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	<title>Uninews-Onlinepolitik &#187; Uninews-Online</title>
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		<title>Terrorismusforscher Dr. Thomas Rid über die Krise von Al-Kaida</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 11:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Konstanz]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Der globale Dschihad zerfasert und verliert massiv an Rückhalt in der islamischen Welt. Die Legitimität eines radikalen Islamismus nimmt längst in den Augen der Mitte muslimischer Gesellschaften ab und die Ränder der militanten Bewegung fransen aus&#8221;, erläutert der Experte für...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der globale Dschihad zerfasert und verliert massiv an Rückhalt in der islamischen Welt. Die Legitimität eines radikalen Islamismus nimmt längst in den Augen der Mitte muslimischer Gesellschaften ab und die Ränder der militanten Bewegung fransen aus&#8221;, erläutert der Experte für politische Gewalt Dr. Thomas Rid anlässlich der Tötung von Osama bin Laden die innere Krise der terroristischen Gruppierung Al-Kaida.<span id="more-3124"></span> Der Politikwissenschaftler Thomas Rid erforscht an der Universität Konstanz internetbasierte Kriegs- und Organisationsstrukturen und analysiert, inwiefern Al-Kaida mit ihrer eigenen Organisationsform zu kämpfen hat:<br />
Dieselbe dezentrale Netzwerkstruktur, die der terroristischen Gruppierung eine hohe Mobilität der Mitgliedergewinnung verleiht, stelle zugleich einen selbstlimitierenden Faktor dar und hindere Al-Kaida daran, in der arabischen Welt eine breite gesellschaftliche und politische Basis erreichen zu können.</p>
<p>Thomas Rid beobachtet einen &#8220;Long Tail&#8221;-Effekt in der Organisationsstruktur von Al-Kaida. Der aus der Volkswirtschaftslehre entliehene Begriff &#8220;Long Tail&#8221; bezeichnet ursprünglich das Prinzip, ein Nischenprodukt mit extrem geringer wirtschaftlicher Nachfrage trotzdem in rentabler Menge absetzen zu können, indem das Absatzgebiet über das Internet ins Grenzenlose erweitert wird. Während für ein Kaufhaus auf lokaler Ebene zu wenig Kaufkraft besteht, um exotische Produkte rentabel ins Sortiment aufnehmen zu können, kann ein internetbasiertes Versandhaus selbst Nischenprodukte gewinnbringend anbieten, da es die gesammelte Nachfrage eines weitaus größeren Einzugsgebiets bedienen kann.</p>
<p>Thomas Rid überträgt diese Logik von Produkten auf politische Ideen und wendet sie auf internetbasierte soziale Netzwerke von Randgruppen an, darunter auch terroristische Netzwerke wie Al-Kaida: Erst das Internet erlaubt es ihnen, auf dezentraler Ebene genügend Anhänger zu finden, um eine kritische Masse zu bilden. Das &#8220;Long Tail&#8221;-Prinzip ermöglicht es somit einer ideologischen Minderheit, über die Welt verstreut genügend Sympathisanten zu erreichen, um relevant zu werden.</p>
<p>Die dezentralisierte &#8220;Long Tail&#8221;-Fokussierung auf Randgruppen bedeutet allerdings auf der anderen Seite, dass auf die breite Basis der Gesellschaft, den &#8220;Mainstream&#8221;, kaum Einfluss genommen wird: Die Randgruppe bleibt Randgruppe, weil sie an den gesellschaftlichen Rändern vermeintlich genügend Anhänger gewinnen kann und somit keine Notwendigkeit sieht, einen Kompromiss mit der gesellschaftlichen Basis zur Durchsetzung ihrer Ziele einzugehen. &#8220;Die klassische ,Karriere&#8217; einer erfolgreichen politischen Widerstandsorganisation würde es aber erfordern, in die gesellschaftliche Mitte zu rücken&#8221;, erklärt Thomas Rid.</p>
<p>Der Politikwissenschaftler folgert, dass sich Al-Kaida aufgrund ihrer dezentralen Struktur zwar nur sehr schwer zerstören lasse, aber gesamtpolitisch nichtsdestotrotz nur eine geringe Rolle spielen werde.<br />
Insbesondere die Frühlingsrevolutionen in Nordafrika stellten in der arabischen Welt die Legitimität von Al-Kaida in Frage, erläutert Rid:<br />
&#8220;Diese Revolutionen konnten Kernziele der arabischen Welt umsetzen, was Al-Kaida niemals geschafft hat. Al-Kaida wird marginalisiert von der politisch ,mainstreamfähigen&#8217; Bewegung der arabischen Jugend.&#8221;</p>
