<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Uninews-Onlinestudien &#187; Uninews-Online</title>
	<atom:link href="http://uninews-online.de/tag/studien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://uninews-online.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 20:44:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.5</generator>
		<item>
		<title>Arbeitslose Männer für Rechtsextremisten empfänglich</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/12/06/arbeitslose-maenner-fuer-rechtsextremisten-empfaenglich/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/12/06/arbeitslose-maenner-fuer-rechtsextremisten-empfaenglich/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 21:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[parteien]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3357</guid>
		<description><![CDATA[Arbeitslosigkeit ist dazu angetan, vor allem Männer in die Arme von Rechtsextremisten zu treiben. 20 % der Wähler von NPD, Republikanern und DVU sind nach einer repräsentativen Studie der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeitslosigkeit ist dazu angetan, vor allem Männer in die Arme von Rechtsextremisten zu treiben. 20 % der Wähler von NPD, Republikanern und DVU sind nach einer repräsentativen Studie der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig arbeitslos. Und fast 80 % der Anhänger der rechtsextremen Parteien sind Männer.<span id="more-3357"></span> Allerdings haben die meisten Arbeitslosen der Studie zufolge nicht die Absicht, zur Wahl zu gehen: 23 % sind nach eigenen Angaben Nichtwähler. Wenn sich Arbeitslose jedoch für eine der im Bundestag vertretenen Parteien entscheiden, hat die SPD mit 27,7 % die Nase vorn, während CDU/CSU und DIE LINKE mit 16,4 und 14,2 % deutlich dahinter liegen.</p>
<p>Für die Studie wurden im Auftrag der Universität Leipzig im Sommer 2011 insgesamt 2302 Ost- und Westdeutsche im Alter von 18 bis 97 Jahren zu sozial- und medizinpsychologischen Themen befragt. Im Rahmen der Studie wurde auch die „Sonntagsfrage“ nach den Wahlabsichten bei der kommenden Bundestagswahl erhoben. Dadurch wurde es möglich, Zusammenhänge von Parteienpräferenzen mit soziodemographischen Daten wie Haushaltseinkommen, Arbeitslosigkeit, Geschlecht oder Bildungsstand darzustellen.</p>
<p>Dabei kam auch heraus, dass nicht nur bestehende Arbeitslosigkeit die Wähler der extremen Rechten zutreibt, sondern bereits die Sorge um den Arbeitsplatz zu Sympathien für die Rechtsextremisten führt. Aber auch bei den Anhängern der LINKEN finden sich der Studie nach vergleichsweise viele mit der Sorge um den Arbeitsplatz, während Wähler der CDU/CSU und SPD am wenigsten Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes haben. Dies mag mit dem Bildungsstand zusammenhängen: Mehr als ein Drittel der Wähler von Bündnis 90/die Grünen haben Abitur (31,5 %), bei den Wählern von NPD, DVU und Republikanern sind es dagegen nur 10 %. Nur bei den Nichtwählern haben mit 7 % noch weniger Personen diesen höchsten in Deutschland möglichen Schulabschluss.</p>
<p>Wie die Studie ergab, gelten FDP und Bündnis 90/die Grünen zu Recht als die Parteien der so genannten „Besserverdienenden“. Ihre Wähler haben zu 41,1 % (FDP) bzw. 37,0 % (Bündnis 90/die Grünen) ein Haushaltseinkommen von mehr als 2500 Euro. Im Gegensatz dazu haben die rechtsextremen Parteien am meisten Zulauf von finanzschwachen Haushalten: nur 20 % der Wähler der NPD, Republikaner oder DVU verfügen über ein Haushaltseinkommen von mehr als 2500 Euro.</p>
<p>Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich am ehesten die Wähler der Partei DIE LINKE (49,6 %) und der rechtsextremen Parteien (48,3 %) keiner Konfession angehörig fühlen. Die meisten Christen finden sich in der Anhängerschaft der CDU/CSU (43,3 % katholisch, 39,5 % evangelisch).</p>
<p>Während, wie geschildert, 63,6 % der Anhänger rechtsextremer Parteien Männer sind, ist das Geschlechterverhältnis bei den Wählern von Bündnis 90/die GRÜNEN fast umgedreht und liegt bei 63,5 % Frauen. Auch die Nichtwähler sind mehrheitlich Frauen (57,8 %). Am ausgeglichensten ist das Geschlechterverhältnis bei Anhängern der SPD (49,4 % Männer, 50,2 % Frauen).<br />
<strong><br />
Ost/West: LINKE einzige Partei mit absolut mehr Anhängern im Osten</strong><br />
Mehr als 80 % der Wähler der FDP (88,2 %), Grünen (86,4 %), SPD (86,1 %) und der rechten Parteien (80,0 %) sowie 76,5 % der Wähler der CDU/CSU kommen aus Westdeutschland. Die einzige Partei, die im Osten mehr Wähler hat als im West, ist DIE LINKE: 50,4 % der Anhänger kommen aus dem Osten. (Uni Gießen)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/12/06/arbeitslose-maenner-fuer-rechtsextremisten-empfaenglich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ganzheitliches Materialdesign bei ressourceneffizienten Materialien</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/12/05/ganzheitliches-materialdesign-bei-ressourceneffizienten-materialien/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/12/05/ganzheitliches-materialdesign-bei-ressourceneffizienten-materialien/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 16:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3349</guid>
		<description><![CDATA[Die international renommierte Fachzeitschrift &#8220;Nature Materials&#8221; präsentiert jetzt erstmals einen interdisziplinären Forschungsansatz, der die Konzeption eines den künftigen Herausforderungen gerecht werdenden ganzheitlichen Materialdesigns verspricht. Am Beispiel der Entwicklung einer neuen Generation von Materialien für Superkondensatoren &#8211; das sind zentral wichtige...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die international renommierte Fachzeitschrift &#8220;Nature Materials&#8221; präsentiert jetzt erstmals einen interdisziplinären Forschungsansatz, der die Konzeption eines den künftigen Herausforderungen gerecht werdenden ganzheitlichen Materialdesigns verspricht. Am Beispiel der Entwicklung einer neuen Generation von Materialien für Superkondensatoren &#8211; das sind zentral wichtige Bauteile für die Elektronik und die Energiespeicherung &#8211; beschreiben Materialwissenschaftler der Universitäten Augsburg und Sheffield gemeinsam mit Augsburger Ressourcenstrategen und -managern technische, geopolitische und ökonomische Rahmenbedingungen für innovative technologische Entwicklungen von morgen.<span id="more-3349"></span></p>
