9. Februar 2010, Uni Jena

Tag der Informatik an der Uni Jena

Was geschieht mit unseren Daten im Internet? Wie sicher sind elektronische Patientenakten? Wie lassen sich intelligente Energieversorgungssysteme mit alternativen Energiequellen konstruieren und betreiben?

Fragen, die erst mit dem Aufkommen der Informatik gestellt, aber auch mit ihrer Hilfe beantwortet werden können. Informatiker entwerfen und realisieren immer mehr Systeme, die unser Alltagsleben bestimmen: von sozialen Netzwerken und Medizintechnik über intelligente Verkehrs- und Energiesysteme bis hin zu freiem und effizientem Zugang zum Weltwissen. Nicht zuletzt deswegen sind die aktuellen Berufschancen mit einem Universitätsabschluss in Informatik hervorragend. Gefördert werden diese exzellenten Zukunftsperspektiven auch dadurch, dass derzeit in Deutschland gut ausgebildete Informatiker fehlen.

Um sich über das Fach und seine Perspektiven zu informieren, veranstaltet das Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena am Samstag, dem 13. Februar, einen „Tag der Informatik“. Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit haben die Chance, sich aus erster Hand über die Wissenschaft Informatik mit ihrer Innovationskraft und Bedeutung für praktisch alle gesellschaftlichen Bereiche sowie konkrete Studienmöglichkeiten zu informieren. Die Veranstaltung findet von 11-14.30 Uhr im Hörsaal 4 des Universitäts-Campus’ (Carl-Zeiß-Str. 3) statt und wird von der Carl-Zeiss AG gefördert.

Neben allgemein verständlichen Kurzvorträgen zu aktuellen wissenschaftlichen Themen der Informatik, einem Kurzvortrag über konkrete berufliche Perspektiven im Informatikbereich steht ab 13 Uhr eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. Beim Thema „Informatik: Totengräber der Privatsphäre?“ wird auch über den „gläsernen Bürger“ gesprochen. Neben Experten aus Wissenschaft und Industrie wird eine Vertreterin des „Chaos Computer Clubs“ mit dem Publikum über die Chancen und Gefahren diskutieren, die sich durch neuartige Entwicklungen ergeben, beispielsweise den sogenannten Nacktscanner, biometrische Systeme oder Kameraüberwachung zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit. Moderiert wird die Diskussion von der Jenaer Journalistin Lioba Knipping.

Weitere Informationen sowie das aktuelle Programm sind zu finden unter: http://www.uni-jena.de/informatiktag2010. (Uni Jena)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Schreiben Sie einen Kommentar »



Das könnte Sie auch interessieren:
Bild: Jan-Peter Kasper/FSU

Mathematikunterricht früher und heute

„Die Mathematik ist ein Spielzeug, welches die Natur uns zuwarf, um uns in diesem Jammertal zu trösten und uns zu unterhalten“, sagte einst der französische Mathematiker und Philosoph Jean-Baptiste le Rond D‘Alembert (1717-1783). Wie lässt sich dieses „Spielzeug“ Mathematik auf…

Bild: Matthias Kopp/FSU

Winterquartiere antarktischer Raubmöwen

Bei der Wahl ihres Winterquartiers zeigen sich antarktische Raubmöwen flexibel. Das belegt die Studie eines internationalen Forscherteams unter der Leitung des Polar-Ornithologen Dr. Hans-Ulrich Peter von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Demnach verbringt ein Großteil der Südpolar-Skuas, die zu den Raubmöwen gehören,…

Bild: Peter Scheere/FSU

Gehalt von trans-Fettsäuren bei Lebensmitteln

Eltern haben es nicht leicht. Besonders, wenn ihnen die gesunde Ernährung ihrer Sprösslinge am Herzen liegt. Greifen die lieben Kleinen doch besonders gern zu Pommes frites. Beliebt ist die Variante rot-weiß: mit Ketchup und Mayonnaise. Doch nicht nur als Dickmacher…

Bild: Jan-Peter Kasper/FSU

Uni Jena profiliert sich bei westdeutschen Studenten

Eine klassische Studentenstadt mit kurzen Wegen, gemütlicher Atmosphäre und einer traditionsreichen Universität – so wünschen sich viele westdeutsche Abiturienten den Ort für ihr Studium. Zwar denken die meisten von ihnen dabei zuerst an Städte wie Heidelberg, Tübingen oder Freiburg. Doch…

Bild: Jan-Peter Kasper/FSU

Steigerung der Effizienz von Solarzellen durch photonische Gläser

Dass die Sonne Energie im Überfluss – quasi frei Haus – liefert, das ist heute eine weit verbreitete Erkenntnis. Warum dennoch längst nicht jedes Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet ist, liegt vermutlich vor allem an den hohen Investitionskosten. Künftig könnte…

Weitere Beiträge zum Thema: