Bologna-Kommission und mehr politisches Gewicht
Eine eigene Bologna-Kommission soll künftig die Umsetzung der Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität Hohenheim kritisch begleiten und Änderungsvorschläge empfehlen. Zudem forderte der Senat seinen Vorsitzenden Prof. Dr. Hans-Peter Liebig auf, sich als Rektor und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz für mehr politische Rechte und Autonomie der Studierendenvertreter einzusetzen. Die beiden Beschlüsse fielen einstimmig bzw. per Akklamation auf der Sitzung am vergangenen Mittwoch, 2. Dez. 2009.
Ihre Forderungen hatten die Studierenden in Versammlungen und Diskussionsrunden der vergangenen Wochen erarbeitet. Dass er diese Anliegen unterstützen werde, hatte Rektor Prof. Dr. Liebig ebenfalls schon im Vorfeld verdeutlicht.
Die Details über die Arbeitsstrukturen der neuen Kommission überließ der Senat den konstituierenden Sitzungen der kommenden Tage. Inhaltlich hatten der AK Bildung und die AStA bereits einige Themen festgelegt, mit denen sich die neue Kommission beschäftigen soll. Dazu gehören unter anderem mehr Schlüsselqualifikationen im Bachelor, die Garantie auf einen Masterstudienplatz, Ringvorlesungen mit aktuellen Forschungs- und Praxisthemen sowie die Prüfung, ob die Bachelorstudienzeiten in einzelnen Studiengängen nicht von 6 auf 8 Semester verlängert werden sollten.
Hochschulpolitisch sagte Rektor Prof. Dr. Liebig zu, sich auch als Vorsitzender der Hochschulrektorenkonferenz dafür stark zu machen, dass Studierenden-Vertreter in Baden-Württemberg wieder ein hochschulpolitisches Mandat erhielten. Dies gälte auch für die Forderung nach finanzieller Autonomie, die sich aus Mitgliedsbeiträgen von Studierenden speist, als auch dem Status einer juristischen Person.
Voraussetzung sei jedoch dass die Studierendenvertreter den Rückhalt in der breiten Studierendenschaft durch ein Quorum demokratisch legitimierten. (Uni Hohenheim)
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