<p>Entscheidend für das Gelingen dieser Entwicklungen, so betonen die Wissenschaftler in ihrem Nature Materials-Beitrag, sind nicht nur Materialparameter: Von Beginn an müssen vielmehr sowohl ökonomische Betrachtungen zur Kostenentwicklung der eingesetzten Materialien und der Prozesse als auch ressourcenstrategische Überlegungen mit Blick auf die Vorkommen und die geopolitische Verfügbarkeit der benötigten Ausgangsmaterialien mit einbezogen werden. &#8220;Wir&#8221;, so der Augsburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Alois Loidl, &#8220;unternehmen hier erstmals den Versuch, bei der Konzeption neuer Funktionsmaterialien bereits im Stadium der Grundlagenforschung quantifizierbare techno-ökonomische Aussagen zur langfristigen Planungssicherheit bei der wirtschaftlichen Umsetzung machen zu können, indem wir die Ressourcen-Kritikalität &#8211; also z. B. die Frage der mittel- und langfristigen Verfügbarkeit benötigter, aber seltener und aus unterschiedlichsten Gründen immer knapper und dementsprechend teurer werdender Rohstoffe &#8211; von Beginn an zum integralen Bestandteil unserer Forschung machen.&#8221;</p>
<p><strong>Zentrale Frage der Kosten und der Verfügbarkeit technologisch unverzichtbarer Rohstoffe</strong><br />
Es liegt auf der Hand, dass bei einem Technologiesprung, der entweder durch erhöhte Anforderungen aufgrund weiterer Miniaturisierung oder aber durch Ressourcenengpässe erzwungen wird, eine äußert sorgfältige Überprüfung sowohl der Kosten als auch der dauerhaften Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe erforderlich ist. Dieser Notwendigkeit wird bisher bei Technologieplanungen allerdings in den wenigsten Fällen Genüge getan. Und dies nicht zuletzt deshalb, weil es an Experten fehlt, die durch eine entsprechend interdisziplinäre wissenschaftliche Ausbildung zum qualifizierten Umgang mit diesen komplexen Herausforderungen befähigt wären.</p>
<p><strong>Szenario: Weitere Miniaturisierung erzwingt zeitnahe Substitution kritischer Materialien</strong><br />
In ihrem jetzt von Nature Materials publizierten Artikel gehen die in den Bereichen Materialwissenschaft, Ressourcenmanagement und Ressourcenstrategie forschenden Natur- und Wirtschaftswissenschaftler von einem Szenario aus, in dem mit Seltenen Erden dotierte Keramikvielschicht-Kondensatoren auf Bariumtitanat-Basis, die einen Milliarden Dollar-Markt konstituieren, durch neu entwickelte leistungsfähigere Elektrokeramiken ersetzt werden müssen, weil eine geplante weitere Miniaturisierung &#8211; insbesondere für die Kommunikationselektronik &#8211; eine Substitution dieser kritischen Materialien zeitnah erforderlich macht. Neben den Materialeigenschaften der zu entwickelnden Keramiken an sich ist in diesem Szenario die Kostenanalyse eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Für diese Analyse sind Faktoren wie die geopolitische Verfügbarkeit und die Versorgungssicherheit ebenso ausschlaggebend wie genuin wirtschaftliche Aspekte, also etwa Investitionsvolumina und die Preisentwicklung der Rohmaterialien. Eine Ampelmatrix signalisiert die unter diesen unterschiedlichen Gesichtspunkten sich abzeichnenden Entwicklungsperspektiven und bietet somit eine präzise Entscheidungshilfe.</p>
<p><strong>Alle relevanten Kompetenzen an der Universität Augsburg versammelt</strong><br />
Im Kontext der Ansiedlung neu gegründeter Forschungseinrichtungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Fraunhofer Gesellschaft (FhG) hat die Universität Augsburg in den letzten Jahren die Materialwissenschaften in den Bereichen Hybrid- und Leichtbau und in Kohlestofffaserverbund-Technologien deutlich verstärkt. Darüber hinaus verfügt die Universität Augsburg mit dem international renommierten Zentrum für Elektronische Korrelationen und Magnetismus (EKM) über einen Schwerpunkt &#8220;Oxydische Funktionsmaterialien&#8221; und ist weiterhin Standort des bundesweit ersten Lehrstuhls für Ressourcenstrategie. In Form dieser Einrichtungen und eines leistungsfähigen Kernkompetenzzentrums Finanz- &#038; Informationsmanagement sind an der Universität Augsburg folglich alle Kompetenzen versammelt, die erforderlich sind, um zukunftsweisende interdisziplinäre Studien auf dem Gebiet des Designs ressourceneffizienter Materialien voranzutreiben.</p>
<p><strong>In Forschung und Lehre den Herausforderungen entsprechend interdisziplinär organisiert</strong><br />
Zur Bündelung dieser Kompetenzen wurde 2010 das neue Institut für Materials Resource Management (MRM) errichtet. Durch die Einführung eines B.Sc.-Studienganges &#8220;Wirtschaftsingenieur³, dessen Schwerpunkt genau in diesen Kompetenzfeldern liegt und der sich bereits bei seinem Start mit mehr als 1.200 Bewerbungen als äußerst attraktiv erwiesen hat, kommt die Universität Augsburg auch der Ausbildungsverantwortung für die Fachkräfte von morgen nach. &#8220;Wir sehen uns also in Forschung und Lehre hervorragend aufgestellt, um den in den Bereichen E-Mobilität, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz anstehenden Herausforderungen mit unserer Materialwissenschaften, Ressourcenstrategie und Ressourcenmanagement vernetzenden Strategie erfolgreich begegnen zu können&#8221;, so Loidl. Bestätigt wird dies durch den jetzt in Nature Materials erschienenen richtungsweisenden Artikel &#8220;The route to ressource-efficient novel materials&#8221;, der auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Loidls Lehrstuhl (Physik und Materialwissenschaften) und den Lehrstühlen bzw. Professuren für Ressourcenstrategie (Prof. Dr. Armin Reller), für BWL/Wirtschaftsinformatik, Informations- &#038; Finanzmanagement (Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl) sowie für Ressourcenmanagement (Prof. Dr. Andreas Rathgeber) zurückgeht.</p>
