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	<title>Uninews-Onlineenergie &#187; Uninews-Online</title>
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		<title>Projekt &#8220;Leistungselektronische Umrichter für Offshore-Anwendungen&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 11:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[TU Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[energie]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Der Anteil regenerativer Energie an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland liegt zurzeit bei rund 17 Prozent. Sowohl die Photovoltaik als auch die Windenergie können noch stark ausgebaut werden, letztere vor allem durch Offshore-Windparks&#8221;, schätzt Prof. Dr. Josef Lutz ein. Er...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Anteil regenerativer Energie an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland liegt zurzeit bei rund 17 Prozent. Sowohl die Photovoltaik als auch die Windenergie können noch stark ausgebaut werden, letztere vor allem durch Offshore-Windparks&#8221;, schätzt Prof. Dr. Josef Lutz ein. Er ist Inhaber der Professur Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit an der TU Chemnitz, die an einem Forschungsprojekt der Norwegischen Nationalen Technischen Universität (NTNU) Trondheim beteiligt ist.<span id="more-2911"></span> Das Projekt &#8220;Leistungselektronische Umrichter für Offshore-Anwendungen&#8221; wird vom &#8220;Research Council Norway&#8221; von 2009 bis 2013 gefördert. &#8220;Es ist das erste Projekt, das vom norwegischen Research Council an einer Hochschule außerhalb von Skandinavien finanziert wird&#8221;, so Lutz. Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterstützt die Zusammenarbeit.</p>
<p>&#8220;In dem Projekt gilt es, die Zuverlässigkeit der Leistungselektronik nachzuweisen, denn anvisiert sind Investitionen in Windparks vor Norwegens Küste mit einer Leistung, die der von 40 bis 50 Großkraftwerken entspricht&#8221;, sagt Lutz. Die Leistungselektronik wird eingesetzt, um die gewonnene Windenergie hinsichtlich ihrer Spannung und Frequenz so umzuwandeln, dass sie ins Stromnetz eingespeist werden kann. Die dabei eingesetzten Umrichter müssen zuverlässig arbeiten: &#8220;Die Windkraftanlagen sollen schließlich entfernt von der Küste über viele Jahre wartungsfrei und ohne Ausfall laufen&#8221;, so Lutz. In der ersten Hälfte der Projektlaufzeit waren drei Chemnitzer Studenten an der NTNU als Praktikanten im Einsatz. Ab dem 1. April 2011 wird sich zudem ein Doktorand der TU Chemnitz für ein halbes Jahr in Norwegen aufhalten. &#8220;Von den norwegischen Forschern wurden bisher bereits umfangreiche Daten über die anfallenden Lastzyklen bei modernen Windrädern ermittelt. Aus der gemeinsamen Auswertung haben wir die  Belastungszyklen der Leistungselektronik ermittelt&#8221;, sagt Lutz. An der TU Chemnitz bauen die Wissenschaftler derzeit eine Versuchsanlage auf, mit der sich die Temperaturbelastung der Bauteile, die im realen Einsatz während mehr als zehn Jahren auftreten werden, innerhalb weniger Wochen nachstellen lassen. &#8220;Wir belasten die Bauteile mit Strom, heizen sie durch ihre eigenen Verluste innerhalb von Sekunden auf und kühlen sie dann wieder mit Wasser auch innerhalb von Sekunden auf den Ausgangswert ab. Die bei diesen Tests ermittelten Daten bilden die Grundlage für die Auslegung der Offshore-Windparks, damit diese eine hohe Lebensdauer erreichen können&#8221;, so Lutz.</p>
<p>Er folgert aus den bisherigen Projektergebnissen, dass bereits mit dem heutigen Stand der Technik eine Versorgung in Deutschland mit 100 Prozent regenerativer Energie möglich sei: &#8220;Es ist nicht notwendig, die gefährliche Nutzung der Atomenergie weiter zu betreiben.&#8221; Stattdessen empfiehlt er ein Zusammenspiel von Wind- und Solarenergie. Ein europaweites Netz aus Hochspannungs-Gleichstromübertragung könnte Schwankungen ausgleichen. &#8220;Es ist unwahrscheinlich, dass gleichzeitig in Norwegen kein Wind weht und beispielsweise in Spanien keine Sonne scheint. Dadurch wird der Bedarf an Speicherkraftwerken gering, Großtechnik und dezentrale Energieerzeugung können sinnvoll verbunden werden&#8221;, sagt Lutz. Zudem ließe sich viel elektrischen Energie einsparen, wenn nicht nur in Windparks die richtige Leistungselektronik eingesetzt würde, gibt Lutz zu bedenken: &#8220;55 Prozent der gesamten Elektroenergie der Welt gehen in elektrische Motoren. Würden diese Motoren, vor allem in der Industrie, mit einer leistungselektronischen drehzahlgeregelten Steuerung ausgestattet, könnten im Mittel 30 Prozent ihres Stromverbrauchs eingespart werden. Wie das gemacht wird, lernen Studenten der Elektrotechnik in der Studienrichtung Energietechnik an der TU Chemnitz&#8221;, so der Inhaber der Professur Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit. (TU Chemnitz)</p>
