15. Januar 2010, Aktuelles, Uni Gießen

Geld und Potenz – Vom Zusammenspiel der Finanz- und Männlichkeitskrise

Sowohl an der Wall Street als auch in der amerikanischen Populärkultur gilt finanzielle Macht als Symbol für männliche sexuelle Potenz. So berichtete Michael Lewis aus seiner Tätigkeit als Broker in den 1980er Jahren, dass besonders erfolgreiche Wertpapierhändler in seiner Firma den Ehrentitel “big swinging dick” erhielten.

In ihrem Vortrag wird die Referentin Prof. Dr. Eva Boesenberg auf den Zusammenhang von hegemonialer Männlichkeitskonzeption und ökonomischen Transformationsprozessen eingehen und fragen, inwieweit sich diese gegenseitig beeinflussen. Welche Auswirkungen haben diese ökonomischen Veränderungen auf den Diskurs über die so genannte “Männlichkeitskrise”? Die Amerikanistin Boesenberg wird ihren Blick auf die Wall Street lenken, um diese Aspekte eingehender zu untersuchen. Dabei wirft die Referentin auch die spannende Frage auf, inwiefern Differenzen zwischen den Bildern von Männlichkeit und Weiblichkeit in Bezug auf Geld bestehen und wie diese fiktional respektive nicht-fiktional verarbeitet werden.

Prof. Dr. Eva Boesenberg ist Professorin am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Humboldt Universität zu Berlin mit den Schwerpunkten Literatur und Kultur Nordamerikas. Sie habilitierte zum Thema “Money and Gender in the American Novel, 1850-2000″. Prof. Dr. Eva Boesenberg ist Mithe-rausgeberin von “Chancen und Grenzen des Dialogs zwischen den Geschlechtern: Beiträge zum zweiten Tag der Frauen- und Geschlechterforschung an der Martin-Luther-Universität” (2003)(in Zu-sammenarbeit mit Sylvia Korch). (Uni Gießen)



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