<p><strong>Originalbeitrag:</strong><br />
S. Krohns, P. Lunkenheimer, S. Meissner, A. Reller, B. Gleich, A. Rathgeber, T. Gaugler, H. U. Buhl, D. C. Sinclair und A. Loidl: The route to resource-efficient novel materials, Nature Materials 10, 899, 2011 &#8211; http://www.nature.com/nmat/journal/v10/n12/full/nmat3180.html. (Uni Augsburg)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/12/05/ganzheitliches-materialdesign-bei-ressourceneffizienten-materialien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fallot-Tetralogie &#8211; Frauen müssen früher behandelt werden</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/11/18/fallot-tetralogie-frauen-muessen-frueher-behandelt-werden/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/11/18/fallot-tetralogie-frauen-muessen-frueher-behandelt-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 12:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Hannover (MH)]]></category>
		<category><![CDATA[behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[fallot-tetralogie]]></category>
		<category><![CDATA[herz]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3280</guid>
		<description><![CDATA[In Deutschland leben rund 15.000 Menschen mit einer Fallot-Tetralogie – dem häufigsten zyanotischen Herzfehler. Die betroffenen Babys sind auch als „blue babys&#8221; bekannt, da sie mit einem bläulichen Hautton zur Welt kommen. Ein Forscherteam des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler hat jetzt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland leben rund 15.000 Menschen mit einer Fallot-Tetralogie – dem häufigsten zyanotischen Herzfehler. Die betroffenen Babys sind auch als „blue babys&#8221; bekannt, da sie mit einem bläulichen Hautton zur Welt kommen. Ein Forscherteam des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler hat jetzt untersucht, wie es diesen Kindern mehrere Jahre nach der Operation geht.<span id="more-3280"></span> „Die Studie zeigt, dass Frauen mit Fallot-Tetralogie in der bisherigen Behandlungspraxis benachteiligt werden, weil sie anders behandelt werden müssten als Männer. Die bisherigen Referenzwerte bilden die Besonderheiten des weiblichen Herzens nicht ausreichend ab&#8221;, erklärt der Studienleiter PD Dr. Samir Sarikouch von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Am 16. November 2011 erscheint die Publikation in Circulation:Cardiovascular Imaging (doi:10.1161/CIRCIMAGING.111.963637).</p>
<p><strong>Krankheitsverlauf bei Frauen anders</strong><br />
In einer umfangreichen prospektiven Studie unter Federführung des Herz- und Diabeteszentrums NRW haben die Wissenschaftler mehr als 400 Patienten mit Fallot-Tetralogie an 14 Herzzentren in Deutschland untersucht und geschlechtsspezifische Referenzwerte für diesen Herzfehler erhoben. Die Daten zeigen, dass bei Normierung auf einheitliche Körpermaße Frauenherzen kleiner sind als Männerherzen und dass die körperliche Belastbarkeit der Frauen mit Fallot-Tetralogie deutlich geringer ist als die der Männer. „Der Langzeitverlauf der Erkrankung ist auch insofern anders, dass Frauen bei vergleichbaren Restbefunden eher reoperiert werden müssen, um irreparable Belastungen der rechten Herzkammer zu vermeiden&#8221;, sagt Dr. Sarikouch. Werden Reoperationen zu spät durchgeführt, kann das unter anderem zu Herzinsuffizienz oder Herzversagen führen.</p>
<p><strong>Guidelines müssen überdacht werden</strong><br />
„Wir haben bei den angeborenen Herzfehlern bisher vernachlässigt, dass Frauenherzen anders behandelt werden müssen als Männerherzen&#8221;, ist Dr. Sarikouch überzeugt. „Die Guidelines für Reoperationen bei der Fallot-Tetralogie sollten überdacht werden und künftig das Geschlecht berücksichtigen.&#8221; In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler ein Verfahren entwickeln, um den Patienten individuelle Risikoanalysen anzubieten.</p>
<p><strong>Über die Erkrankung</strong><br />
Die Fallot-Tetralogie ist der häufigste zyanotische Herzfehler (Rechts-Links-Shunt)und mit 2,5 Prozent aller Herzfehler einer der häufigsten angeborenen Herzfehler. Das Herz weist eine Verengung im Ausflußtrakt des rechten Herzens (Pulmonalstenose), ein Loch in der Herzscheidewand (Ventrikelseptumdefekt), eine Verlagerung der Hauptschlagader sowie eine Verdickung der rechten Herzkammer (Rechtsherzhypertrophie) auf.<br />
<strong><br />
Kompetenznetz Angeborene Herzfehler e. V.</strong><br />
Das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler erforscht Krankheitsmecha-nismen, neue Behandlungsmöglichkeiten und die aktuelle Versorgungslage von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Herzfehlern in Deutschland. In dem Forschungsverbund arbeiten Ärzte, Wissenschaftler, Elternverbände und Selbsthilfegruppen zusammen, um einen schnellen Austausch neuer Forschungsergebnisse zwischen Forschung und Versorgung zu erreichen. Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen&#8221; über neun Jahre gefördert. Damit möchte das BMBF die strukturenübergreifende Wissenschaftszusammenarbeit stärken. </p>
<p>Schirmherrin ist Friede Springer. (MHH)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/11/18/fallot-tetralogie-frauen-muessen-frueher-behandelt-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zusammenhänge zwischen biografischen Ereignissen und Gesundheit</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/05/11/zusammenhaenge-zwischen-biografischen-ereignissen-und-gesundheit/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/05/11/zusammenhaenge-zwischen-biografischen-ereignissen-und-gesundheit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 08:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3132</guid>