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		<title>Fehler im Umgang mit Spülmaschinen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 17:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Europäische Verbraucher machen im Umgang mit ihren Spülmaschinen gravierende Fehler. Das zeigt eine Vergleichsstudie der Universität Bonn, an der 200 Haushalte in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien teilnahmen. So spülten viele Teilnehmer Besteck und Teller unnötigerweise vor oder beluden die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Europäische Verbraucher machen im Umgang mit ihren Spülmaschinen gravierende Fehler. Das zeigt eine Vergleichsstudie der Universität Bonn, an der 200 Haushalte in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien teilnahmen. So spülten viele Teilnehmer Besteck und Teller unnötigerweise vor oder beluden die Geräte nicht vollständig. Mit der Hand zu spülen, ist dennoch keine Alternative: Die Studie zeigt erstmals an in den Haushalten erhobenen Daten, dass Geschirrspüler in punkto Energie- und Wasserverbrauch deutlich umweltfreundlicher sind.<span id="more-2806"></span></p>
<p>Die in Italien untersuchten Haushalte verbrauchten hochgerechnet durchschnittlich 5.600 Liter Wasser und 100 Kilowattstunden Energie, allein um ihr Geschirr vorzuspülen. Damit könnte ein Geschirrspüler rund 80 Mal betrieben werden. In Schweden waren es im Schnitt immerhin noch rund 3.100 Liter und 60 Kilowattstunden. &#8220;Dabei ist das Vorspülen von Hand meist überflüssig&#8221;, betont der Haushaltstechniker Professor Dr. Rainer Stamminger von der Universität Bonn. &#8220;Moderne Spülmaschinen werden mit Essensresten auch ohne Vorspülen mühelos fertig.&#8221; </p>
<p>Stammingers Mitarbeiter Dr. Paul Richter hat die Studie im Rahmen seiner Doktorarbeit durchgeführt. Insgesamt besuchte er 200 Haushalte in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien. Mit Hilfe von Webcams beobachtete er die Verbraucher in ihrer Küche und führte Verbrauchsmessungen durch. Zudem fotografierten die Teilnehmer ihre beladenen Spülmaschinenkörbe. </p>
<p>Bei der Auswertung dieser Fotos stieß Paul Richter auf eine zweite weit verbreitete Öko-Sünde: &#8220;Wir haben festgestellt, dass viele Körbe nur etwa zur Hälfte befüllt wurden&#8221;, sagt er. &#8220;Wir schätzen, dass etwa jeder zehnte Spülgang eingespart werden könnte, wenn die Maschinen immer voll beladen wären.&#8221;</p>
<p>Deutsche waschen zu heiß</p>
<p>Die deutschen Haushalte zeigten sich in der Studie insgesamt recht sparsam beim Einsatz von Wasser und Energie. &#8220;Dennoch können auch die Deutschen mehr tun&#8221;, betont Professor Stamminger. &#8220;Sie nutzen viel zu häufig hohe Programmtemperaturen und verschwenden dadurch unnötig Energie. Dabei reichen bei heutigen Geräten in Kombination mit modernen Reinigungsmitteln meist schon niedrige Temperaturen für ein ausreichendes Reinigungsergebnis.&#8221;</p>
<p>Überrascht sind die Wissenschaftler über den hohen Anteil an Geschirrteilen, die gar nicht in den Maschinen landen: Zwischen 20 und 40 Prozent aller Teile wurden einzeln &#8220;mal zwischendurch&#8221; unter fließendem Wasser gespült. &#8220;Das sollte man aus Gründen der Nachhaltigkeit auf alle Fälle vermeiden&#8221;, rät Dr. Paul Richter. Er empfiehlt, dieses Geschirr entweder zu sammeln und dann im befüllten Becken abzuwaschen oder aber die Spülmaschine voller zu beladen.</p>
<p>Geschirrspüler schonen die Umwelt</p>
<p>Die Bonner Wissenschaftler erforschen bereits seit acht Jahren das Spülverhalten von Verbrauchern in Europa. In früheren Untersuchungen hatten sie ihre Probanden noch zum Probespülen ins Labor gebeten. &#8220;Jetzt sind wir in die Haushalte gegangen und haben die Daten vor Ort erhoben&#8221;, erklärt Stamminger. &#8220;Unsere aktuellen Ergebnisse bestätigen die früheren Labormessungen darin, dass Spülmaschinen vergleichsweise umweltfreundlich sind: Spülen mit der Maschine braucht im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als Handspülen.&#8221;</p>
<p>Die Studie wurde von vier Haushaltsgeräte- und Spülmittelherstellern finanziert. &#8220;Da solche Querschnittsuntersuchungen des Verbraucherverhaltens bisher noch nirgends durchgeführt wurden, war das Interesse der Industrie an den Ergebnissen natürlich groß&#8221;, sagt Stamminger. &#8220;Ohne Industriemittel wäre die aufwändige Untersuchung kaum machbar gewesen.&#8221; (Uni Bonn)</p>
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		<title>Redewettbewerb &quot;Energy Slam&quot;</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 09:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[TU Chemnitz]]></category>
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		<category><![CDATA[wettbewerbe]]></category>

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		<description><![CDATA[Im &#8220;Wissenschaftsjahr 2010 &#8211; Die Zukunft der Energie&#8221; findet das erfolgreiche Format des &#8220;Science Slams&#8221; eine spannende Erweiterung: den Redewettbewerb &#8220;Energy Slam&#8221;. Von September bis Oktober werben Wissenschaftler in vier Regionalwettkämpfen in Bonn, Braunschweig, Chemnitz und München mit ihren Kurzvorträgen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8220;Wissenschaftsjahr 2010 &#8211; Die Zukunft der Energie&#8221; findet das erfolgreiche Format des &#8220;Science Slams&#8221; eine spannende Erweiterung:<br />
den Redewettbewerb &#8220;Energy Slam&#8221;. Von September bis Oktober werben Wissenschaftler in vier Regionalwettkämpfen in Bonn, Braunschweig, Chemnitz und München mit ihren Kurzvorträgen um die Gunst des Publikums. &#8220;Wissenschaftler reden viel, monoton und oft unverständlich über ihr Arbeitsgebiet&#8221;, so lautet ein bekanntes Vorurteil.<span id="more-2422"></span></p>
<p>Die Kurzvorträge beim &#8220;Energy Slam&#8221; sollen das Gegenteil beweisen:<br />
Junge Wissenschaftler bringen ihr Forschungsthema innerhalb von zehn Minuten auf spannende, unterhaltsame und verständliche Art auf den Punkt. Im Anschluss bewertet das Publikum die Darbietung und bestimmt den Slam Champion.</p>
<p>Die jeweils beiden besten Slammer aus den vier Vorentscheidungen nehmen im November am Finale in Berlin teil. Für die Regionalwettbewerbe ab September werden Wissenschaftler im Alter von bis zu 40 Jahren gesucht. Das Forschungsthema sollte sich im weitesten Sinne mit dem Thema Energie beschäftigen. Für den Vorentscheid Ostdeutschland können sich Interessierte bis zum 10.<br />
Oktober 2010 mit einem kurzen Abstract (100 Wörter) oder einem kurzen Video per Mail beim Haus der Wissenschaft in Braunschweig unter info@hausderwissenschaft.org bewerben. Bis zu acht Teilnehmer werden von einer Jury ausgewählt. Sie werden am 21. Oktober 2010 nach Chemnitz eingeladen. Ab 20 Uhr werben sie im &#8220;Treff am Campus&#8221; in der Mensa, Reichenhainer Straße 55, um die Gunst des Publikums.</p>
<p>Der &#8220;Energy Slam&#8221; wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert mit den regionalen Partnern, dem Helmholtz Zentrum Berlin, der Technischen Universität Braunschweig, der Ludwig-Maximilians- Universität München, der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn und der Forschungsakademie sowie der Pressestelle der Technischen Universität Chemnitz, die Vorentscheidungen und das Finale in Berlin. (TU Chemnitz)</p>
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		<title>Forschung nach der &quot;Dunklen Energie&quot;</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 39-jährige Thomas Reiprich bekleidet an der Universität Bonn eine neu eingerichtete Heisenberg-Professur. Der Astrophysiker erforscht seit Jahren die rätselhafte &#8220;Dunkle Energie&#8221;. Laut Theorie ist sie das geheimnisvolle &#8220;Treibmittel&#8221; für die immer schnellere Ausdehnung des Universums. Diese Arbeiten will er...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 39-jährige Thomas Reiprich bekleidet an der Universität Bonn eine neu eingerichtete Heisenberg-Professur. Der Astrophysiker erforscht seit Jahren die rätselhafte &#8220;Dunkle Energie&#8221;. Laut Theorie ist sie das geheimnisvolle &#8220;Treibmittel&#8221; für die immer schnellere Ausdehnung des Universums. Diese Arbeiten will er in den nächsten fünf Jahren weiter intensivieren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Professur mit voraussichtlich etwa 900.000 Euro.<span id="more-2399"></span></p>
<p>Unser Universum dehnt sich aus &#8211; und das mit steigender Geschwindigkeit. Seit gut einem Jahrzehnt rätseln die Astrophysiker, warum das so ist. Denn eigentlich sollte sich diese Expansion wegen der gewaltigen Anziehungskraft der Milliarden von Galaxien mit der Zeit verlangsamen. Als Grund vermuten Astrophysiker daher eine geheimnisvolle &#8220;dunkle Energie&#8221;. Sie soll die Galaxien auseinander treiben.</p>
<p>Mit der dunklen Energie ist es wie mit der dunklen Materie: Die Physiker brauchen sie. Sie wissen aber bis heute nicht, woraus sie besteht oder  wie viel es davon genau gibt. Professor Dr. Thomas Reiprich möchte vor allem den zweiten Teil dieser Frage beantworten: &#8220;Wir wollen die Menge dunkler Energie im Universum bestimmen &#8211; und die der dunklen Materie gleich dazu!&#8221;</p>
<p>Dazu untersuchen Reiprich und seine Mitarbeiter Ansammlungen von hundert bis einigen tausend Einzelgalaxien. Die ersten derartigen Galaxienhaufen entstanden einige Milliarden Jahre nach dem Urknall. Seitdem kommen laufend neue hinzu. Die bestehenden Haufen können zudem zusammenstoßen, miteinander verschmelzen und dadurch anwachsen.</p>
<p><strong>Extraportion Hefe im Brötchenteig</strong><br />
