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	<title>Uninews-Onlinekrebs &#187; Uninews-Online</title>
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		<title>Projekt zur frühzeitigen Erkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 11:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[bauchspeicheldrüsenkrebs]]></category>
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		<description><![CDATA[Pankreaskrebs ist trotz großer Forschungsanstrengungen immer noch eine der tödlichsten Krebsarten weltweit. Hoffnung auf Heilung oder längeres Überleben besteht nur, wenn der Krebs frühzeitig erkannt und adäquat behandelt wird. Die genaue Diagnose des individuellen Krebsfortschritts ist bei Pankreaskrebs jedoch äußerst...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pankreaskrebs ist trotz großer Forschungsanstrengungen immer noch eine der tödlichsten Krebsarten weltweit. Hoffnung auf Heilung oder längeres Überleben besteht nur, wenn der Krebs frühzeitig erkannt und adäquat behandelt wird.<span id="more-3278"></span> Die genaue Diagnose des individuellen Krebsfortschritts ist bei Pankreaskrebs jedoch äußerst schwierig und kann bislang oft nur am Operationstisch durchgeführt werden. Dementsprechend kompliziert ist es derzeit, die individuell am besten geeignete Behandlung festzulegen.</p>
<p>Abhilfe soll hier nun ein Kooperationsprojekt der Goethe-Universität, des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München und zweier junger Firmen aus dem Frankfurter Innovationszentrum (FIZ) Biotechnologie schaffen. Im Rahmen des PANKREA-BLOOD-Projekts, das mit 1,3 Millionen Euro vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird, sollen Biomarker für eine frühzeitige und genaue Diagnose des Krebses aus dem Blut der Patienten gewonnen werden. Ziel ist es, „den Krebsstatus ohne schmerzhafte Biopsien und andere invasive Verfahren direkt im Blut der Patienten zu bestimmen“, erläutert Projektkoordinator Dr. Peter Winter von der GenXPro GmbH. Mit Hilfe modernster DNA- und RNA-Sequenziermethoden will sein Team die Krebs-Signaturen aus dem Blut auslesen. Dabei wird es von Prof. Günter Kahl von der Goethe-Universität unterstützt, der krebsspezifische, epigenetische Veränderungen im Blut der Patienten bestimmen wird. Die GFE-Blut mbH setzt schließlich die so erhaltenen Informationen in diagnostische Marker um, die in der Klinik Momentaufnahmen des Krebsstatus im Hochdurchsatz liefern sollen. Dies wäre „ein großer Fortschritt“, so Winter.</p>
<p>„Der klinische Bedarf für solche nicht-invasive Marker ist sehr groß, die Hemmschwelle für ihren Einsatz in der Krebsdiagnose dürfte sehr niedrig sein“, so Prof. Jörg Kleeff vom Klinikum rechts der Isar in München, das sich ebenfalls an der Kooperation beteiligt. „Die Marker können bereits eingesetzt werden, wenn lediglich ein geringer Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs besteht“, ergänzt sein Kollege Dr. Christoph Michalski, „die Krankheit kann so früher erkannt und schneller behandelt werden, so dass sich die Überlebenschance für die Patienten erhöht.“ Und Prof. Jörg Trojan, Sprecher des Schwerpunkts Gastrointestinale Onkologie am Klinikum der Goethe-Universität, freut sich:  „Endlich werden wir auch ohne Operation entscheiden können, wie der Patient am besten behandelt werden kann.“ (Uni Frankfurt)</p>
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		<title>Bauchspeicheldrüsenkrebs: Neuer Forscherverbund an der Uni Bonn</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 16:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Bonn]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs fördert die Europäische Union jetzt einen neuen Forscherverbund unter Federführung der Universität Bonn. Krebsforscher aus 12 Institutionen in fünf europäischen Ländern sind an dem Vorhaben beteiligt, das neue Strategien und Waffen gegen das heimtückische Pankreaskarzinom...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs fördert die Europäische Union jetzt einen neuen Forscherverbund unter Federführung der Universität Bonn. Krebsforscher aus 12 Institutionen in fünf europäischen Ländern sind an dem Vorhaben beteiligt, das neue Strategien und Waffen gegen das heimtückische Pankreaskarzinom Erkrankung hervorbringen soll.<span id="more-3015"></span> Insgesamt stellt die EU für die Durchführung eine Summe von 3 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung.</p>
<p>Ungeachtet der Fortschritte, die in den letzten Jahren bei der Behandlung bösartiger Erkrankungen gemacht wurden, haben Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs geringere Überlebenschancen als bei den meisten anderen Krebsarten, da dieser bösartige Tumor eine hohe Resistenz gegenüber Zytostatika und anderen Therapieformen aufweist. </p>
