17. November 2010, Aktuelles, Uni Duisburg-Essen

Unis bereiten sich auf doppelten Abi-Jahrgang vor

Was geschieht, wenn 2013 zwei Jahrgangsklassen gleichzeitig das Abitur ablegen? Eine der größten Hochschulen des Landes, die Universität Duisburg-Essen (UDE), bereitet sich seit 2007 intensiv auf den zu erwartenden Studierendenansturm vor.

Nicht nur die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre wird die Nachfrage nach Studienplätzen erheblich ansteigen lassen. Auch Abiturienten aus benachbarten Bundesländern könnten sich in größerem Umfang als bisher einschreiben. Außerdem steigt der Bedarf an Studienplätzen nochmals, wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird.
Prognosen zufolge können die Landeshochschulen 2013 mit 111.000 Studienanfängern rechnen, 23.400 mehr als noch 2008.

Um den jungen Menschen eine Chance auf einen Studienplatz zu sichern, müssen die Kapazitäten an allen Hochschulen erheblich erweitert werden.

Deshalb haben Bund und Länder mit dem “Hochschulpakt 2020″ ein milliardenschweres Sonderprogramm aufgelegt. Für NRW beinhaltet die Vereinbarung differenzierte Ausbauplanungen an den Universitäten und Fachhochschulen für weitere 90.000 zusätzliche Studienanfänger in den Jahren 2011 bis 2015.

Mehr Studienplätze und Lehrpersonal
Die UDE geht offensiv mit dieser Herausforderung um und hat mit den Mitteln des Hochschulpaktes schon 2007 mit dem Ausbau der Studienplätze begonnen. In einem ersten Schritt wurden für den Zeitraum bis 2010 über 1.300 zusätzliche Studienplätzen eingerichtet, insbesondere in den stark nachgefragten Numerus Clausus-Fächern. So wurden die Kapazitäten in den betriebswirtschaftlichen Studiengängen deutlich ausgeweitet und neue Studienschwerpunkte z.B. Kulturwirt, Wirtschaftsingenieurwesen, Kognitions- und Medienwissenschaft sowie Biologie gefördert. Aber auch im Lehramt konnten insbesondere in den geisteswissenschaftlichen Fächern viele neue Studienplätze eingerichtet werden.

Zwischen 2011 und 2015 können sich dann nochmals 3.000 zusätzliche Erstsemester mehr an der UDE einschreiben. Studienprorektor Prof. Franz Bosbach: “Und wenn das Wissenschaftsministerium die Mitfinanzierung sicherstellt, könnten weitere knapp 2.000 Studienplätze geschaffen werden.” Um das notwendige Lehrpersonal frühzeitig zu gewinnen, wurden bereits 30 zusätzliche Professuren eingerichtet. Zudem wurden weitere Räumlichkeiten angemietet und die nötige technische Infrastruktur ausgebaut. (Uni Duisburg-Essen)



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