Lesung der türkischen Autorin Latife Tekin in Hamburg
Das Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg lädt herzlich ein zu einer Lesung der türkischen Autorin Latife Tekin. Sie liest aus ihrem Roman
“Garten des Vergessens”
am Montag, dem 17. Mai 2010, um 18.00 Uhr, im Hauptgebäude der Universität, Flügelbau Ost, Raum 221, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg.
Gespräch und Lesung auf Deutsch und Türkisch. Eintritt frei.
Latife Tekin, geboren 1957 in Karacafenk/ Kayseri, lebt heute in Istanbul und Gümüşlük bei Bodrum. Sie gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen der Türkei. Neben Orhan Pamuk prägte sie den neuen Stil der türkischen Post-1980er-Literatur. In ihren Werken, die aufgrund ihrer magisch-realistischen Stilelemente oft mit denen Garcia Marquez’ verglichen wurden, verarbeitet Tekin ihre “zerrissene Kindheit” und den Kontrast zwischen den folklorereichen Traditionen der anatolischen Dorfbevölkerung und dem Leben in einer slum-ähnlichen Behelfssiedlung am Rande der Großstadt. Bereits ihr erster, semi-autobiographischer Roman “Sevgili Arsız Ölüm” (Lieber schamloser Tod, 1983) war in der Türkei ein großer Erfolg und löste eine Diskussion über die Rolle des Realismus in der türkischen Literatur aus. Tekin verfasste bisher acht Romane, von denen ihr zweiter Roman “Berci Kristin Çöp Masalları” 1987 unter dem Titel “Der Honigberg” ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht wurde.
An der Universität Hamburg wird Latife Tekin u. a. aus ihrem Werk “Unutma Bahçesi” (Der Garten des Vergessens, 2004) lesen, einer Geschichte, in der Menschen an einem Ort zusammenkommen, an dem sie alles, was sie vergessen wollen, vergessen können. Der Roman beschäftigt sich mit Begriffen des Vergessens und des Erinnerns und der Bürde von gesellschaftlichen Rollen. (Uni Hamburg)
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