		<description><![CDATA[Wissenschaftler der Universität Greifswald konnten einen Zusammenhang zwischen Lebensereignissen und der psychischen und körperlichen Gesundheit älterer Menschen nachweisen. In einem weiteren Schritt soll nun untersucht werden, wie die gezielte Aufarbeitung der eigenen Biografie sich gesundheitsfördernd auswirkt. Das Forschungsprojekt wird im...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler der Universität Greifswald konnten einen Zusammenhang zwischen Lebensereignissen und der psychischen und körperlichen Gesundheit älterer Menschen nachweisen.<span id="more-3132"></span> In einem weiteren Schritt soll nun untersucht werden, wie die gezielte Aufarbeitung der eigenen Biografie sich gesundheitsfördernd auswirkt. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Forschungsverbundes LUCAS realisiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Teilprojekt mit ca. 340.000 €. Es wird von Prof. Dr. Silke Schmidt, Lehrstuhl Gesundheit und Prävention an der Universität Greifswald, geleitet.</p>
<p>In Befragungen während der ersten Förderphase des Projektes LUCAS (Longitudinal Urban Cohort Aging Study) wurde in einer kontrollierten Kohortenstudie nachgewiesen, dass vielfältige Zusammenhänge zwischen biografischen Ereignissen und der körperlichen und psychischen Gesundheit bestehen. Hierbei wurde erstmals der Einfluss von Vertreibungserfahrungen während des 2. Weltkrieges in einer Stichprobe systematisch untersucht. Auch heute noch lassen sich psychische und körperliche Beschwerden auf biographische Erlebnisse zurückführen. Hierbei kommt der Depression sowie der traumatischen Belastungssymptomatik bei Vertriebenen eine zentrale Rolle zu. Hinsichtlich gesundheitsförderlicher Faktoren, wie z.B. Lebensqualität, wurden hingegen keine Unterschiede zwischen älteren Menschen mit und ohne Vertreibungserfahrung gefunden. Ältere Erwachsene zeigen ein starkes Bedürfnis nach autobiografischer Erzählung, besonders dann, wenn sich der Alltag stark verändert, körperliche und geistige Beschwerden zunehmen und soziale Kontakte aus dem Berufsleben und in der Familie verloren gehen. In solchen Situationen erinnern sich viele Betroffene verstärkt an schwere Lebensereignisse aus der Kindheit.</p>
<p>In der zweiten Förderphase des LUCAS-Verbundes soll nun in einem Teilprojekt mit dem Titel Prävention von Gebrechlichkeit (frailty) im Alter mittels autobiographischer Erzählung, (kurz Biographie) eine professionelle Intervention für ältere Menschen angeboten werden. Die Studie ist als kontrollierte Interventionsstudie konzipiert. Es wird erwartet, dass das Schreiben und Mitteilen der eigenen Biografie positive Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit älterer Menschen hat. In dem Projekt sollen mit den Betroffenen die individuellen Biografien aufgearbeitet werden. Ziel ist es, die Gesundheit im Alter aufrecht zu erhalten und zu fördern.</p>
<p>Das autobiografische Erzählen beinhaltet sowohl strukturiertes, über Themen angeleitetes als auch freies Schreiben ohne inhaltliche Vorgaben. Die Interventionsmodule bieten einerseits die schriftliche Aufarbeitung der Biografie über Schreibtagebücher, andererseits erfolgt eine mündliche Bearbeitung von Biografien in Gruppensitzungen. Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen in dieser Studie soll herausgefunden werden, welche Art der Biografiearbeit sich günstig auf die Gesundheit auswirkt. So kann beispielsweise untersucht werden, ob es besser ist, sich über die eigene Biografie zu unterhalten oder darüber zu schreiben.</p>
<p>Die Intervention wird in zwei Studienzentren, in Greifswald und Hamburg durchgeführt. So kann untersucht werden, inwieweit sich die Biografien in den alten und neuen Bundesländern unterscheiden.</p>
<p>Die Untersuchung richtet sich an Teilnehmer im Alter von 75 Jahren und älter. In das Forschungsprojekt werden Personen der Hamburger Längsschnittstudie sowie Personen, die über Seniorenorganisationen und Hausärzte rekrutiert werden, einbezogen.</p>
<p>Der LUCAS Verbund ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund und wird im Rahmen des Förderprogramms „Gesundheit im Alter“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der Verbund wird vom Albertinenhaus in Hamburg geleitet und beinhaltet im Kern eine Kohortenstudie (Längsschnittstudie) zur Gesundheit im Alter. Dabei werden Fragestellungen zur Gesundheit älterer Menschen, Gesundheitsförderung, der Vermeidung von Stürzen, Mobilität im Alter, Fragen zu Medikamenteneinnahmen, Ernährungsbiografie und den prädiktiven Faktoren von Gebrechlichkeit im Alter untersucht. </p>
<p>Das Forschungsteam des Teilprojekts 4 in LUCAS II hat seine Arbeit am 1. April 2011 in Greifswald aufgenommen. Koordiniert wird das Projekt von Prof. Dr. Silke Schmidt, Lehrstuhl Gesundheit und Prävention an der Universität Greifswald. Für die Studiendurchführung ist Dipl.-Psych. Simone Freitag verantwortlich. (Uni Greifswald)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/05/11/zusammenhaenge-zwischen-biografischen-ereignissen-und-gesundheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spielverhalten von Onlinepoker-Spieleridentitäten</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/04/20/spielverhalten-von-onlinepoker-spieleridentitaeten/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/04/20/spielverhalten-von-onlinepoker-spieleridentitaeten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 14:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3052</guid>