<p>Die Koinzidenz der arabischen Frühlingsrevolutionen mit der symbolkräftigen Tötung bin Ladens verstärke die innere Krise von Al-Kaida, so Thomas Rid weiter. Der Politikwissenschaftler prognostiziert eine Zerfaserung des Dschihad und beobachtet eine Aufspaltung des radikalen Islamismus in drei Strömungen: &#8220;Die erste Strömung besteht aus lokal agierenden islamischen Aufständischen. Die zweite Strömung formiert sich aus einem mit organisiertem Verbrechen kombinierten Terrorismus, der sich aus Drogenhandel und Erpressung finanziert. Die Mitglieder der dritten Strömung lassen sich schwerer als einheitliche Gruppe definieren. Es handelt sich dabei vornehmlich um junge Muslime, die in der zweiten oder dritten Generation in der Diaspora leben und sich in einem anhaltenden Zustand des Heiligen Krieges wähnen. Deren Motivation zum Kampf speist sich aus ihrer eigenen Unzufriedenheit&#8221;, führt Rid weiter aus.</p>
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		<title>Kompetenznetzwerk zur Erforschung der Region Crossroads Asia</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 13:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[A5 - Schlagzeilen]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Bonn]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Region Crossroads Asia umfasst das Gebiet, das sich von Ostiran bis Westchina und vom Aralsee bis Nordindien erstreckt. Die Region ist durch enorme gesellschaftliche Dynamiken, vielschichtige Konflikte und starke Migrationsströme geprägt. Ein Verbund international renommierter Wissenschaftlern wird diese Region...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Region Crossroads Asia umfasst das Gebiet, das sich von Ostiran bis Westchina und vom Aralsee bis Nordindien erstreckt. Die Region ist durch enorme gesellschaftliche Dynamiken, vielschichtige Konflikte und starke Migrationsströme geprägt. Ein Verbund international renommierter Wissenschaftlern wird diese Region in den kommenden vier Jahren unter der Federführung zweier Institute der Universität Bonn in einem neuen Kompetenznetzwerk erforschen.<span id="more-2707"></span> Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt dafür rund 4 Millionen Euro zur Verfügung, von denen knapp 1,6 Millionen Euro als Drittmittel an die Universität Bonn fließen.</p>
<p>Finanziert wird das Netzwerk Crossroads Asia in der BMBF-Förderlinie &#8220;Regionalstudien&#8221;. Sieben deutsche Universitäten und Forschungsinstitute nehmen daran teil, darunter das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF, Priv.-Doz. Dr. Conrad Schetter) und die Abteilung für Islamwissenschaft (Prof. Dr. Stephan Conermann) der Universität Bonn. Die Geschäftsstelle des Kompetenznetzwerks Crossroads Asia wird künftig am Zentrum für Entwicklungsforschung angesiedelt sein. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von vier Jahren angelegt und dauert von 2011 bis 2014.</p>
<p>Crossroads Asia ist durch enorme gesellschaftliche Dynamiken geprägt wie etwa vielschichtigen Konflikten in Afghanistan, Pakistan oder Kaschmir oder durch Arbeitsmigration und Flüchtlingsbewegungen innerhalb der Region und aus dieser hinaus. Diese Dynamiken &#8211; so die zentrale Annahme des Kompetenznetzwerks &#8211; können nur unzureichend mit herkömmlichen, in der nationalstaatlichen Logik verhafteten Theorien verstanden werden. </p>
<p>&#8220;Beispielsweise sehen wir, dass sich das Engagement der Bundesregierung in Afghanistan auf den Aufbau staatlicher Strukturen konzentriert&#8221;, sagt Dr. Conrad Schetter. &#8220;Dieser Ansatz blendet aber die hohe soziale und räumliche Dynamik der Bevölkerung völlig aus &#8211; etwa die Wanderungsbewegungen über die äußerst durchlässige Grenze nach Pakistan.&#8221;</p>
<p>So definiert das Kompetenznetzwerk Crossroads Asia als einen vielfältigen Handlungsraum, den seine Bewohner durch das Überschreiten kultureller und sozialer Grenzen bilden. In diesem innovativen &#8220;post-area studies&#8221;-Ansatz steht daher die Untersuchung grenzübergreifender Ströme und Netzwerke von Menschen, Gütern und Ideen im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Analyse. Gerade der Mobilität der Bevölkerung kommt eine wichtige Bedeutung zu. &#8220;So werden die Themenbereiche Konflikt, Migration und Entwicklung durch das ,Brennglas&#8217; Mobilität wissenschaftlich erfasst und in einen kausalen Zusammenhang gestellt&#8221;, erläutert Schetter. (Uni Bonn)</p>
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		<title>Religion und Politik im Mittelalter in Deutschland und England</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Bayreuth]]></category>