Nun wirkt die dunkle Energie auf unser Weltall wie eine Extraportion Hefe auf den Brötchenteig: Sie beschleunigt die Expansion des Universums. Damit kommen sich Galaxien immer seltener nahe genug, dass sie sich zu einem Haufen zusammenballen könnten. Die dunkle Energie behindert also zunehmend die Bildung neuer Galaxie-Konglomerate. &#8220;Wir schauen nun gewissermaßen fünf Milliarden Jahre in die Vergangenheit und zählen dort die Galaxienhaufen&#8221;, sagt Reiprich. &#8220;Dann vergleichen wir ihre Zahl mit heutigen Werten. So können wir auf ihre Entstehungsgeschwindigkeit schließen &#8211; und damit auch auf die Menge dunkler Energie.&#8221;</p>
<p>Dazu setzt der gebürtige Rheinland-Pfälzer unter anderem auf die Satellitenmission eROSITA (extended ROentgen Survey with an Imaging Telescope Array). Ab Ende 2012 wollen Astrophysiker damit Objekte in vielen Milliarden Lichtjahren Entfernung  beobachten. Es ist ein Blick in die Vergangenheit: Wenn die Röntgenstrahlung auf den Detektor von eROSITA auftrifft, hat sie bereits eine Reise von mehreren Milliarden Jahren hinter sich.</p>
<p>eROSITA soll 100.000 Galaxienhaufen untersuchen. Der immense Datenfundus soll auch Rückschlüsse auf die Menge dunkler Materie zulassen. Denn die bremst die Ausdehnung des Alls und erleichtert gleichzeitig das Wachstum von Galaxienhaufen, weil sie zusätzliche Masse (und damit Gravitationsanziehung) ins Spiel bringt.</p>
<p>Der Bonner Forscher will auch die astrophysikalischen Prozesse besser verstehen, die zur Bildung von Galaxienhaufen führen. Dazu untersucht er unter anderem die supermassereichen Schwarzen Löcher, die sich nach Beobachtungen im Zentrum der meisten derartigen Konglomerate befinden.</p>
<p>Die Heisenberg-Professur &#8211; die erste deutschlandweit im Bereich Astrophysik &#8211; bietet ihm die Chance, die Arbeiten auf diesen Gebieten weiter voran zu treiben. Nach fünf Jahren läuft die DFG-Förderung aus.  Danach soll die Stelle in eine unbefristete Professur umgewandelt werden, die gänzlich aus Universitätsmitteln finanziert wird.<br />
<strong><br />
Crash von vielen Billiarden Sonnenmassen</strong><br />
Das Weltall interessiert Reiprich schon seit seiner Kindheit. Noch heute begeistern ihn die Dramen, die sich tagtäglich in unglaublicher Entfernung von der Erde abspielen. &#8220;Wenn zwei Galaxienhaufen miteinander verschmelzen, prallen Massen mit einem Gesamtgewicht von Billiarden Sonnenmassen und einer Geschwindigkeit von mehr als tausend Kilometern in der Sekunde aufeinander. Das sind die energiereichsten Prozesse, die das Universum nach dem Urknall gesehen hat.&#8221; (Uni Bonn)</p>
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		<title>Neue Biogasanlage auf dem Campus der Uni Hohenheim</title>
		<link>http://uninews-online.de/2010/03/16/neue-biogasanlage-auf-dem-campus-der-uni-hohenheim/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 11:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Hohenheim]]></category>
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		<description><![CDATA[Höherer Methangehalt, kürzere Verfahrenszeiten, flexiblere Produkte: Forscher der Universität Hohenheim wollen in den kommenden drei Jahren eine dreistufige Versuchsanlage aufbauen, die all das kann. Langfristig tragen sie damit dazu bei, dass Biogas mit einem deutlich geringeren Energieaufwand als heute zu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Höherer Methangehalt, kürzere Verfahrenszeiten, flexiblere Produkte: Forscher der Universität Hohenheim wollen in den kommenden drei Jahren eine dreistufige Versuchsanlage aufbauen, die all das kann. Langfristig tragen sie damit dazu bei, dass Biogas mit einem deutlich geringeren Energieaufwand als heute zu Erdgasqualität aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist werden kann.<span id="more-1792"></span> Damit kann die Erzeugung des Biogases von dem Ort der Nutzung entkoppelt werden. Auch bezüglich der eingesetzten Substrate und der nutzbaren Produkte soll die Anlage wesentlich flexibler als heutige Biogasanlagen sein. Das Verbundprojekt mit acht Partnern wird im Rahmen des Förderprogramms „Bioenergie 2021“ vom BMBF über den Projektträger Jülich (PtJ) mit insgesamt 1,96 Mio Euro gefördert. 275.500 Euro davon fließen direkt nach Hohenheim und machen das Forschungsprojekt zu einem der Hohenheimer Schwergewichte der Forschung.</p>
<p>Die neue Mini-Biogasanlage soll auf dem Campus der Universität am Institut für Agrartechnik stehen. In vier je 100l-Fermentern wird pro Tag 1 kg Trockenmasse des Modellsubstrats aus Gras und Mais bzw. Stroh und Heu gären. In einem getrennten Methan-Reaktor von 50l Nutzvolumen werden 410 l Biogas mit einem Methananteil von bis zu 85 % gewonnen. Das ist zwar eine zu geringe Menge an Methan um sie direkt zu nutzen, doch mit Hilfe der kleinen Versuchsanlage haben die Hohenheimer Agrarwissenschaftler Großes vor.</p>