		<description><![CDATA[Eine Studie am Fachbereich Betriebswirtschaftslehre der Universität Hamburg bietet erstmals verlässliche Daten über den Markt für Onlinepoker. Für die von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Studie „Der Markt für Onlinepoker: Spielerherkunft und Spielerverhalten“ wurden die Herkunft und das Spielverhalten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Studie am Fachbereich Betriebswirtschaftslehre der Universität Hamburg bietet erstmals verlässliche Daten über den Markt für Onlinepoker. Für die von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Studie „Der Markt für Onlinepoker: Spielerherkunft und Spielerverhalten“ wurden die Herkunft und das Spielverhalten von 4,6 Millionen Spieleridentitäten über 6 Monate aufgezeichnet.<span id="more-3052"></span></p>
<p>Weltweit spielen 6 Millionen Spieler Poker um Echtgeld im Internet und verlieren dabei 3,6 Mrd. USD an den virtuellen Tischen. Dabei sind Glücksspiele im Internet in vielen Ländern verboten – auch in Deutschland. Dennoch bildet Deutschland den zweitgrößten Markt für Onlinepoker: 581.350 Spieler verlieren insgesamt brutto 378 Mio. USD pro Jahr an ausländische Anbieter. Die Deutschen weisen auch ein überdurchschnittliches Spielvolumen pro Kopf auf: Sie verlieren pro Kopf 650 USD an die Anbieter (im Vergleich zu 596 USD im gesamten Markt).</p>
<p>Die Spielerverluste an die Anbieter sind hochkonzentriert: Der Großteil der Spieler spielt moderat und 50% der Spieler verlieren 19,1 USD oder weniger pro Jahr. Nur 1% der Spieler sind hingegen für über die Hälfte (57% in Deutschland) der Spielerverluste verantwortlich. Die Industrie verdient demnach den Großteil ihrer Einnahmen mit der Gruppe der exzessiven Spieler. Zu dieser Gruppe gehören sowohl die Süchtigen als auch die professionellen Spieler. Die professionellen Spieler überkompensieren ihre Verluste an die Anbieter durch Gewinne von ungeübten Freizeitspielern. Es wird gezeigt, dass Onlinepoker zwar für die professionellen Spieler ein Geschicklichkeitsspiel ist, der durchschnittliche Spieler jedoch an einem Glücksspiel teilnimmt.</p>
<p>Die Studie unter Leitung von Ingo Fiedler vom Fachbereich Betriebswirtschaftslehre macht Angaben zu der Anzahl an Onlinepokerspielern und ihrem Anteil an der jeweiligen Bevölkerung und den Internetnutzern jedes Landes. Auch die regionale Verteilung der Onlinepokerspieler in einem Land wird in der Studie erstmalig betrachtet. Ebenfalls wird das Spielverhalten von Onlinepokerspielern analysiert. Dies betrifft die Spielhäufigkeit und Spieldauer, das Spielen an mehreren Tischen zur gleichen Zeit sowie die Spielintensität. Aus diesen Angaben wird zudem das Spielvolumen der Spieler berechnet und ausgewertet. Es erlaubt eine akkurate Schätzung der Marktgröße von Onlinepoker und der Marktanteile der einzelnen Anbieter.</p>
<p>Das Buch zur Studie:<br />
Ingo Fiedler, Ann-Christin Wilcke, 2011, Der Markt für Onlinepoker: Spielerherkunft und Spielerverhalten, BoD Verlag, Norderstedt, 240 Seiten, ISBN: 978-3-8423-4848-6. (Uni Hamburg)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/04/20/spielverhalten-von-onlinepoker-spieleridentitaeten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Situation polnischer Migranten in Norddeutschland</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/04/14/situation-polnischer-migranten-in-norddeutschland/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/04/14/situation-polnischer-migranten-in-norddeutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 10:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[TU Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[migranten]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3046</guid>
		<description><![CDATA[Zwei Millionen Polen leben in Deutschland &#8211; nach Angaben der Botschaft der Republik Polen in Berlin. Dazu zählen sowohl Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit als auch mit polnischer Abstammung. Viele von ihnen sind in den norddeutschen Städten Bremen, Hannover und Hamburg...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Millionen Polen leben in Deutschland &#8211; nach Angaben der Botschaft der Republik Polen in Berlin. Dazu zählen sowohl Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit als auch mit polnischer Abstammung. Viele von ihnen sind in den norddeutschen Städten Bremen, Hannover und Hamburg zu Hause.<span id="more-3046"></span> &#8220;Dort gibt es, anders als zum Beispiel in Chemnitz, eine rege polnische Minderheit&#8221;, berichtet Prof. Dr. Stefan Garsztecki von der Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas an der TU Chemnitz. Deshalb legen die Wissenschaftler der Professur ihren Fokus auf diese drei Städte, wenn sie die Situation der polnischen Migranten in Deutschland untersuchen. Das Forschungsprojekt wird seit dem 1. April 2011 für zwei Jahre von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung mit 100.000 Euro gefördert. Partner ist das Zentrum für Studien und Forschung zur Polonia der Universität Szczecin.</p>
<p>Unter Leitung von Prof. Garsztecki werden die Wissenschaftler Interviews führen, teilnehmende Beobachtungen sowie Archivstudien betreiben. Außerdem untersuchen sie die Organisationsstruktur der polnischen Minderheit in Bremen, Hannover und Hamburg. Dadurch arbeiten sie die sozialen Netzwerke der Menschen mit kulturell polnischem Hintergrund heraus und beschäftigen sich mit ihrer Identität. Dabei ziehen sie auch Vergleiche: &#8220;Unserem Projekt liegt die These zugrunde, dass es Unterschiede gibt zwischen den heute in Deutschland lebenden polnischen Migranten und denen, die früher einmal hier gelebt haben&#8221;, sagt Garsztecki.</p>
<p>Eingeleitet wird das Projekt durch einen Workshop in Stettin. Dort können auch Chemnitzer Studierende teilnehmen, die sich im Rahmen des Projektes bei Bachelor- und Masterarbeiten mit Teilaspekten der Forschung beschäftigen möchten. Von Stettiner Seite ist während der Projektlaufzeit ein dreimonatiger Aufenthalt eines Nachwuchswissenschaftlers in Deutschland geplant. Dieser könnte sich beispielsweise mit den Gründen beschäftigen, weshalb sich Migranten aus dem Stettiner Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern niederlassen.</p>