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		<description><![CDATA[„Religion und Politik im Mittelalter. Deutschland und England im Vergleich.“ Unter diesem Motto steht die 29. Öffentliche Konferenz der Prinz-Albert- Gesellschaft am Freitag, 10., und Samstag, 11. September, im Riesensaal auf Schloss Ehrenburg in Coburg. Die politische Relevanz des Religiösen,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Religion und Politik im Mittelalter. Deutschland und England im Vergleich.“ Unter diesem Motto steht die  29. Öffentliche Konferenz der Prinz-Albert- Gesellschaft am Freitag, 10., und Samstag, 11. September, im Riesensaal auf Schloss Ehrenburg in Coburg.<span id="more-2403"></span></p>
<p>Die politische Relevanz des Religiösen, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen politischer und religiöser Sphäre sind von jeher bevorzugter Gegenstand der Mittelalterforschung. Bis in die Schulbücher hinein gilt die prinzipielle Untrennbarkeit beider Sphären als Signatur. Aber auch die Anfänge einer Differenzierung und relativen Eigenständigkeit von Religion und Politik, Kirche und Staat  werden als wesentlicher Beitrag der Epoche zu einer typisch europäischen Entwicklung gesehen, die politisch- kulturelle Differenzen bis in die Gegenwart hinein prägt.</p>
<p>„Schon die überragende forschungsgeschichtliche Bedeutung, die dem Thema zukommt, macht es sinnvoll, die tradierten Fragestellungen immer wieder neu an den methodischen Konzepten der aktuellen Forschung zu überprüfen und die Relevanz der alten wie die Ergebnisse neuer Ansätze und Problemformulierungen zu diskutieren“, erklären  die beiden Professoren der Universität Bayreuth,  Dieter Weiß (Bayerische Landesgeschichte) und Ludger Körntgen (Mittelalterliche Geschichte), im Vorfeld der Öffentlichen Konferenz. Zusätzliche Impulse und besondere Dringlichkeit erhalte die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Politik durch das aktuell gesteigerte Interesse am Phänomen der Religion und ihren verschiedenen kulturellen Kontexten sowie sozialen und politischen Wirkungen.</p>
<p>Die 29. Öffentliche Konferenz der Prinz-Albert-Gesellschaft e.V., Coburg/Bayreuth, will das spezifische Forschungsinteresse der Gesellschaft, das den deutsch-britischen Beziehungen und dem deutsch-britischen Vergleich gilt, als Fokus auf das Thema „Religion und Politik“ nützen. In vergleichender Perspektive sollen zum einen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Wechselwirkung von Religion und Politik im ostfränkisch–deutschen, sowie im angelsächsisch–englischen Raum genauer beschrieben werden. Zum anderen geht es darum, nationalgeschichtlich bedingte Engführungen der Forschungstraditionen festzustellen und Ansätze zu ihrer Überwindung auszuarbeiten.</p>
<p>„Das Thema bietet sich zugleich an, um entsprechend der Aufgabe und der Praxis der Prinz–Albert–Gesellschaft Probleme der deutsch–britischen Geschichte zu erforschen und öffentlich zu vermitteln“, so Weiß und Körntgen weiter. „Die Einladung zu unserer Konferenz richtet sich deshalb gleichermaßen an Fachwissenschaftler, Studierende und alle am Thema Interessierten.“ (Uni Bayreuth)</p>
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		<title>Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 10:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der Einrichtung einer &#8220;Johann-Wilhelm-Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft&#8221; erweitern die NRW School of Governance an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und die Duisburger Welker-Stiftung ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Professur an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften ist auf fünf Jahre...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Einrichtung einer &#8220;Johann-Wilhelm-Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft&#8221; erweitern die NRW School of Governance an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und die Duisburger Welker-Stiftung ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Professur an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften ist auf fünf Jahre befristet und wird von der Welker-Stiftung mit mehr als 700.000 Euro finanziert.<span id="more-2066"></span></p>
<p>Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte: &#8220;Mit der neuen Professur wird sich insbesondere die Ausbildung der Urteilsfähigkeit der fortgeschrittenen Politikstudierenden verbessern. Das ist eine zentrale Lehre, die aus der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zu ziehen ist.&#8221; Weil es an Maßstäben fehle, werde das Messbare überbetont, so Korte, und das führe in die Irre, weil so scheinbar objektive Wahrheiten konstruiert werden.</p>