<p>Im Rahmen des Forschungsvorhabens wollen die Wissenschaftler neue Therapien entwickeln und Substanzen auf ihre Wirksamkeit hin untersuchen. Dazu werden sie präklinische Systeme in vitro (d.h. &#8220;im Reagenzglas&#8221;) und in vivo (d.h. &#8220;im Tiermodell&#8221;) nutzen. Nach fünf Jahren sollen dann die Grundlagen für neue Therapeutika gelegt sein.</p>
<p>Die Koordination des Forscherverbunds haben Prof. Dr. Peter Brossart und Dr. Georg Feldmann von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III für Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Bonn übernommen. </p>
<p>Die Entwicklung neuer gegen das Pankreaskarzinom gerichteter Therapieansätze sowie die Behandlung von Patienten mit dieser Erkrankung stellen einen Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Klinik III dar, die auf diesem Gebiet eng mit anderen Abteilungen an den Uniklinika Bonn und Köln innerhalb des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn zusammenarbeitet. Das CIO ist ein durch die Deutsche Krebshilfe unterstützter Zusammenschluss der Universitätskliniken Köln und Bonn auf dem Gebiet der Krebsforschung. (Uni Bonn)</p>
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		<title>GT-Toxicology-Preis für Prof. Dr. Alexander Bürkle</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 19:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[alterungsprozesse]]></category>
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		<description><![CDATA[Für seine Forschungsarbeit an den Mechanismen der DNA-Reparatur wurde der Konstanzer Biomediziner Prof. Dr. Alexander Bürkle von der Gesellschaft für Toxikologie und der Zeitschrift &#8220;Toxikologie&#8221; mit dem GT-Toxicology-Preis ausgezeichnet. Alexander Bürkle, Professor für Molekulare Toxikologie im Fachbereich Biologie der Universität...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für seine Forschungsarbeit an den Mechanismen der DNA-Reparatur wurde der Konstanzer Biomediziner Prof. Dr. Alexander Bürkle von der Gesellschaft für Toxikologie und der Zeitschrift &#8220;Toxikologie&#8221; mit dem GT-Toxicology-Preis ausgezeichnet.<span id="more-2954"></span> Alexander Bürkle, Professor für Molekulare Toxikologie im Fachbereich Biologie der Universität Konstanz, erforscht die Zusammenhänge zwischen den Funktionen der Erbgut-Reparatur und dem Alterungsprozess sowie der Krebsentstehung. &#8220;Ich freue mich sehr über die Ehre und die Anerkennung für unsere Forschungsgruppe&#8221;, bedankt sich Alexander Bürkle. Jüngst im Januar 2011 wurde er, gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Dr. María Moreno-Villanueva, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Ursula M. Händel-Tierschutzpreis für die Entwicklung von Verfahren ausgezeichnet, die eine erhebliche Anzahl von Tierver-suchen überflüssig machen.</p>
<p>Alexander Bürkles Forschung konzentriert sich auf das Enzym &#8220;Poly [ADP-Ribose] Polymerase&#8221; (PARP) und dessen biochemische Funktion. &#8220;PARP ist ein Werkzeug im Zellkern, das für verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann. Der erste Zweck &#8211; und in meinen Augen der wichtigste Zweck &#8211; betrifft die Reparatur der DNA&#8221;, erklärt Bürkle. Eine schwach ausgeprägte PARP-Funktion in einem Organismus führt zu einer unvollständigen oder verlangsamten Reparatur der ständig auftretenden Erbgutschäden. Eine Akkumulierung von Zellschäden ist die Folge, was zu einem Absterben der Zelle oder zu Zellmutationen und in der Folge zu Krebs-Erkrankungen führen kann.</p>
<p>Anhand vergleichender Studien zwischen verschiedenen Säugetierarten konnten Alexander Bürkle und seine Gruppe bereits in der Vergangenheit direkte Zusammenhänge zwischen der PARP-Funktion und dem Alterungsprozess sowie der Lebenserwartung eines Organismus nachweisen.</p>
<p>&#8220;Inwieweit kann die DNA-Reparaturfunktion den Alterungsprozess unter Kontrolle halten? Inwieweit kann eine nicht-perfekte DNA-Reparatur dazu führen, dass der Alterungsprozess schneller oder pathologisch abläuft?&#8221;, skizziert Bürkle die aktuellen Fragestellungen seiner Arbeitsgruppe. &#8220;Unsere Arbeitshypothese ist: Eine gute PARP-Funktion wirkt sich positiv auf die Aufrechterhaltung der Erbsubstanz aus: Die DNA bleibt stabil.</p>
<p>Dies sollte dazu führen, dass der Alterungsprozess und die Krebsentstehung gebremst werden.&#8221; Gegenwärtig arbeitet Alexander Bürkle an Methoden, wie die Funktionsweise einer PARP gesteigert werden kann oder wie eine leistungs-starke PARP auf einen weniger gut gerüsteten Organismus übertragen werden kann. Bürkle und seine Arbeitsgruppe konnten in Studien nachweisen, dass das Vitamin Nikotinsäure &#8211; nicht zu verwechseln mit dem Nikotin in Zigarettenrauch &#8211; eine Potenzierung der PARP-Funktion bewirkt und humane Zellen gegen DNA-schädigende Einwirkungen schützt.</p>
<p>Der mit 1.000 Euro dotierte GT-Toxicology-Preis wird von der Gesellschaft für Toxikologie und der Zeitschrift &#8220;Toxikologie&#8221; für besondere wissenschaftliche Leistungen anhand erschienener Publikationen vergeben. Der Preis wurde Alexander Bürkle am 31. März 2011 im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT) in Frankfurt am Main überreicht. (Uni Konstanz)</p>
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		<title>Neuer Test zur Erkennung von Krebs der Gallengänge</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 16:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni Hannover (MH)]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein neuer Test kann mit hoher Genauigkeit Krebs der Gallenwege von chronischen Entzündungen unterscheiden. Das Verfahren ist wesentlich zuverlässiger als alle derzeit verfügbaren diagnostischen Verfahren und das erste, das sich zur Früherkennung eignen kann. Das ergab eine klinische Studie der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neuer Test kann mit hoher Genauigkeit Krebs der Gallenwege von chronischen Entzündungen unterscheiden. Das Verfahren ist wesentlich zuverlässiger als alle derzeit verfügbaren diagnostischen Verfahren und das erste, das sich zur Früherkennung eignen kann. Das ergab eine klinische Studie der Forscher Dr. Tim Lankisch und Privatdozent Dr. Jochen Wedemeyer, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die sie zusammen mit Professor Dr. Harald Mischak und Dr. Jochen Metzger von der Firma mosaiques diagnostics durchführten.<span id="more-2851"></span> Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Hepatology&#8221;.</p>
<p>Die MHH-Forscher untersuchten 107 Gallensäfte von Patienten mit Gallengangsverschluss. Der Gallensaft wurde im Rahmen einer Endoskopieuntersuchung der Gallengänge entnommen, der so genannten endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP). Anschließend wurde das Eiweißmuster der Flüssigkeit mit der von Professor Mischak entwickelten Proteomanalyse charakterisiert. So konnten sie bei den meisten Patienten einen bösartigen Tumor der Gallengänge, ein so genanntes cholangiozelluläres Karzinom (CCC), von einer Gallengangsentzündung unterscheiden &#8211; insbesondere bei Patienten mit einer primär sklerosierenden Cholangitis (PSC), die ein Risikofaktor für ein Gallengangskarzinom ist. Das CCC ist der zweithäufigste Lebertumor. Nach der Diagnose leben die Patienten durchschnittlich nur noch bis zu zwölf Monate. Die Anzahl der Neuerkrankungen ist mit etwa acht pro 100.000 Einwohner pro Jahr zwar gering, jedoch wird eine steigende Anzahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten beobachtet.</p>
<p>&#8220;Bisher wird versucht, Krebs der Gallenwege mit Hilfe von Blutuntersuchungen, Computertomografien, Sonografien und ERCP frühzeitig zu erkennen. Doch diese Methoden erkennen die Krankheit oft zu spät, weil zwischen chronischen Entzündungen und Karzinom nicht genau genug unterschieden werden kann. Für eine wirksame Therapie ist es dann oft zu spät&#8221;, sagt Dr. Lankisch. &#8220;Mit dem neuen Test kann auch dann Krebs diagnostiziert werden, wenn sich die Gallenwege chronisch entzündet und somit verändert haben. Er kann ein neues diagnostisches Hilfsmittel der Zukunft werden. Das wäre ein Meilenstein auf dem Weg zu einer effizienteren Behandlungsstrategie für die verschiedenen Gallenwegserkrankungen&#8221;, sagte Professor Manns, Direktor der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie. </p>
<p>Die Proteomanalyse wurde im Rahmen des Projekts GENINCA entwickelt, an dem die mosaiques diagnostics GmbH beteiligt ist. Diese Arbeit förderten zudem das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation (IFB-Tx, MHH) und die Niedersächsische Krebsgesellschaft. In naher Zukunft wollen die Forscher eine weitere, größer angelegte Studie zur Früherkennung von Krebs bei unklaren Gallengangsverengungen durchführen. (MHH)</p>
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		<title>Dr. Patrick Oßwald erhält Wolfgang-Paul-Studienpreis</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 13:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[A2 - Top Schlagzeile]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Bielefeld]]></category>
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		<description><![CDATA[Biokraftstoffe und ihre verstärkte Nutzung stoßen derzeit auf deutliches Interesse in der Bevölkerung. Dabei werden Klimawirkung und Herstellungsverfahren sowie die Verträglichkeit in heutigen Fahrzeuegen diskutiert. Über die Schadstoffbildung beim Einsatz solcher Kraftstoffe gibt es allerdings noch wenig gesicherte Erfahrung. Für...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Biokraftstoffe und ihre verstärkte Nutzung stoßen derzeit auf deutliches Interesse in der Bevölkerung. Dabei werden Klimawirkung und Herstellungsverfahren sowie die Verträglichkeit in heutigen Fahrzeuegen diskutiert. Über die Schadstoffbildung beim Einsatz solcher Kraftstoffe gibt es allerdings noch wenig gesicherte Erfahrung. Für Beiträge zur Aufklärung solcher Prozesse wird jetzt der Nachwuchswissenschaftler Dr. Patrick Oßwald der Universität Bielefeld geehrt.<span id="more-2780"></span></p>
<p>Auf der diesjährigen 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie, die vom 27. Februar bis 2. März in Dortmund stattfindet, werden gleich zwei Preisträger mit dem nach Wolfgang Paul benannten Nachwuchspreis geehrt: der Bielefelder Flammenforscher Dr. Patrick Oßwald aus der Physikalischen Chemie und der Heidelberger Dr. Nico Zinn, der seine Arbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum durchgeführt hat. Der jährlich vergebene Preis für die innovativste Dissertation im Bereich der Massenspektrometrie erinnert an Wolfgang Paul, der 1989 für seine Arbeiten zu Ionenfallen den Nobelpreis für Physik erhielt. Die Preisverleihung erfolgt am 28. Februar im Audimax der Universität Dortmund und ist mit einem Plenarvortrag sowie einem Preisgeld verbunden.</p>
<p>In seiner so ausgezeichneten Arbeit hat Patrick Oßwald sich mit der systematischen Analyse der Verbrennung von prototypischen Biokraftstoffen befasst. Derzeit werden Vor- und Nachteile der Einführung von Kraftstoffbeimischungen aus biologischem Ursprung heftig in der Öffentlichkeit diskutiert. Biodiesel und Biokraftstoffe wie Ethanol befinden sich in verschiedenen Ländern bereits unterschiedlich lange in Gebrauch. Allerdings ist die Verbrennungschemie solcher Kraftstoffe weit weniger gut bekannt als die der &#8220;klassischen&#8221; fossilen Brennstoffe. Das liegt unter Anderem an der höheren chemischen Komplexität der Brennstoffmoleküle, die zusätzlich zu den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff oft auch noch Sauerstoff in verschiedenen funktionellen Gruppen enthalten. Die durch diese Alkohol-, Ether- und Esterfunktionen bedingte höhere Strukturvielfalt ermöglicht zusätzliche Reaktionswege, die in der Verbrennungschemie der fossilen Kohlenwasserstoffe nicht vorkommen, und dabei können andere Schadstoffe entstehen. Wenn man detailgetreu vorhersagen möchte, welcher Schadstoffausstoß für welchen Kraftstoffmix zu erwarten ist, dann müssen die Grundlagen dafür zunächst im Labor erforscht werden.</p>
<p>Patrick Oßwald hat mehrere massenspektrometrische Verfahren für diese Flammenanalyse verknüpft, um anhand der experimentellen Daten die Reaktionswege in Abhängigkeit von der Struktur des jeweiligen Kraftstoffs erkennen zu können. Zu den spannendsten von ihm benutzten Techniken zählt die Massenspektrometrie mit Photoionisation unter Einsatz modernster Strahlungsquellen aus Speicherringen, sogenannten Synchrotrons. Flammenanalysen an der Advanced Light Source in Berkeley, USA, und am National Synchrotron Radiation Laboratory in Hefei, China, gehören für ihn inzwischen fast zur Routine. Nur mit solchen speziellen Lichtquellen können aus den reaktiven Zwischenprodukten in der Flamme, die sich wegen ihrer geringen Konzentrationen meist konventionelleren Analysen entziehen, entscheidende Hinweise auf die Schadstoffentstehung abgeleitet werden. Die wichtigste Information dabei ist die über die nachgewiesenen Molekülstrukturen bei gleichzeitiger quantitativer Bestimmung aller vorhandenen chemischen Substanzen. Bio-Butanol ist ein Beispiel für einen vieldiskutierten neuen Kraftstoff. Butanol kommt in vier unterschiedlichen Formen vor, und dank der neuen Analysemethoden ist eine Bewertung des Schadstoffpotentials aller vier Varianten nun möglich. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Ergebnisse der Oßwald&#8217;schen Experimente derzeit in aller Welt als Vergleichsbasis für die Flammenmodellierung gefragt sind. (Uni Bielefeld)</p>
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		<title>Zerstörung von Tumoren durch radioaktive &quot;trojanische Pferde&quot;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 17:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[radioaktivität]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine vergleichsweise neue Methode der Krebsbekämpfung ist augenscheinlich erfolgreicher als gedacht: Einer aktuellen Studie zufolge lassen sich mit radioaktiven &#8220;trojanischen Pferden&#8221; auch relativ rasch wachsende Tumore zerstören. Das zeigen Mediziner der Universität Bonn in einer Publikation, die in Kürze im...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine vergleichsweise neue Methode der Krebsbekämpfung ist augenscheinlich erfolgreicher als gedacht: Einer aktuellen Studie zufolge lassen sich mit radioaktiven &#8220;trojanischen Pferden&#8221; auch relativ rasch wachsende Tumore zerstören. Das zeigen Mediziner der Universität Bonn in einer Publikation, die in Kürze im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging erscheint.<span id="more-2591"></span> Die Ergebnisse sind bereits online abrufbar (doi: 10.1007/s00259-010-1610-2). Die so genannte Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie eigne sich allerdings nur im Kampf gegen bestimmte Krebsarten, betonen die Ärzte.</p>
<p>Für die Studie werteten die Ärzte Resultate von insgesamt 81 Patienten mit einem so genannten neuroendokrinen Tumor aus. Seit einigen Jahren gibt es gegen diesen Typ von Karzinomen eine gut verträgliche Behandlungsoption, die Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT). &#8220;Wir erzielen damit verblüffende Erfolge&#8221;, erklärt der Bonner Nuklearmediziner Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack; &#8220;teilweise sogar in Fällen, die völlig aussichtslos erschienen.&#8221;</p>
<p>Bislang behandelte man allerdings nur solche Patienten mit einer PRRT, die unter sehr langsam wachsenden neuroendokrinen Tumoren litten. Bei etwas aggressiveren Verläufen wurde dagegen häufig die Chemotherapie bevorzugt. Augenscheinlich zu unrecht, wie die aktuelle Studie nun zeigt: &#8220;Wir haben die PRRT auch bei Betroffenen eingesetzt, deren Tumore eine höhere Teilungsaktivität zeigten&#8221;, sagt der Bonner Oberarzt Dr. Samer Ezziddin. &#8220;Die Erfolgsquote war mit der bei weniger aggressiven Tumortypen vergleichbar. Sie lag zudem deutlich höher als bei einer klassischen Chemotherapie.&#8221;</p>
<p>Die PRRT funktioniert allerdings nur bei so genannten neuroendokrinen Tumoren. Diese bilden auf ihrer Oberfläche massenhaft bestimmte Rezeptoren. Damit schnappen sie sich spezifische Eiweiße in ihrer Umgebung und schleusen sie in die Krebszellen.</p>
<p>Die Ärzte nutzen das aus, indem sie diese Eiweiße wie ein Trojanisches Pferd mit einem Lutetium-Isotop beladen. Das radioaktive Element gelangt so in die Krebszelle und zerstört diese von innen. &#8220;Die von Lutetium-177 ausgehende Strahlung hat eine äußerst geringe Reichweite&#8221;, betont Ezziddin, der die Methode in Bonn etabliert hat. &#8220;Sie büßt schon nach einem Millimeter 90 Prozent ihrer Kraft ein. Wir können also sehr selektiv Tumorzellen zerstören, ohne das umgebende Gewebe zu schädigen.&#8221;</p>
<p>Die Therapie umfasst vier Infusionen im Abstand von drei Monaten. Schon wenige Wochen nach dem ersten Durchlauf verbessert sich der Zustand der Betroffenen oft deutlich. Das kann soweit gehen, dass sich die Krankheitssymptome temporär komplett zurückbilden. Selbst Patienten im Endstadium sprechen mitunter so gut auf die Therapie an, dass sie noch einige Jahre leben. Zudem sind die Nebenwirkungen äußerst gering: Bei 40 Prozent aller Kranken verläuft die Behandlung komplett ohne jegliche Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Durchfall. Eine wirkliche Heilung ist allerdings nur in seltenen Fällen möglich.</p>
<p>Die Forscher planen nun eine größere Anschlussstudie. Darin wollen sie unter anderem untersuchen, welche Faktoren den Therapieerfolg beeinflussen. Außerdem wollen sie auch Patienten mit sehr seltenen hochaggressiven neuroendokrinen Tumoren behandeln. Schon jetzt zählt Bonn mit mehr als 250 behandelten Patienten zu den Zentren, die weltweit die meiste Erfahrung mit der Lutetium-PRRT haben. (Uni Bonn)</p>
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		<title>Unterschiede zwischen Tumorzellen und Normalgewebe</title>
		<link>http://uninews-online.de/2010/11/26/unterschiede-zwischen-tumorzellen-und-normalgewebe/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 16:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So vielfältig die Erscheinungsformen von Krebs sind, so unterschiedlich sind auch seine Ursachen. Es gibt jedoch Eigenschaften, die alle Tumorzellen auszeichnen. Einer der ersten Forscher, der die Unterschiede zwischen Tumorzellen und Normalgewebe konkret beschrieb, ist Prof. Douglas Hanahan von der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So vielfältig die Erscheinungsformen von Krebs sind, so unterschiedlich sind auch seine Ursachen. Es gibt jedoch Eigenschaften, die alle Tumorzellen auszeichnen. Einer der ersten Forscher, der die Unterschiede zwischen Tumorzellen und Normalgewebe konkret beschrieb, ist Prof. Douglas Hanahan von der University of California in San Francisco.<span id="more-2557"></span> Gemeinsam mit seinem Kollegen Robert Weinberg veröffentlichte er vor 10 Jahren einen Artikel in der Fachzeitschrift Cell, der inzwischen zu den meistzitierten in der Wissenschaft gehört und entscheidende Impulse für die Tumorforschung gegeben hat.  Am kommenden Dienstag, den 30. November wird der  renommierte Krebsforscher im Rahmen der Vorlesungsreihe „Perspectives in Oncology“ über die Ergebnisse der modernen Krebsforschung berichten.</p>
<p>Zu den Unterschieden zwischen gesunden Zellen und Krebszellen gehören unter anderem die Selbstversorgung mit Wachstumssignalen, die Unempfindlichkeit gegenüber Antiwachstumssignalen, unbegrenzte Zellteilung, Resistenz gegenüber dem zelleignen Selbstmordprogramm (Apoptose) und nicht zuletzt die Fähigkeit zur Invasion und Metastasenbildung. In seiner Forschung beschäftigt sich Hanahan mit einem weiteren wichtigen Kriterium für die Entstehung von Tumoren, der Angionese. Dabei schaffen sich Tumorzellen ihre eigene optimale Mikroumgebung und beeinflussen die Bildung von Blutgefäßen. Solide Tumore sind abhängig von einem mitwachsenden Kapillarnetz, das den Tumor mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.</p>
<p>Hanahan verbindet Grundlagenforschung mit einer gezielteren Entwicklung von Krebsmedikamenten. Sein Schwerpunkt liegt in der Erforschung von Tumoren des Gehirns und Brustkrebs. Als Mitglied der renommierten American Cancer Society und vieler anderer wissenschaftlicher Organisationen ist er ein gefragter Experte und Redner auf Kongressen.</p>
<p>Prof. Douglas Hanahan hält im Rahmen der Perspective Lectures in Oncology einen Gastvortrag an der Uni Frankfurt am 30. November 2010 um 18 Uhr 15 im Klinikum der Goethe-Universität, Hörsaalgebäude 22, Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main. (Uni Frankfurt)</p>
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		<title>Biologische Mechanismen bei bestimmten Lungenkrebsformen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 16:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 370.000 Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten drei Jahren ein Forschungsprojekt am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) des Universitätsklinikums der Universität Duisburg-Essen. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Professor Dr. Martin Schuler in der Inneren Klinik (Tumorforschung) untersucht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 370.000 Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten drei Jahren ein Forschungsprojekt am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) des Universitätsklinikums der Universität Duisburg-Essen. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Professor Dr.<br />
Martin Schuler in der Inneren Klinik (Tumorforschung) untersucht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie biologische Mechanismen bei bestimmten Lungenkrebsformen, um eine individuell abgestimmte Krankheitsbehandlung zu ermöglichen.<span id="more-2555"></span></p>
<p>Meistens sind es Raucher: Knapp 40.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Lungenkrebs. Er ist mit großem Abstand die häufigste Todesursache bei Tumorerkrankungen, denn nicht-kleinzellige Lungenkarzinome werden meist erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt.</p>
<p>Neben diesem Krebstyp gibt es außerdem noch viele andere Gruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften, das haben jüngste Forschungsergebnisse gezeigt. Die Behandlungsmöglichkeiten für einige Formen des Lungenkrebses haben sich dramatisch verbessert dank neuer Medikamente, die heute schon zielgerichtet eingesetzt werden können.</p>
<p>Die Auswahl der optimalen Behandlung für den einzelnen Patienten lässt sich am besten über aufwändige molekulare Untersuchungen jedes einzelnen Lungentumors erreichen, wie sie am Westdeutschen Tumorzentrum am Essener Universitätsklinikum seit mehreren Jahren durchgeführt werden. Ebenso konnte gezeigt werden, dass ein tieferes Verständnis der Biologie des Lungenkrebses zu Fortschritten führt, die Patienten heute unmittelbar nutzen.</p>
<p>Professor Schuler: &#8220;Das neue DFG-Projekt ist ein weiterer Baustein auf dem Weg der individuell abgestimmten Lungenkrebsbehandlung.&#8221; Seine Arbeitsgruppe untersucht biologische Mechanismen bei bösartigen Lungentumoren, die aus Drüsengewebe hervorgegangen sind (Adenokarzinome) und zu einer verbesserten Behandlung mit neuartigen Medikamenten-Wirkstoffen (sog. Tyrosinkinase-Inhibitoren) führen sollen.</p>
<p>Schon jetzt ist diese neue Gruppe von Krebsmedikamenten erfolgreich im klinischen Einsatz. Diese Tabletten werden Patienten mit Lungenkrebsformen verabreicht, denen bestimmte Chromosomenveränderungen zugrunde liegen.</p>
<p>In Zusammenarbeit mit der Ruhrlandklinik wurde am Westdeutschen Tumorzentrum das größte universitäre Lungenkrebszentrum in Deutschland aufgebaut. Professor Schuler ist gleichzeitig Leiter der Inneren Klinik (Tumorforschung) am Universitätsklinikum und der Thorakalen Onkologie der Ruhrlandklinik. &#8220;Durch diese gebündelte Kompetenz können wir unseren Patienten an beiden Standorten die modernsten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren anbieten und einen direkten Zugang zu den neuesten Entwicklungen ermöglichen.&#8221; (Uni Duisburg-Essen)</p>
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		<title>Forscher suchen Naturstoffe gegen Krebs</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 20:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni Jena]]></category>