<p>&#8220;Am Ende des Projektzeitraumes, also im Frühjahr 2013, wird eine internationale Konferenz an der TU Chemnitz stattfinden. Dort diskutieren wir die Ergebnisse des Projektes auch im Kontext der Migrationsforschung und anderer Migrationen&#8221;, sagt Garsztecki. Die Projektergebnisse werden zudem in einer Publikation zusammengefasst, die unter anderem exemplarische Lebensläufe umfassen soll sowie einen Nachweis von Polonia-Organisationen und Hinweise auf zum Teil noch nicht erforschte Archivalien. (TU Chemnitz)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/04/14/situation-polnischer-migranten-in-norddeutschland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geringe Zufriedenheit bei der Bundespolizei</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/04/08/geringe-zufriedenheit-bei-der-bundespolizei/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/04/08/geringe-zufriedenheit-bei-der-bundespolizei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 15:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[TU Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[polizei]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3005</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;In der gesamten Bundespolizei ist die Zufriedenheit sehr niedrig und die Belastung sehr hoch. Folglich lässt sich &#8211; umgangssprachlich &#8211; nicht von einigen Baustellen innerhalb der Bundespolizei, sondern von der Großbaustelle Bundespolizei sprechen&#8221;, sagt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Inhaber der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;In der gesamten Bundespolizei ist die Zufriedenheit sehr niedrig und die Belastung sehr hoch. Folglich lässt sich &#8211; umgangssprachlich &#8211; nicht von einigen Baustellen innerhalb der Bundespolizei, sondern von der Großbaustelle Bundespolizei sprechen&#8221;, sagt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Inhaber der Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich an der TU Chemnitz.<span id="more-3005"></span> Er fasst damit die Ergebnisse der Studie &#8220;Klartext 2010&#8243; zusammen, mit der er im Frühjahr 2010 von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) &#8211; Bezirk Bundespolizei beauftragt wurde. Die Ergebnisse der Studie stellte er am 8. April 2011 bei der Bundespressekonferenz in Berlin vor. Im Podium vertreten waren auch Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der GdP, und Josef Scheuring, Vorsitzender der GdP-Bezirk Bundespolizei.</p>
<p>Alle 19.481 in der GdP organisierten Beschäftigten der Bundespolizei waren vom 15. Juni bis 15. September 2010 dazu aufgerufen, sich über einen vollstandardisierten Fragebogen zur Berufszufriedenheit in der Bundespolizei zu äußern. 4.753 vollständig ausgefüllte Fragebögen haben die Wissenschaftler der TU Chemnitz erhalten und ausgewertet. &#8220;Das ist eine verhältnismäßig große Teilnehmerzahl, die an sich eine hohe Aussagekraft impliziert, eine kritische Masse darstellt und einen repräsentativen Charakter entfaltet&#8221;, stellt Strohmeier fest. &#8220;Es wird deutlich, dass bei zentralen Fragen beziehungsweise in zentralen Bereichen überwiegend negative Einschätzungen das Meinungsbild bestimmen. Schließlich zeigt sich in Kernbereichen eine sehr große Unzufriedenheit in der Bundespolizei, deren Ursachen und Folgen die &#8211; konsequente und zufrieden stellende &#8211; Aufgabenerfüllung durch die Bundespolizei massiv beeinträchtigen könnten&#8221;, so Strohmeier. </p>
<p>Gut drei Viertel bewerten den dienstlichen Belastungsgrad als hoch oder sehr hoch, nur gut ein Zehntel beurteilt die Möglichkeit zum Ausgleich der dienstlichen Belastung als gut oder sehr gut. Starke Belastungen ergeben sich laut der Studie vor allem aus Wochenenddiensten, Mehrarbeit und Schichtdienst sowie aus längerfristigen Abordnungen in andere Behörden und Regionen. Auch die beruflichen Rahmenbedingungen sorgen für Kritik: So bewertet beispielsweise nur ein Fünftel die Eignung und Qualität der persönlichen Dienst- und Einsatzbekleidung als gut oder sehr gut; nicht einmal jeder Zehnte schätzt die Beförderungsmöglichkeiten in der eigenen Laufbahn als gut oder sehr gut ein. Zu den wesentlichen Problemen, die die vorliegende Studie benennt, zählt auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf &#8211; nur etwa ein Achtel bewertet sie positiv. Jeder Zweite ist zudem schon einmal in die Situation geraten, sich zwischen Familie und Karriere entscheiden zu müssen. Weiterer Kritikpunkt ist die Nachwuchsgewinnung: Nur etwa ein Fünftel glaubt, dass es der Bundespolizei in Zukunft gelingen wird, das notwendige qualifizierte Personal zu gewinnen. Und lediglich zwei Fünftel geben an, sich noch einmal für den Dienst in der Bundespolizei zu entscheiden.</p>
<p>Die Wissenschaftler der TU Chemnitz definieren auf Grundlage ihrer Forschungsergebnisse einige Maßnahmen, die zur Erhöhung der Berufszufriedenheit in der Bundespolizei notwendig seien &#8211; und damit auch zur Sicherung der Aufgabenerfüllung durch die Polizisten. So sollte die Mitarbeiterzufriedenheit zum Organisationsziel der Bundespolizei erklärt werden. Außerdem wäre es nötig, die Abweichungen von grundsätzlich festgelegten Arbeitszeiten zu reduzieren. Das gilt auch für übermäßige Belastungen durch Sonderdienste und besondere Einsätze. Insgesamt müssten die Belastung der Beschäftigten reduziert werden, das selbstständige Arbeiten gefördert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden. Eine einwandfreie Ausrüstung und Bekleidung würde ebenso zur Verbesserung der Zufriedenheit beitragen wie die Schaffung eines besseren Beurteilungssystems und adäquater Fortbildungs-, Aufstiegs- sowie Qualifizierungs- und Beförderungsmöglichkeiten.</p>
<p>&#8220;Die Ergebnisse der Studie bestätigen zum Großteil die in den Medien dargestellte problematische Situation in der Bundespolizei. Außerdem stehen die Ergebnisse der Befragung im Einklang mit anderen Studien&#8221;, so Strohmeier.</p>