<p>Ziel des Verbundvorhabens ist es, einen neuen Anlagentyp zu entwickeln, der mehrere Vorteile vereinen soll: Erstens, sollen flexible Einsatzstoffe eingesetzt werden können; zweitens soll ein höherer Methangehalt im Endprodukt erzielt werden und drittens soll der gesamte Prozess noch schneller ablaufen.</p>
<p>Bisher wurde Biogas in Hohenheim in Biogasanlagen aus einem Behälter produziert: In diesem Behälter läuft sowohl die Säurebildung als auch deren Abbau zu Methan ab. Damit sind die Milieubedingungen für alle am Prozess beteiligten Mikroorganismen suboptimal. Erste Versuche zu einer zweiphasigen Vergärung zeigten, dass durch die Trennung der eigentlichen Gärung von der Methanogenese der Prozess beschleunigt werden kann. Allerdings wies diese zweiphasige Anlage erhebliche steuerungstechnische Nachteile auf.</p>
<p>Aus drei, statt aus ein bis zwei, Behältern wird der neue Anlagentyp zusammengesetzt sein. Und das hat eine Funktion: Die Forscher wollen die Gärung und die Methonogenese verfahrenstechnisch trennen. „Im ersten Gärkessel findet die Hydrolyse statt. Bei diesem Vorgang wird das Substrat durch Enzyme in so genannte Monomere und Säuren abgebaut. Bei lignifizierten Substraten bleiben dabei Gerüstsubstanzen, das sind die unlöslichen Reste, übrig. Leicht abbaubare Stoffe werden dagegen vollständig in lösliche Substanzen überführt“, erklärt Dr. Andreas Lemmer von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie.</p>
<p>Im zweiten Behälter findet das so genannte Bio-Leaching statt. Dabei werden die löslichen Stoffe, das heißt,die Säuren und löslichen Zucker aus den nicht abgebauten Gerüstsubstanzen „ausgewaschen“ Ausschießlich diese gelösten Zwischenprodukte werden in den dritten Behälter überführt. Dieser gleicht einem Filter, in dem die organischen Säuren zu Methan abgebaut werden. Der Methangehalt des Biogas aus dem neuen Anlagentyp kann dabei bis zu 40 % höher sein als in bisherigen einphasigen Anlagen.</p>
<p>Diese Auftrennung ermöglicht größere Flexibilität in der Praxis der neuen Biogasanlage. „Die mögliche Bandbreite der Einsatzstoffe zu erhöhen und damit das deutschlandweite Methanertragspotenzial zu steigern ohne die Flächenkonkurrenz zu erhöhen ist wohl das naheliegendste Ziel“, schätzt Andreas Lemmer. Daneben kann die Anlage zur Gewinnung von Brennstoff aus den Gerüstsubstanzen verwendet werden. Organische Säuren herzustellen könnte ein weiteres mögliches Ziel der neuen Anlage sein. Fazit des Agrartechnikers: „Wir erreichen mit dem neuen Anlagentyp ein flexibel zu steuerndes Modul, das anpassungsfähig in den Einsatzstoffen, sowohl als auch in den Endprodukten ist“.</p>
<p>Ein weiterer Vorteil der neuen Anlage sind kürzere Verfahrenszeiten. Während beispielsweise der Abbau von Gras im einphasigen Anlagentyp mindestens 70 bis 100 Tage dauerte, wird er in Zukunft nur 18 bis 25 Tage benötigen. Ermöglicht wird der schnellere Abbau, so Andreas Lemmer, durch eine verbesserte Anpassung des ph-Werts in den getrennten Behältern: „Während der optimale ph-Wert für die Gärung bei 5,5 liegt, braucht die Methanbildung ein Milieu von 7 bis 8. Auch die Temperatur kann individuell für die einzelnen Gruppen der Mikroorganismen angepasst werden“. Der neue dritte Behälter, das Bioleaching, dient dazu, die beiden biologischen Vorgänge strikt voneinander zu trennen, damit im Methanreaktor ein möglichst reines Methan entsteht.</p>
<p>Rund 26 Millionen Euro an Drittmitteln akquirierten Forscher der Universität Hohenheim allein im vergangenen Jahr – gut 20 % mehr als im Vorjahr. In loser Folge präsentiert ihnen die Reihe „Schwergewichte der Forschung“ herausragende Forschungsprojekte mit einem Drittmittelvolumen von mindestens einer Viertelmillion Euro, bzw. 125.000 Euro in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. (Uni Hohenheim)</p>
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		<title>Photovoltaik-Abteilung der Uni Konstanz erhält Millionenunterstützung</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 16:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fast hat man den Eindruck, als stünde Prof. Giso Hahn, Leiter der Photovoltaik-Abteilung, gerade auf der Sonnenseite des Wissenschaftlerlebens. 2008 hat er vom Bundesumweltministerium 3,7 Millionen Euro für seine Forschungsarbeit bekommen, jetzt 1,25 Millionen Euro von einem Unternehmen. &#8220;Natürlich freut...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast hat man den Eindruck, als stünde Prof. Giso Hahn, Leiter der Photovoltaik-Abteilung, gerade auf der Sonnenseite des Wissenschaftlerlebens. 2008 hat er vom Bundesumweltministerium 3,7 Millionen Euro für seine Forschungsarbeit bekommen, jetzt 1,25 Millionen Euro von einem Unternehmen. &#8220;Natürlich freut uns diese Unterstützung sehr, da sie ja auch eine Anerkennung der bislang geleisteten Arbeit ist&#8221;, sagt der Wissenschaftler.<span id="more-1681"></span></p>