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		<description><![CDATA[Thymian bei Husten und Bronchitis, Salbei bei Halsschmerzen, Kümmel oder Anis bei Magen- und Darmbeschwerden. Bis heute setzen viele Menschen im Krankheitsfall erst einmal auf die Apotheke von Mutter Natur. Doch auch die sogenannte Schulmedizin hält viele Arzneimittel parat, die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thymian bei Husten und Bronchitis, Salbei bei Halsschmerzen, Kümmel oder Anis bei Magen- und Darmbeschwerden. Bis heute setzen viele Menschen im Krankheitsfall erst einmal auf die Apotheke von Mutter Natur. Doch auch die sogenannte Schulmedizin hält viele Arzneimittel parat, die ihren Ursprung in der Natur haben.<span id="more-2542"></span></p>
<p>„Fast die Hälfte aller Arzneistoffe, die in den vergangenen Jahrzehnten zugelassen wurden, sind natürlichen Ursprungs bzw. direkt von Naturstoffen abgeleitet“, macht Prof. Dr. Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena deutlich. So gehen einige der weltweit umsatzstärksten Medikamente auf Naturstoffe zurück, etwa das Schmerzmittel Aspirin. Und selbst gegen lebensbedrohende Krankheiten wie Krebs sei in der Natur so manches „Kraut“ gewachsen. „Dabei ist das Potenzial der Naturstoffe in der Krebstherapie noch bei weitem nicht ausgeschöpft“, ist der Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische und Medizinische Chemie überzeugt.</p>
<p>Genau hier möchte ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern ansetzen: Pharmazeuten der Universität Jena um Prof. Werz haben sich gemeinsam mit Pharmakologen, Chemikern, Bioinformatikern und Biotechnologen zu einer Forschergruppe zusammengeschlossen, um neue Wirkstoffe gegen Krebs aufzuspüren. Koordiniert von der Ludwig-Maximilians-Universität in München sind neben den Jenaern auch Forscher der Uni in Saarbrücken und der ETH Zürich beteiligt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die neue Forschergruppe in den kommenden drei Jahren mit knapp drei Millionen Euro. Über 500.000 Euro davon fließen an die Uni Jena.</p>
<p>Bei ihrer Suche nach neuen Krebswirkstoffen setzen die Forscher auf sogenannte Myxobakterien. „Diese vorwiegend im Boden lebenden Mikroorganismen zeichnen sich durch eine Vielzahl sekundärer Inhaltsstoffe mit enormer struktureller Vielfalt aus“, weiß der Jenaer Pharmazeut. „Von einigen ist bereits bekannt, dass sie sehr potente Antitumor-Wirkstoffe sind.“ Deshalb erwarten die Wissenschaftler, auch weitere wirksame Substanzen in den Bakterien finden zu können. Mit Hilfe dieser neuen Wirkstoffe wollen sie u. a. herausfinden, wie bösartiges Tumorwachstum gestoppt oder die Ausbreitung von Tumorzellen beeinflusst werden kann.</p>
<p>Von den insgesamt acht Teilprojekten des Forschungsvorhabens bearbeiten Prof. Werz und sein Jenaer Team zwei Projekte. „Zum einen wollen wir die Zielstrukturen im Organismus ausfindig machen, mit denen die Wirkstoffe interagieren“, erläutert Projektleiter Werz. Dazu nutzen die Pharmazeuten die Methode des „Target-Fishings“. Dabei werden die entsprechenden Wirkstoffe an einer Matrix fixiert. Wie der Haken an einer Angel dienen diese angebundenen Wirkstoffe anschließend dazu, bestimmte Eiweiße aus Tumorzellen zu fischen. „So lassen sich die potenziellen Wirkorte innerhalb der Tumorzellen identifizieren und Rückschlüsse auf die Wirkungsmechanismen ziehen“, macht Prof. Werz deutlich. In einem weiteren Teilprojekt wollen die Jenaer Pharmazeuten Mechanismen aufklären, nach denen Wirkstoffe aus Myxobakterien auf bestimmte Zellen der Immunabwehr wirken. (Uni Jena)</p>
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		<title>Neue Zentren für Herz-Kreislauf- und Krebsforschung an der Uni Frankfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 15:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uni Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Goethe-Universität hat sich gemeinsam mit der Universität Mainz und weiteren Forschungsinstituten im Rhein-Main-Gebiet um die Förderung von zwei nationalen Zentren zur Gesundheitsforschung beworben. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung gestern mitteilte, sind beide Antragskizzen positiv begutachtet worden. Es...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Goethe-Universität hat sich gemeinsam mit der Universität Mainz und weiteren Forschungsinstituten im Rhein-Main-Gebiet um die Förderung von zwei nationalen Zentren zur Gesundheitsforschung beworben. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung gestern mitteilte, sind beide Antragskizzen positiv begutachtet worden.<span id="more-2528"></span> Es handelt sich um ein Deutsches Konsortium für translationale Krebsforschung und ein Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung. Beide sollen am Klinikum der Goethe-Universität angesiedelt werden. Die Forschergruppen unter der Leitung von Prof. Hubert Serve und Prof. Simone Fulda (Krebsforschung) sowie Prof. Andreas Zeiher (Herz-Kreislaufforschung) sind nun aufgefordert, ihren Antrag mit jeweils sechs anderen Zentren zu einem Konsortialantrag zusammenzuführen. Eine endgültige Entscheidung über die Förderung wird im Februar 2011 getroffen.</p>