<p>Die Krise rücke hingegen die gesellschaftliche Verantwortung führender politischer und ökonomischer Eliten wieder in den Fokus. Werte haben Konjunktur. Gerade im Master-Programm Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung, in dem die Führungskräfte von Morgen ausgebildet werden, müssen ethische Maßstäbe eine wichtige Rolle spielen. Die Professur wurde jetzt öffentlich ausgeschrieben und richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die sich im Fach Politikwissenschaft aus ethischer Perspektive kritisch mit Politik und Gesellschaft auseinander setzen (mehr unter www.nrwschool.de).</p>
<p>Die Welker-Stiftung wurde errichtet als testamentarisches Vermächtnis des im Jahre 1962 verstorbenen Dr. J.W. Welker, der mehr als zwei Jahrzehnte als Generaldirektor die Firma Franz Haniel &amp; Cie., Duisburg-Ruhrort, leitete. Zunächst lagen die Stiftungsziele vorwiegend im sozialen Bereich, insbesondere in der Fürsorge für ältere Menschen.<br />
Nach einer Satzungsänderung im Jahre 2006 wurden in Anpassung an die besondere Situation Deutschlands, Stichwort &#8220;Wissensgesellschaft&#8221;, die neuen Förderschwerpunkte Wissenschaft, Forschung und Bildung/Ausbildung geschaffen. &#8220;Die Welker-Stiftung sieht in der Förderung von neuen Projekten der NRW School of Governance einen wichtigen ersten Schritt in Richtung der Wahrnehmung und Erfüllung der aktuellen Satzungsziele.&#8221;, so die Vorsitzende des Kuratoriums, Birgit Schlegel. (Uni Duisburg-Essen)</p>
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		<title>Guido Westerwelle spricht an der Uni Bonn</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 13:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu einem Vortrag mit dem Titel &#8220;Deutschland in Europa &#8211; eine Standortbestimmung&#8221; spricht der Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Guido Westerwelle, am Dienstag, 27. April 2010, um 17 Uhr in der Aula im Hauptgebäude der Universität Bonn. Für den Bundesaußenminister ist...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu einem Vortrag mit dem Titel &#8220;Deutschland in Europa &#8211; eine Standortbestimmung&#8221; spricht der Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Guido Westerwelle, am Dienstag, 27. April 2010, um 17 Uhr in der Aula im Hauptgebäude der Universität Bonn. Für den Bundesaußenminister ist die erste europapolitische Grundsatzrede nach seinem Amtsantritt ein Heimspiel, denn er hat von 1980 bis 1991 an der Universität Bonn ein Studium der Rechtswissenschaft absolviert. Gäste sind willkommen. (Uni Bonn)</p>
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		<title>The Crisis of Capitalism</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 16:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als „The Great Transformation“ bezeichnete der Ökonom und Sozialtheoretiker Karl Polanyi in seinem 1944 erschienenen Buch den Wandel westlicher Gesellschaften seit der Industrialisierung. Diese große Umwandlung sei gekennzeichnet durch zwei Bewegungen. Auf der einen Seite stehe die Vermarktlichung, das Diktat...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als „The Great Transformation“ bezeichnete der Ökonom und Sozialtheoretiker Karl Polanyi in seinem 1944 erschienenen Buch den Wandel westlicher Gesellschaften seit der Industrialisierung. Diese große Umwandlung sei gekennzeichnet durch zwei Bewegungen. Auf der einen Seite stehe die Vermarktlichung, das Diktat von Geld- und Sachzwängen, auf der anderen der Kampf um soziale Sicherheit. Doch reicht dieses Konzept des „double movement“ aus, um die aktuellen Entwicklungen zu analysieren?<span id="more-1928"></span> Nein, sagt die politische Theoretikerin Nancy Fraser, Professorin an der New Yorker New School for Social Reseach. Inwiefern eine Erweiterung des Konzepts mehr Erkenntnisgewinn verspricht, erläutert Fraser am 19. und 20. April unter dem Titel „The Crisis of Capitalism“ an der Goethe-Universität. Mit den Vorträgen werden die Frankfurt Lectures fortgesetzt, eine Veranstaltungsreihe des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität.</p>