<p>Die Riesensummen relativieren sich angesichts der Tatsache, dass bei inzwischen mehr als 40 Mitarbeitern nur zweieinhalb Stellen aus dem Unihaushalt finanziert werden, also fast alle Mitarbeiter aus diesen eingeworbenen Drittmitteln bezahlt werden. Allein für Personalausgaben müssten jährlich 1 bis 1,5 Millionen Euro eingeworben werden, sagt der Wissenschafter. &#8220;Das geht eigentlich nur, wenn wir uns aktuellen Forschungsthemen widmen, die auch für die Industrie von Bedeutung sind.<br />
Dafür muss dann aber in den verschiedenen Stadien der Projekte von der Vorläuferforschung über die Beantragungsphase und die eigentliche Forschungsphase innerhalb des Projekts auch hart gearbeitet werden&#8221;, so Giso Hahn weiter.</p>
<p>Sind Gelder und Spenden aus der Wirtschaft für ihn als Wissenschaftler mit einem &#8220;Gschmäckle&#8221; verbunden? &#8220;Im Rahmen von konkreten Forschungsprojekten ein klares Nein&#8221;, lautet die Antwort von Giso Hahn, &#8220;da hier vertraglich genau definiert ist, wofür das Geld innerhalb des Projekts eingesetzt werden kann. Außerdem bestehen klare Verträge, die von der Rechtsabteilung ausgehandelt werden. Ohne diese Drittmittelprojekte wäre ein großer Teil der universitären Forschung und Ausbildung nicht möglich.&#8221; Bei frei zur Verfügung gestellten Mitteln ohne konkreten Projekthintergrund müsse natürlich sichergestellt werden, &#8220;dass hier keine unerlaubte Einflussnahme stattfindet.&#8221; Giso Hahn: &#8220;Wir wären aber schlecht beraten, wenn wir dies zuließen, da wir auch mit weiteren Partnern aus der Industrie zusammenarbeiten, die teilweise Konkurrenten sind. Somit wollen und müssen wir unabhängig bleiben, wenn wir auch weiterhin längerfristig erfolgreich forschen wollen.&#8221;</p>
<p>Was genau soll mit den 1,25 Millionen Euro passieren? Ist der Wissenschaftler frei in der Verwendung des Geldes? Gibt es einen Vertragspassus, wonach Forschungserkenntnisse nur an das Unternehmen weitergegeben werden dürfen, das die 1,25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat?</p>
<p>Antworten auf diese Fragen und das ganze Interview:<br />
www.uni-konstanz.de/imgespraech. (Uni Konstanz)</p>
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		<title>Energieladesystem für Elektrofahrzeuge</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 12:26:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[elektroautos]]></category>
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		<category><![CDATA[energieversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Technische Universität Ilmenau entwickelt ein Energieladesystem für Elektrofahrzeuge, das auf der Basis der aktuellen und der vorhergesagten Einspeisung von Windkraft arbeitet: Das Kontrollsystem „Wind2Vehicle“ steuert den Ladevorgang so, dass dieser bei entsprechendem Windangebot erfolgt. Die Forschung der Wissenschaftler des...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Technische Universität Ilmenau entwickelt ein Energieladesystem für Elektrofahrzeuge, das auf der Basis der aktuellen und der vorhergesagten Einspeisung von Windkraft arbeitet: Das Kontrollsystem „Wind2Vehicle“ steuert den Ladevorgang so, dass dieser bei entsprechendem Windangebot erfolgt.<span id="more-1301"></span> Die Forschung der Wissenschaftler des Fachgebietes Elektrische Energieversorgung unter der Leitung von Prof. Dirk Westermann wird es erstmals überhaupt ermöglichen, Elektrofahrzeuge an einem beliebigen Ort mit Strom in Abhängigkeit der globalen Einspeisung erneuerbarer Energien aufzuladen. Die umweltfreundliche Entwicklung wird dazu beitragen, den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen deutlich zu reduzieren.</p>
<p>„Wind2Vehicle“ ist ein Teilprojekt des großangelegten Feldversuchs zur Elektromobilität „MINI E Berlin powered by Vattenfall“. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Forschungsvorhaben befasst sich mit der Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen.</p>
<p>Die erste Phase des Feldversuchs startete im Juli 2009 und wurde im Januar dieses Jahres erfolgreich beendet. Die Ilmenauer Forscher erarbeiteten wichtige Daten zum Gebrauchsverhalten der Fahrzeuge und zur Ladeinfrastruktur. Im Februar beginnt nun die zweite Phase, in die die gewonnenen Erkenntnisse einfließen werden. Am Ende des Projektes im Juli 2010 wollen die Forscher einen praktischen Nachweis für Individualmobilität mit erneuerbaren Energien erbracht haben. Damit wird es erstmals möglich sein, erneuerbare Energien gezielt für die Individualmobilität einzusetzen. Mittelfristig würde das erhebliche Einsparungen im Verkehrswesen und auch in der Stromversorgung im Allgemeinen ermöglichen.(TU Illmenau)</p>
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		<title>Energieproblematik aus interdisziplinärer Sicht</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 10:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni Jena]]></category>