<p>Deutsches Konsortium für translationale Krebsforschung<br />
Prof. Hubert Serve, Direktor des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT): „In den vergangenen Jahren wurden in der Onkologie immense Fortschritte in der Grundlagenforschung erreicht. Mit diesem Antrag wollen wir diese Erkenntnisse für unsere Patienten mit neuen Medikamenten nutzbar machen“. Die Krebsforschung gehört zu den wichtigsten strategischen Prioritäten der Goethe-Universität. Die Universitätsklinik baut auf eine gewachsene Tradition in der Krebsforschung, die sich auch in einer großen Zahl aktuell geförderter Drittmittelprojekte manifestiert. Dazu gehören die vom Land Hessen im Rahmen der LOEWE-Initiative geförderten Projekte „Onkogene Signaltransduktion Frankfurt“ und das „Zentrum für Zell- und Gentherapie“, zwei von der Deutschen Krebshilfe geförderte Krebsforschungskonsortien, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Konsortium sowie ein von der Europäischen Gemeinschaft gefördertes Forschernetzwerk. Das nun begutachtete Konsortium für translationale Krebsforschung vereint die Expertise des UCT und der Fachbereiche Medizin und Biochemie, Chemie und Pharmazie der Goethe-Universität mit derjenigen des Georg-Speyer-Hauses, des Nordwest-Krankenhauses Frankfurt und der Universität Mainz.</p>
<p>„Innovative Krebstherapie geht davon aus, dass eine Vielzahl molekularer Störungen Krebs verursachen. Dank zunehmender Erkenntnisse über molekulare Signaturen können bisher als gleich angesehene Tumoren nun in Untergruppen unterteilt werden“, erläutert Prof. Simone Fulda, Leiterin des Instituts für experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie: „Dies hat Folgen sowohl für die Diagnose als auch für Entwicklung klinischer Studien, in denen die Anzahl von Patienten mit genetisch identischen Tumoren kleiner wird.“ Darüber hinaus gilt es zwischen molekularen Abweichungen zu unterscheiden, welche die unkontrollierte Zellvermehrung vorantreiben, und solchen, die nur begleitend auftreten. Daraus ergeben sich zwei Herausforderungen für die Durchführung klinischer Studien, nämlich klinisch relevante und beeinflussbare Strukturen (Biomarker) im Krebsgewebe zu identifizieren und genügend Patienten mit gleichen Merkmalen zu finden. Hier ist die Zusammenarbeit von Klinikern und Grundlagenforschern in Netzwerken erforderlich.</p>
<p><strong>Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung</strong><br />
Weltweit sind immer mehr Menschen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Die Gesundheitssysteme sind mit steigenden Kosten konfrontiert, die beispielsweise durch Herzversagen nach Infarkt oder periphere arterielle Erkrankungen entstehen.Die Goethe-Universität, das Max Planck Institut für Herz- und Lungenforschung und die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim sowie die Universität Mainz wollen in dem nun genehmigten nationalen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung untersuchen, wie diese Krankheiten entstehen. Sie haben sich die Aufgabe gestellt, die Übermittlung von Signalen im Gefäßsystem zu entziffern, den Beitrag epigenetischer Faktoren aufzuklären und Einblicke in das Reparatursystem des Körpers zu nehmen. Ziel ist es, molekulare Angriffspunkte für Diagnose und Therapie zu identifizieren.</p>
<p>Prof. Andreas Zeiher, Direktor der Kardiologie an der Goethe-Universität: „Wir sind davon überzeugt, dass dieser Ansatz den Weg zu einer personalisierten Therapie für Gefäßerkrankungen ebnen wird. Dies ist eine der größten Herausforderungen für die Medizin der Zukunft.“ Parallel dazu gilt es, Biomarker zu identifizieren, mit denen sich Risiken prognostizieren lassen. Zur Verbesserung der bildgebenden Verfahren werden Zielmoleküle gesucht, die es erlauben, klinisch aussagekräftige Strukturen sichtbar zu machen. Zu dem translationalen Konzept gehört ferner, dass die Erkenntnisse über neue diagnostische und therapeutische Zielstrukturen in klinischen Studien geprüft werden.</p>
<p>Ziel des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) betriebenen Förderprogramms ist es, nationale Gesundheitszentren mit mehreren Standorten zu bilden, die auf hohem wissenschaftlichem und technischem Niveau Forschung wie auch Diagnostik und Therapie zu „Volkskrankheiten“ wie Herzinfarkt oder Infektionen betreiben. Im so genannten „translationalen Ansatz“ sollen dabei Grundlagenforschung und klinische Medizin zum Wohle der Patienten zusammengeführt werden. Nationale Gesundheitszentren zu neurodegenerativen Erkrankungen und Diabetes haben bereits ihre Arbeit aufgenommen. (Uni Frankfurt)</p>
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