<p>Die detaillierten Ergebnisse der Studie sind nachzulesen unter: http://www.klartext2010.de. (TU Chemnitz)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/04/08/geringe-zufriedenheit-bei-der-bundespolizei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Studie zur Vermeidung von Sprunggelenksverletzungen</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/04/08/studie-zur-vermeidung-von-sprunggelenksverletzungen/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/04/08/studie-zur-vermeidung-von-sprunggelenksverletzungen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 15:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsche Sporthochschule Köln]]></category>
		<category><![CDATA[orthopädie]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[sprunggelenk]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=3003</guid>
		<description><![CDATA[Sprunggelenksverletzungen – vor allem durch Umknicken – sind die häufigsten Verletzungen im Alltag und beim Sport. Täglich verletzen sich in Deutschland etwa 8.000 Personen am Sprunggelenk; am häufigsten sind dabei die Außenbänder betroffen. Die Folge kann eine erhebliche Einschränkung der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprunggelenksverletzungen – vor allem durch Umknicken – sind die häufigsten Verletzungen im Alltag und beim Sport. Täglich verletzen sich in Deutschland etwa 8.000 Personen am Sprunggelenk; am häufigsten sind dabei die Außenbänder betroffen.<span id="more-3003"></span> Die Folge kann eine erhebliche Einschränkung der alltäglichen und sportlichen Leistungsfähigkeit sein.</p>
<p>Um die Zusammenhänge genauer zu untersuchen, führt das Institut für Biomechanik und Orthopädie der Deutschen Sporthochschule Köln eine Studie zur Bestimmung der Steifigkeit und Stabilität des lateralen Kapsel-Band-Apparats (Außenbänder) am Sprunggelenk durch. Ziel ist es, die Ausprägung dieser Eigenschaften im Hinblick auf Alter und Geschlecht zu untersuchen, um dadurch Aussagen u.a. in Bezug auf das Verletzungsrisiko treffen zu können.</p>
<p>Die Deutsche Sporthochschule sucht dafür Studienteilnehmer im Alter zwischen 5 und 70 Jahren.<br />
Ausschlusskriterium: Eine akute Verletzung des Sprunggelenks innerhalb der letzten 6 Monate.</p>
<p>Das erwartet Sie:<br />
- Es findet eine einmalige Messung im Institut für Biomechanik und Orthopädie statt (Köln-Müngersdorf).<br />
- Die Messung wird zwischen 30 und 60 Minuten in Anspruch nehmen.</p>
<p>Das haben Sie davon:<br />
- Individuelle Abschätzung des Verletzungsrisikos am Sprunggelenk<br />
- Erstellung von individuell abgestimmten Maßnahmen zur Verletzungsvorbeugung<br />
(Deutsche Sporthochschule)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/04/08/studie-zur-vermeidung-von-sprunggelenksverletzungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alzheimer-Risiko durch Variationen des genetischen Codes an Gen-Orten</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/04/06/alzheimer-risiko-durch-variationen-des-genetischen-codes-an-gen-orten/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/04/06/alzheimer-risiko-durch-variationen-des-genetischen-codes-an-gen-orten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 20:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[genetik]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>
		<category><![CDATA[therapien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=2986</guid>
		<description><![CDATA[Wie entsteht die Alzheimer Demenz, wie könnte man sie effektiv behandeln und wie hoch ist mein persönliches Risiko sein, daran zu erkranken? Einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen könnte die Untersuchung von fünf Gen-Orten leisten. Wie ein internationales Studienteam...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie entsteht die Alzheimer Demenz, wie könnte man sie effektiv behandeln und wie hoch ist mein persönliches Risiko sein, daran zu erkranken? Einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen könnte die Untersuchung von fünf Gen-Orten leisten.<span id="more-2986"></span> Wie ein internationales Studienteam unter Beteiligung der Goethe-Universität und des international renommierten Alzheimer Forschers Prof. Dr. Harald Hampel herausgefunden hat, sind kleine Variationen des genetischen Codes an diesen Gen-Orten mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden. Die in der hoch angesehenen Fachzeitschrift „Nature Genetics“ veröffentlichten Ergebnisse weisen darauf hin, dass immunologische Faktoren sowie Prozesse des Stofftransports und des Fettstoffwechsels dabei eine bedeutende Rolle spielen.</p>
<p>Die Studie basiert auf genetischen Daten von fast 60.000 Personen, von denen 19.870 an Alzheimer Demenz litten und einer Kontrollgruppe von 39.846 Gesunden. In einem mehrstufigen Prüfverfahren suchten die Wissenschaftler spezifische Varianten von Genen (Single Nucleotide Polymorphisms &#8211; SNPs), die mit einer statistisch signifikanten Erhöhung des Alzheimer-Risikos korrelieren. Die gefundenen Risiko-Gene (ABCA7, MS4A, EPHA1, CD33, CD2AP) sind unter anderem verantwortlich für Transportprozesse an den Zellmembranen,  haben regulatorische Funktionen im Immunsystem und sind am Fettstoffwechsel beteiligt.</p>
<p>„Die Studie bestätigt Forschungsergebnisse, die wir erst vor Kurzem mit dem internationalen Studienteam in Nature Genetics publiziert haben“, so Prof. Harald Hampel, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Goethe-Universität. „Diese Erkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung dafür, neue Früherkennungs- und Diagnostikmaßnahmen zu entwickeln. Das bessere Verständnis der biologischen Grundlagen eröffnet darüber hinaus neue Möglichkeiten für eine effektivere Therapie.“</p>