		<category><![CDATA[brennstoffe]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Energiepolitik ist wohl die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die fossilen Brennstoffe gehen zur Neige, die Atomenergie ist nach wie vor äußerst risikoreich und der Umgang mit radioaktivem Müll nicht geklärt. Die Anforderungen sind also klar definiert: Einerseits muss in Zukunft viel nachhaltiger Energie gewonnen werden, um der Klimakatastrophe entgegenzuwirken und in absehbarer Zeit nicht wieder vor den gleichen Problemen der Ressourcenknappheit zu stehen. Andererseits sollten neue Methoden politischen Konflikten vorbeugen, indem sie keine Abhängigkeiten verursachen.<span id="more-1240"></span> Vor allem die Wissenschaft steht nun in der Pflicht, mit ihren Möglichkeiten aus Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Auch die Friedrich-Schiller-Universität Jena stellt sich dieser Aufgabe.</p>
<p>Ein neuer Band aus der Schriftenreihe des Collegium Europaeum Jenense (CEJ) an der Universität Jena widmet sich dem brisanten Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. „Energie für Europa. Die Energieproblematik aus interdisziplinärer Sicht“ ist das neue Bändchen überschrieben, das eine Vortragsreihe aus dem Jahre 2007 zusammenfasst.</p>
<p>Herausgeber Martin Hermann – Professor für Angewandte Mathematik in Jena und CEJ-Vorstandsmitglied – macht im Vorwort eindringlich klar, warum die Innovationen für alternative Energiegewinnung von Europa ausgehen sollten: „Im Jahr 2005 lag die Energieabhängigkeitsquote … der Europäischen Union bei 56 %. Die Europäische Union führte also mehr als die Hälfte der zur Deckung ihres Energiebedarfs notwendigen Ressourcen ein. … Für das Jahr 2030 prognostiziert die Europäische Kommission, dass 84 % des Erdgasverbrauchs und 93 % des Erdölverbrauchs durch Importe zu decken sind.“ Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss also auch die Wirtschaft an Energieforschung interessiert sein.</p>
<p>Der bekannte britische Physiker Alexander M. Bradshaw stellt mit der Fusionsenergie eine solche Alternative auf den ersten Seiten des Bandes vor. „Ein Fusionskraftwerk soll aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen. Unter irdischen Bedingungen gelingt dies am einfachsten mit den beiden Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium“, erklärt Bradshaw. „Ein Gramm Brennstoff könnte in einem Kraftwerk 90.000 Kilowattstunden Energie freisetzen, die Verbrennungswärme von elf Tonnen Kohle.“ Was wie Zukunftsmusik klingt, nimmt derzeit deutliche Formen an. In Südfrankreich entsteht der Versuchs-Fusionsreaktor ITER (lat. der Weg), der 2014 in Betrieb genommen werden und dann erhebliche Erkenntnisse für die Praxis dieser Methode liefern soll. Bereits 2040 könnten die ersten Fusionskraftwerke entstehen. Die Grundstoffe für diese Art der Energiegewinnung sind auf der Erde ausreichend vorhanden und die Radiotoxizität nimmt schnell ab.</p>
<p>Wer mehr über die physikalischen Prinzipien dieser Prozesse wissen will, findet Antworten im Aufsatz von Professor Eckhart Förster vom Institut für Optik und Quantenelektronik der Universität Jena. Er erklärt anschaulich, dass die Fusion von Wasserstoffatomkernen nichts anderes ist, als die Nutzung von Sonnenenergie und beschreibt, wie man sie herbeiführen kann und was dabei passiert.</p>
<p>Drei Vertreter des Volkswagen-Konzerns öffnen in ihrem Aufsatz ein Fenster zu ganz praktischen Lebenswelten. Fahrzeuge benötigen Energien, die heutzutage fast ausschließlich aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden. Das muss sich ändern. Welche Möglichkeiten das Unternehmen dafür entwickelt hat, kann der Leser im neuen CEJ-Band erfahren.</p>
<p>Weitaus grundlegendere Gedanken äußert hingegen Professor Dietrich Pelte aus Heidelberg. Das Ziel seines Beitrags „ist eine objektive Darstellung der Probleme, welche bei der Energieversorgung der Welt auftreten, und wie Naturgesetze diese Probleme verursachen. Diese Gesetze geben die physikalischen Rahmenbedingungen vor, innerhalb deren wir unseren Umgang mit der Energie anpassen müssen.“ Damit liefert er eine wichtige Ergänzung zu den anderen, eher praktisch orientierten Aufsätzen.</p>
<p>Das neue Buch zeigt – vor allem auch durch die reiche Illustration – kompakt und anschaulich Wege auf, die uns energiereich in die Zukunft gehen lassen.</p>
<p>Martin Hermann (Hg.): Energie für Europa. Die Energieproblematik aus interdisziplinärer Sicht, IKS Garamond Verlag, Jena 2009, 80 Seiten, Preis: 9,90 Euro, ISBN 978-3-938203-99-6. (Uni Jena)</p>
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		<title>Energieeffiziente Fabrik in der Automobilproduktion</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[TU Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[automobil]]></category>
