispielsweise bei einem Hörsturz &#8211; versucht man, mit Hilfe einer Infusionstherapie eine Wiederherstellung des Gehörs zu erreichen. Bei chronischen Schallempfindungsschwerhörigkeiten &#8211; etwa der Altersschwerhörigkeit &#8211; ist keine Heilung möglich. Eine Rehabilitation ist aber durch die Versorgung mit einem Hörgerät zu erreichen. Die Hörgeräte sind inzwischen so leistungsfähig, dass nahezu alle Formen der Innenohrschwerhörigkeit versorgt werden können. Bezüglich implantierbarer Hörgeräte ist jedoch noch Vorsicht geboten &#8211; hier muss die weitere Entwicklung und Miniaturisierung der Bauteile abgewartet werden.</p>
<p>Einen Sonderfall stellt der völlige Hörverlust &#8211; die Taubheit &#8211; dar. Hier hat sich die Versorgung mit einem Cochlear Implant durchgesetzt. Dabei wird eine Elektrode direkt in die Hörschnecke eingebracht, die über eine extern angebrachte Spule bestimmte Strommuster aussendet, die dann zu einer Hörempfindung im Gehirn führen. Diese Versorgung stellt einen enormen medizinischen Fortschritt dar, wird jedoch wegen der Seltenheit der Taubheit und der notwendigen personellen Infrastruktur nur in wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt. &#8220;Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass unter modernen Bedingungen für nahezu alle Formen und Ausprägungen des Hörverlustes eine Therapie oder Rehabilitation möglich ist. Voraussetzung ist die Beratung durch einen in der Ohrenheilkunde versierten HNO-Arzt&#8221;, schätzt Prof. Oeken ein. (TU Chemnitz)</p>
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