<p>Aktuell sind über eine Million Menschen in Deutschland an der Alzheimer Demenz erkrankt (circa 10.000 in Frankfurt). Jährlich kommen bis zu 200.000 neue Erkrankte hinzu. Bislang existiert keine Therapie, die den Krankheitsverlauf nachhaltig günstig beeinflussen könnte. Hier setzt die Forschung von Prof. Hampel an: Unter seiner Leitung wird die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie aktuell mit einem Investitionsvolumen von sechs Millionen Euro zu einer der modernsten klinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen für die Behandlung und Erforschung psychischer Erkrankungen ausgebaut. Sie verfügt über eine hochspezialisierte Ambulanz zur Früherkennung von Gedächtnisstörungen und Alzheimer und ist ein führendes internationales Studienzentrum zur Erforschung neuer Alzheimer-Therapie. (Uni Frankfurt)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/04/06/alzheimer-risiko-durch-variationen-des-genetischen-codes-an-gen-orten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Studie: &#8220;Das Dilemma der unternehmerischen Universität&#8221;</title>
		<link>http://uninews-online.de/2011/03/17/studie-das-dilemma-der-unternehmerischen-universitaet/</link>
		<comments>http://uninews-online.de/2011/03/17/studie-das-dilemma-der-unternehmerischen-universitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 12:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni Jena]]></category>
		<category><![CDATA[dilemma]]></category>
		<category><![CDATA[gründungen]]></category>
		<category><![CDATA[studien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uninews-online.de/?p=2897</guid>
		<description><![CDATA[Ein Dilemma bezeichnet laut Lexikon eine Situation, die zwei Wahlmöglichkeiten bietet, welche beide zu einem unerwünschten Resultat führen. „Auch die deutschen Universitäten befinden sich in einer solch misslichen Lage, zumindest wenn es darum geht, sich als Wirtschaftsunternehmen aufzustellen“, schlussfolgert Prof....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Dilemma bezeichnet laut Lexikon eine Situation, die zwei Wahlmöglichkeiten bietet, welche beide zu einem unerwünschten Resultat führen. „Auch die deutschen Universitäten befinden sich in einer solch misslichen Lage, zumindest wenn es darum geht, sich als Wirtschaftsunternehmen aufzustellen“, schlussfolgert Prof. Dr. Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus seiner aktuellen Studie, die jetzt in Buchform vorliegt.<span id="more-2897"></span></p>
<p>Gemeinsam mit seinem Kollegen Matthias Neis untersuchte er im Zuge der Studie „Das Dilemma der unternehmerischen Universität“ sogenannte Start-Up-Unternehmen, die sich aus den Universitäten Chemnitz, Dortmund und Halle-Wittenberg ausgegründet haben. Anhand dieser Firmen könne man sehr gut Rückschlüsse auf das wirtschaftliche Wirken von Universitäten ziehen. </p>
<p>Ausgangspunkt war dabei die Frage, ob und wie Universitäten solche Innovationsprozesse fördern oder behindern. „Zunächst haben wir festgestellt, dass für Universitäten diese Ausgründungen kein primäres Ziel sind“, erklärt der Inhaber des Lehrstuhls für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Jena. „Sie sind nicht unwichtig, aber auch nicht entscheidend.“</p>
<p>Die zweite wichtige Schlussfolgerung offenbart das Dilemma der Universitäten. „Solche Ausgründungsprozesse lassen sich von oben nicht steuern“, sagt der Jenaer Soziologe. „Denn die Gründer sind meist Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiter, die nicht zur Professorenschaft, sondern zum sogenannten Mittelbau der Universität  gehören. Sie nutzen die universitäre Infrastruktur, um etwa Teams und Netzwerke zu bilden und sich kreative Freiräume zu eigen zu machen.“ Protegiert werden sie dabei oft von Professoren, die das kreative und unternehmerische Potenzial erkennen und Absolventen unter Umständen eine Doktorandenstelle vermitteln, auch wenn sie wissen, dass dabei nie eine Promotion entstehen wird – aber dafür vielleicht ein Unternehmen. </p>
<p>Doch diese Freiräume sind in Gefahr. „Der Übergang zur unternehmerischen – also auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten – Universität erzeugt eine Wettbewerbssituation, die für Innovationen existenziell notwendige Freiräume gefährdet“, erklärt Dörre. „Das zieht sich inzwischen durch alle Ebenen des universitären Betriebs.“ So müssen Professoren heutzutage forschen, Forschungsprojekte organisieren, Drittmittel einwerben und natürlich innovativ in der Lehre sein – sie sind Manager. Doktoranden kommen mitunter nicht zum promovieren, weil sie Lehrveranstaltungen abhalten und Projekte entwickeln müssen. „Und selbst die Studenten haben wegen der engen Strukturen des Credit-Point-Systems kaum noch Zeit, Ideen zu entwickeln und zu verfolgen“, sagt der Soziologe der Universität Jena. Die unternehmerische Universität erreiche also genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen will.</p>
<p>Um dem entgegenzuwirken, sehen die beiden Jenaer Wissenschaftler nur eine Lösung: „Die Arbeits- und Studienbedingungen müssen verbessert – das heißt also an diese ökonomische Ausrichtung angepasst – werden“, sagt Dörre. „Kreative Freiräume müssen in den universitären Prozessen berücksichtigt werden.“ Aufgabenteilung spiele dabei eine entscheidende Rolle. Beispielsweise sollten Professoren, die ein Projekt einwerben, teilweise von der Lehre entbunden werden. Gleichzeitig sollten aber auch Professoren, die sich auf die Lehre spezialisieren, vom Drittmitteldruck befreit werden. So existieren Wahlmöglichkeiten und nicht nur ein Dilemma.   </p>
<p>Bibliographische Angaben: Klaus Dörre / Matthias Neis: Das Dilemma der unternehmerischen Universität. Hochschulen zwischen Wissensproduktion und Marktzwang, edition sigma, Berlin 2010. 178 Seiten, Preis: 14,90 Euro, ISBN 978-3-8360-8716-2. (Uni Jena)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uninews-online.de/2011/03/17/studie-das-dilemma-der-unternehmerischen-universitaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

