18. März 2010, Uni Frankfurt

Ausbildungsprogramm für Kinder- und Jugendtherapeuten gestartet

Das Interesse zur Teilnahme an dem neuen Ausbildungsprogramm ‚Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie‘ an der Goethe-Universität war enorm: „Wir sehen, dass wir mit unserem Programm eine Lücke im Bereich der Ausbildung von verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Kinder- und Jugendpsychotherapeuten im Rhein-Main-Gebiet schließen konnten. Denn über 60 Personen haben sich für die Vollzeitausbildung beworben, 15 konnten wir im ersten Turnus nur aufnehmen“, sagt die Wissenschaftliche Geschäftsführerin der Verhaltenstherapie-Ambulanz, Dr. Regina Steil. Am 24. März (Mittwoch) starten diese Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen ihre staatlich anerkannte Ausbildung, um später Verhaltenstherapien für Kinder und Jugendliche nach den gesetzlichen Vorgaben anbieten zu können. Die erfolgreich abgeschlossene Vollzeitausbildung führt zur Approbation und damit zur Erlaubnis „der Ausübung der Heilkunde“.
„In der dreijährigen Ausbildung vermitteln wir Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erforderlich sind, um Störungen im Kindes- und Jugendalter eigenverantwortlich und selbständig behandeln zu können. Die praktische Tätigkeit wird in einer unserer kooperierenden Kliniken erbracht“, so Steil. Die Teilnehmer beschäftigen sich während ihrer kostenpflichtigen Ausbildung mit Diagnostik, Therapie und Rehabilitation nach den wissenschaftlichen, geistigen und ethischen Grundlagen der Psychotherapie und üben die entsprechenden Methoden ein. Damit ist ein umfangreiches Lern- und Arbeitspensum verbunden: 1.800 Stunden praktische Tätigkeit, 600 Stunden theoretische Ausbildung, 600 Stunden praktische Ausbildung unter Supervision sowie Selbsterfahrung.
„Parallel zur neuen Ausbildung beginnen auch neue Forschungsprojekte zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Die Erkenntnisse aus diesen Projekten fließen unmittelbar in die Ausbildungsinhalte ein“, ergänzt der Leiter des Ausbildungsprogramms, Prof. Ulrich Stangier. Die nächste Bewerbungsrunde für das im März 2011 beginnende Programm ist bereits angelaufen: „Wir haben schon mehr als 40 Bewerbungen vorliegen“, so die Geschäftsführerin des Ausbildungsprogramm, Judith Schwieger. Und die Berufsaussichten sind gut: „In der Patientenversorgung fehlen schon längere Zeit verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Kinder- und Jugendlichentherapeuten“, ergänzt Schwieger. (Uni Frankfurt)



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