<p>Ziel der Vorlesungen ist eine kritische Weiterentwicklung von Polanyis „The Great Transformation“, in der der Konflikt zwischen Vermarktlichung und sozialer Absicherung um eine dritte Achse von sozialen Kämpfen erweitert wird: „Emanzipation“. Nancy Fraser versteht die Emanzipation, den Kampf um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, als das fehlende Dritte, „the missing third“. Statt von einem „double movement“ spricht sie von einem „triple movement“. Diese dreifache Bewegung ist der Kern ihrer theoretischen Überlegungen, mit denen sie ein neues Licht auf die gegenwärtige Krise kapitalistischer Gesellschaften wirft. Im ersten Schritt wird Fraser das grundlegende Konzept und die zentralen Begriffe einführen. Der entsprechende Vortrag am 19. April heißt „Marketization, Social Protection, Emancipation“. Darauf aufbauend geht es am 20. April um die Anwendung der neuen Perspektive zur Analyse der gegenwärtigen Entwicklungen. Das Thema dieses Vortrages lautet „Ambivalences of Emancipation“.</p>
<p>Beide Vorträge beginnen um 19.00 Uhr. Sie finden statt im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend, Hörsaal 3. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Prof. Rainer Forst (Sprecher des Exzellenzclusters, Professor für Politische Theorie und Philosophie) wird in das Thema einführen.</p>
<p>Nancy Fraser gilt als eine der renommiertesten politischen Theoretikerinnen der Gegenwart. An der New School for Social Research in New York ist sie Henry and Louise Loeb Professor of Philosophy and Politics. Die Frankfurt Lectures sind zum vergangenen Wintersemester ins Leben gerufen worden. Erster Redner war Charles Larmore mit dem Thema „Vernunft und Subjektivität“. Im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe lädt der Exzellenzcluster herausragende Forscher ein, in zwei aufeinander folgenden Vorlesungen bestimmte Aspekte der Herausbildung normativer Ordnungen auf eine theoretisch innovative und zeitdiagnostisch prägnante Art und Weise zu bearbeiten. Bereits am 17. und 18. Mai werden die Lectures fortgesetzt. Rechtsprofessor Frank I. Michelman von der Harvard University spricht über „The Case of Liberty“. (Uni Frankfurt)</p>
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		<title>Konferenz zur Verschönerung deutscher Städte</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 19:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>
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		<description><![CDATA[Unsere Städte werden von Jahr zu Jahr hässlicher. Gleichzeitig verliert die Stadt durch den dramatischen Rückgang des Einzelhandels an Lebensqualität. Das noch in den 1960er Jahren spürbar pulsierende Leben der Stadt erlischt mehr und mehr. Und während in Fachzirkeln noch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Städte werden von Jahr zu Jahr hässlicher. Gleichzeitig verliert die Stadt durch den dramatischen Rückgang des Einzelhandels an Lebensqualität. Das noch in den 1960er Jahren spürbar pulsierende Leben der Stadt erlischt mehr und mehr. Und während in Fachzirkeln noch darüber nachgedacht wird, ob und was man vereinzelt verbessern könnte, wehrt sich der Bürger landauf, landab in politischen Bürgerbegehren gegen die Veränderung seiner Stadt.<span id="more-1673"></span> Erstmals seit Jahrzehnten treffen prominente Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Medien und Kultur zusammen, um über das Erscheinungsbild unserer Städte zu diskutieren. Organisiert wurde die Konferenz, die vom 11. – 13. März 2010 in Düsseldorf stattfindet, von den Professoren Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne vom Institut für Stadtbaukunst an der Fakultät Bauwesen. Eingeführt wird die Konferenz durch Lutz Lienenkämper, Bauminister des Landes Nordrhein-Westfalen und TU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather. Die Schirmherrschaft hat Dr. h. c. Petra Roth, Präsidentin des Deutschen Städtetages.</p>
<p>Auf der Konferenz sollen die entscheidenden Herausforderungen des Städtebaus zur Sprache kommen und konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Revitalisierung der Stadt erarbeitet werden. Ergebnis der Konferenz soll ein Abschlusscommunique sein, das einen konkreten Maßnahmenkatalog enthält. Die Themen und Maßnahmen sollen in den Rahmen der nationalen Stadtentwicklungspolitik der Bundesregierung ebenso Eingang finden wie in die Bestrebungen der Länder, Kommunen und Fachverbände.</p>