		<category><![CDATA[effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[energie]]></category>

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		<description><![CDATA[Sparsam und emissionsarm &#8211; so soll das Auto der Zukunft sein. Doch um so weniger Kraftstoff künftige Fahrzeuggenerationen beim Fahren konsumieren, um so mehr rückt ins Blickfeld, dass bereits bei der Fahrzeugherstellung erhebliche Mengen Energie verbraucht und dabei Emissionen freigesetzt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sparsam und emissionsarm &#8211; so soll das Auto der Zukunft sein. Doch um so weniger Kraftstoff künftige Fahrzeuggenerationen beim Fahren konsumieren, um so mehr rückt ins Blickfeld, dass bereits bei der Fahrzeugherstellung erhebliche Mengen Energie verbraucht und dabei Emissionen freigesetzt werden. Bereits heute gehen 15 bis 20 Prozent der Treibhausgasemissionen, die ein Auto über den gesamten Produktlebensweg verursacht, auf das Konto der Herstellung.<span id="more-1232"></span></p>
<p>&#8220;Energieeffiziente Fabriken sind daher eine zunehmend wichtige Forderung innerhalb der Automobilbranche. Gegenüber dem Stand der Technik könnten durchaus 20 bis 30 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden&#8221;, betont Prof. Dr. Egon Müller, Inhaber der  Professur für Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der TU Chemnitz. Bereits zum dritten Mal bereitet sein Institut mit der management information center GmbH eine Fachtagung vor, die einen Überblick über aktuelle Energieeinsparpotenziale, innovative Technologien und Beispiele für vorbildliche Energiemanagement in der Automobilproduktion bietet. Die Veranstaltung findet am 23. und 24. Februar 2010 in München statt. (TU Chemnitz)</p>
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		<title>Kooperationsvertrag zu energiesparenden Kunststoffmaschinen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 13:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni Duisburg-Essen]]></category>
		<category><![CDATA[einsparungen]]></category>
		<category><![CDATA[energie]]></category>
		<category><![CDATA[kunststoff]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Jahresumsatz von rund 50 Mrd. Euro ist die kunststoffverarbeitende Industrie einer der bedeutenden Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Energieaufwendungen betragen nicht selten bis zu fünf Prozent der Herstellungskosten. Hier sind beachtliche Einsparpotentiale möglich. Die Erhöhung der Energieeffizienz von Kunststoffverarbeitungsmaschinen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Jahresumsatz von rund 50 Mrd. Euro ist die kunststoffverarbeitende Industrie einer der bedeutenden Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Energieaufwendungen betragen nicht selten bis zu fünf Prozent der Herstellungskosten. Hier sind beachtliche Einsparpotentiale möglich. Die Erhöhung der Energieeffizienz von Kunststoffverarbeitungsmaschinen steht deshalb im Mittelpunkt einer Kooperationsvereinbarung, die am Freitag, 15. Januar 2010 in der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) unterzeichnet wird.<span id="more-1155"></span></p>
<p>Vertragspartner ist das international tätige Maschinenbauunternehmen KraussMaffei Technologies GmbH (KMT) mit Sitz in München, das unter anderem Extruder, Spritzgussmaschinen, Polyurethan- und Reaktionsmaschinen für die Kunststoffindustrie entwickelt, herstellt und vertreibt. An der UDE wird die strategische Zusammenarbeit vom Lehrstuhl für Konstruktionslehre und Kunststoffmaschinen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Johannes Wortberg getragen. Hier befasst man sich schwerpunktmäßig mit der Kunststoff-Maschinentechnik und der Prozesstechnologie einschließlich des Qualitätsmanagements in der Kunststoffverarbeitung.</p>
<p><strong>Alternative Antriebstechniken</strong><br />
Neben dem verstärkten regelmäßigen Informationsaustausch und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wollen die Vertragspartner künftig auch alternative Antriebstechniken für Kunststoff verarbeitende Maschinen entwickeln und optimieren. Auf die Faktoren Energieverbrauch, Energierückgewinnung, Präzision und Effizienz soll dabei besonders geachtet werden. Die Firma KMT wird sich schwerpunktmäßig auf die Entwicklung und Optimierung der Anlagenteile, insbesondere auf die maschinentechnische Umsetzung, sowie der anwendungsnahen Prozesstechnik konzentrieren. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die UDE.</p>
<p>Mit der Vertragsunterzeichnung wird die UDE in das sog. PRIMUS Netzwerk für Innovation aufgenommen, dem u.a. bereits die Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz angehören. Die UDE wird für den Schwerpunkt &#8220;Energieeffizienz&#8221; zuständig sein. (Uni Duisburg-Essen)</p>
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