<p>Denn Deutschlands Städte stehen vor großen aktuellen Herausforderungen: Als Wirtschaftsstandorte sollen sie durch qualitätvolle urbane Umgebung zur Belebung der Konjunktur beitragen; als Migrationsorte sollen sie den sozialen Zusammenhalt in kultureller Vielfalt befördern;&#8217; zum globalen Klimaschutz müssen sie durch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit einen entscheidenden Beitrag leisten. Doch wieder einmal droht &#8211; wie schon im reduktionistischen Verständnis des Funktionalismus &#8211; eine isolierte Betrachtungsweise dieser einzelnen Bereiche der Stadtentwicklung, die zu kontraproduktiven Ergebnissen führen wird. Im technikgläubigen Innovationsdrang &#8211; unterlegt mit dem moralischen Impetus des ökologischen Katastrophenszenarios &#8211; drohen die komplexen Zusammenhänge der Stadt missachtet und vor allem die räumlich-gestalterischen Qualitäten und die historisch-traditionellen Identitäten unserer Städte ignoriert zu werden. Nach Kriegs- und Wiederaufbauzerstörungen droht heute eine dritte Welle der Stadtzerstörung: Eine vor allem nur ökonomisch, sozial, politisch, verkehrstechnisch und ökologisch ausgerichtete Stadtplanung zerstört die gestalterischen Qualitäten der Stadt und damit deren Identität, denen vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle zukommt. (TU Dortmund)</p>
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		<title>Richtfest am Erweiterungsbau der RW-Fakultät Bayreuth</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 15:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur acht Monate sind seit dem Baubeginn vergangen: Beim Richtfest für das Erweiterungsgebäude für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bayreuth wiesen alle Redner auf den rasanten Fortschritt des derzeit größten Bayreuther Hochbauprojektes hin. Die Männer vom Bau halten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur acht Monate sind seit dem Baubeginn vergangen: Beim Richtfest für das Erweiterungsgebäude für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bayreuth wiesen alle Redner auf den rasanten Fortschritt des derzeit größten<br />
Bayreuther Hochbauprojektes hin. Die Männer vom Bau halten mit dem ambitionierten Zeitplan des Vorhabens Schritt.<span id="more-1621"></span></p>
<p>In seiner Festrede unterstrich der Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, Gerhard Eck (Foto), die trotz angespannter Haushaltslage andauernden Bemühungen der Staatsregierung, Bayerns Hochschulen nach vorn zu bringen. Das Richtfest für den Erweiterungsbau der Fakultät für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bayreuth sei eines von insgesamt 16 Bauvorhaben, die in diesem Jahr an bayerischen Universitäten anstünden. Bayernweit würden 3000 neue Stellen und 130.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für 38.000 neue Studienplätze geschaffen, die angesichts des doppelten Abiturjahrgangs dringend gebraucht werden.</p>
<p>Auch die Universität Bayreuth werde mit der Erweiterung der RW-Fakultät, die 4800 Quadratmeter Nutzfläche, 14 Seminarräume und zwei große Hörsäle zu bieten habe, sowie mit einem Labor- und Praktikumsgebäude für 16,5 Millionen Euro gut für die steigende Studierendenzahl gerüstet sein. Als vorbildlich bezeichnete der Staatssekretär das Zusammenwirken von Studierenden und Universität bei der Aufstockung der RW-Bibliothek, mit der neue Arbeitsgruppenräume entstehen werden. 600.000 Euro der Gesamtinvestition von etwa einer Million Euro stammen dabei aus Studienbeiträgen. Mit diesem Gemeinschaftsprojekt sieht Eck die Entwicklung der Studienbedingungen an der Universität Bayreuth auf einem guten Weg. Hinzu komme ein Gebäude für die Polymerforschung, das mit 7,5 Millionen Euro aus Mitteln der Ausbauplanung finanziert wird.</p>
<p>Auch der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann, wies darauf hin, dass der voraussichtlich im Spätsommer 2011 zur Verfügung stehende Erweiterungsbau der RW-Fakultät die Raumsituation an der Universität Bayreuth etwas entspannen werde. Mit dem Erweiterungsbau böten sich künftig bessere Bedingungen für das Lernen und Forschen, aber auch für die Durchführung wissenschaftlicher Kongresse. „Unternehmerische Universitäten sind schon lange nicht mehr nur Lehr- und Forschungsstandorte“, sagte Professor Dr. Bormann. „Sie sind ebenso darauf angewiesen, die guten Ergebnisse der Forschung zu präsentieren und mit Kollegen und der Öffentlichkeit zu diskutieren.“  Die räumlichen Voraussetzungen dafür wünsche er sich auch für andere Fakultäten der Universität Bayreuth.</p>
<p>Bormann wies weiter auf die anstehenden Neubauten Naturwissenschaften III und Polymer Nanostructurs sowie auf die campuseigene Kinderkrippe hin – und doch reichten diese Bemühungen nicht aus: Mit dem doppelten Abiturjahrgang rechne man an der Universität Bayreuth bis 2011 mit einem Aufwuchs von derzeit 9.600 auf etwa 11.000 Studierende. „Damit stehen wir vor der großen Herausforderung, diese Studierende in der Lehre weiterhin sehr gut zu betreuen“, erklärte der Universitätspräsident. „Es muss unser Anspruch sein, die Qualität der Lehre mindestens auf dem jetzigen guten Niveau zu halten.“</p>
<p>Bormann bemängelte, dass Forschungs- und Büroflächen für Drittmittelprojekte und –bedienstete bei der Gebäudeplanung so gut wie nicht berücksichtigt würden. Die Universität Bayreuth hatte im Jahr 2008 Drittmitteln in Höhe von 28,5 Millionen Euro eingeworben, dies entspricht etwa einem Drittel des staatlichen Haushaltes. Die mangelnde Berücksichtigung der Drittmittel in der Raumplanung betreffe jetzt bereits fast 500 hochqualifizierte Mitarbeiter und erweise sich im Wettbewerb um die besten Kandidaten bei Neu- und Wiederbesetzungen von Professuren als „kleiner, aber signifikanter Standortnachteil“, so Bormann. Gebraucht werden Flächen für Drittmittelprojekte, Anwenderzentren und High-Tech-Laboratorien, auch und gerade um den Wissens- und Technologientransfer voranzutreiben und Kooperationen mit externen Partnern auszubauen. Bormann: „Es gibt also weiterhin viel zu tun“.</p>
<p>So groß die Freude über den Erweiterungsbau mit seinen 59 Büroräumen auch ist: Sie könne nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass auch mit dem neuen Gebäude der Bedarf der Fakultät nicht gedeckt sei. Dies erklärte der Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Jochen Sigloch, in seiner Rede. Derzeit ist noch ein gutes Drittel der 32 Lehrstühle in andere Gebäude ausquartiert. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, der selbst an der Universität Bayreuth und an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät studiert hat, sieht den Ausbau der Universität als wichtigen Impuls für Stadt und Region. Dazu trage der Freistaat Bayern mit „kluger und weitsichtiger Planung“ und die Universität Bayreuth „mit klugen Anstößen“ bei. (Uni Bayreuth)</p>
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		<title>Forschungsseminar &quot;Der Umgang mit dem Soldatentod&quot;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 09:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Augsburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Trotz des Kundus-Untersuchungsausschusses und trotz der Münchner Sicherheitskonferenz nahm sich Reinhold Robbe, seit 2005 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags, Ende voriger Woche drei Stunden Zeit, um mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Augsburger Forschungsseminars &#8220;Der Umgang mit dem Soldatentod&#8221; zu diskutieren...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz des Kundus-Untersuchungsausschusses und trotz der Münchner Sicherheitskonferenz nahm sich Reinhold Robbe, seit 2005 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags, Ende voriger Woche drei Stunden Zeit, um mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Augsburger Forschungsseminars &#8220;Der Umgang mit dem Soldatentod&#8221; zu diskutieren und dabei für eine klare Benennung der Realitäten zu plädieren.<span id="more-1492"></span></p>
<p>Als Wehrbeauftragter hat Robbe den im Grundgesetz verankerten Auftrag, den Schutz der Grundrechte innerhalb der Bundeswehr zu gewährleisten und den Bundestag bei dessen parlamentarischer Kontrolle der Armee zu unterstützen. &#8220;Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen an das, was der &#8216;Anwalt der Soldaten&#8217; zu unserem Thema beisteuern würde&#8221;, so Dr. Ulrich Roos. Gemeinsam mit Ursula Jasper (St. Gallen) und Dr. Ulrich Franke (Bielefeld) entwickelt er derzeit ein Drittmittelprojekt &#8220;Vom Tabu zur Routine? Die Haltung der Exekutive zum Soldatentod&#8221;, das den Umgang mit dem Soldatentod und die Wirkungen des Soldatentods auf die politische Kultur von Demokratien in international vergleichender Perspektive analysieren will. In diesem Kontext steht auch Roos&#8217; aktuelles Augsburger Forschungsseminar.</p>
<p>Der Umgang mit dem Soldatentod sei ein ebenso brisantes wie schwieriges Thema und eine große Herausforderung an die Gesellschaft. Ihm liege dieses Thema besonders am Herzen, zumal es in der Öffentlichkeit noch kaum angekommen sei, sagte Robbe. Bis vor kurzem noch hätten Vertreter der Bundeswehr &#8211; unter ihnen auch Ex-Verteidigungsminister Jung, von &#8220;verletzten&#8221; bzw. &#8220;getöteten&#8221; Soldaten gesprochen. Als Wehrbeauftragter habe er sich auch persönlich für eine Entwicklung eingesetzt, in der diese gewissermaßen wertneutrale Wortwahl von einer klaren Benennung der Realitäten abgelöst wird und dementsprechend von &#8220;Verwundeten&#8221; oder &#8220;Gefallenen&#8221; die Rede ist.</p>
<p>Freundliches Desinteresse an einem unausweichlichen Thema</p>
<p>Von ganz zentraler Bedeutung, so Robbe, sei, dass die Diskussion über die Funktion, die Ziele und die Mandate der Bundeswehr öffentlich ausgetragen werde. Und diese öffentliche Diskussion komme dann logischerweise auch an der Frage des Umgangs mit dem Soldatentod nicht mehr vorbei. Nach dem Dafürhalten des Wehrbeauftragten hätte das im September 2009 auf dem Gelände des Bundesministeriums der Verteidigung eingeweihte Ehrenmal in unmittelbarer Nähe des Reichstags einen angemesseneren Standort gehabt. Dies hätte der gesellschaftlichen Einbettung der Bundeswehr stärker entsprochen und wäre ein wichtiger Beitrag gewesen, um das schwierige Thema &#8220;Soldatentod&#8221; in die Öffentlichkeit zu tragen. Denn ein ehrlicher und offener Umgang mit den Risiken und Gefahren der Bundeswehreinsätze sei unverzichtbar. Das &#8211; wie Bundespräsident Köhler es genannt hat &#8211; &#8220;freundliche Desinteresse&#8221; der Deutschen an den Auslandseinsätzen ihrer Bundeswehr sei jedenfalls alles andere als eine angemessene und befriedigende Haltung.</p>
<p>Angesichts solcher Verdrängungstendenzen komme gerade auch einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem &#8220;ungeliebten&#8221; Thema umso größere Bedeutung zu. Entsprechende Projekte wie das der Augsburger Politikwissenschaftler seien seines Wissens aber die große Ausnahme. Er werde deshalb auch über seine Teilnahme am Forschungsseminar hinaus gerne Ansprechpartner bleiben und Unterstützung leisten, sicherte Robbe zu. (Uni Augsburg)</p>
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		<title>Ist China eine unberechenbare Weltmacht?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 08:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Konstanz]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[interviews]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder eine aufstrebende, nicht berechenbare Weltmacht? &#8220;Es gibt in unseren Medien kein dümmeres Geschwätz über China als der Vorwurf der Unberechenbarkeit&#8221;, sagt Jürgen Osterhammel, Professor für Neuere und neueste Geschichte mit Schwerpunkt 19. und 20. Jahrhundert. Mit dem Vorwurf der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder eine aufstrebende, nicht berechenbare Weltmacht? &#8220;Es gibt in unseren Medien kein dümmeres Geschwätz über China als der Vorwurf der Unberechenbarkeit&#8221;, sagt Jürgen Osterhammel, Professor für Neuere und neueste Geschichte mit Schwerpunkt 19. und 20. Jahrhundert.<span id="more-1478"></span></p>
<p>Mit dem Vorwurf der Unberechenbarkeit &#8220;ist offenbar nicht gemeint, dass die Zukunft Chinas ebenso im Dunkeln liegt wie die jedes anderen Landes der Welt, sondern die Einschätzung, die Volksrepublik betreibe eine sprunghafte, willkürliche und ,abenteuerliche&#8217; Außenpolitik. Das Gegenteil ist der Fall&#8221;, sagt Prof. Osterhammel, der sich seit mehr als 30 Jahren und noch dazu als Historiker mit China befasst. &#8220;Es gibt kaum ein Land mit einer in höherem Maße berechenbareren Politik als China.&#8221;<br />
Das asiatische Land habe in den letzten drei Jahrzehnten &#8220;nicht die mindeste Aggression gegen ein fremdes Land begangen&#8221;. Es verfolge wie jeder andere Staat das, was es für seine nationalen Interessen halte.</p>
<p>Jürgen Osterhammel: &#8220;Uns irritiert, dass dies außerhalb von Bündnis-Systemen geschieht und dass &#8211; wie etwa in der Klimafrage &#8211; übergeordnete globale Zwecke eine geringe Rolle spielen. Aber eine Bedrohung geht von der Atommacht China heute nicht aus.&#8221;</p>
<p>Immer wieder pocht China besonders stark auf seine Souveränität, verbietet sich jegliche Einmischung von außen. Sei es, dass es um das Fällen und Vollstrecken von Todesurteilen oder beispielweise um die Zensur im Netz geht. Gibt es dafür Erklärungen aus der Geschichte? Wie beurteilt Jürgen Osterhammel als Historiker die Voraussetzungen für eine Reformpolitik in China? Wie beschreibt der Wissenschaftler heute das Verhältnis Chinas zu Europa?</p>
<p>Antworten auf diese Fragen und das ganze Interview:<br />
www.uni-konstanz.de/imgespraech<br />
(Uni Konstanz)</p>
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