Konstanz Symposium Chemical Biology
Die Graduiertenschule Chemische Biologie der Universität Konstanz initiiert eine Plattform des Forschungsaustauschs und des
Wissenschaftskontaktes: International bekannte Forscher auf dem Gebiet der Chemischen Biologie, darunter die Nobelpreisträger Aaron Ciechanover (Haifa) und Jean-Marie Lehn (Straßburg), treffen auf Einladung der Graduiertenschule beim “Konstanz Symposium Chemical Biology” zusammen.
Die Konferenz findet vom 16. bis zum 18. Juni statt und verzeichnet mehr als 130 Teilnehmer. Professor Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz, wird die Tagung am Mittwoch, 16. Juni, 2010, um 15 Uhr feierlich eröffnen. Veranstaltungsort ist das Steigenberger Inselhotel.
An drei Konferenztagen werden 15 hochrangige Wissenschaftler aus zahlreichen Nationen ihre Forschungsarbeiten präsentieren und gegenwärtige und künftige Entwicklungen im Bereich der Chemischen Biologie diskutieren. Die Konferenz dient aber nicht nur der Vorstellung neuester Forschungsergebnisse, sondern hat vor allem zum Ziel, Nachwuchswissenschaftler und renommierte Forscher in persönlichen Kontakt miteinander zu bringen.
Zu den anwesenden Spitzenforschern zählen die beiden Nobelpreisträger Professor Dr. Aaron Ciechanover und Professor Dr. Jean-Marie Lehn. Aaron Ciechanover erhielt im Jahre 2004 den Nobelpreis für Chemie zusammen mit Avram Hershko und Irwin Rose für die Entdeckung des Ubiquitin-gesteuerten Proteinabbaus. Derzeit ist er Professor für Biochemie und Direktor des Rappaport Family Institute for Research in Medical Sciences am Technion in Haifa, Israel. Aaron Ciechanover wird im Rahmen des Symposiums über seine Forschungen an dem Peptid Ubiquitin sprechen, das im Organismus nicht mehr benötigte Proteine abbaut. Diese intrazelluläre “Müllabfuhr” ist notwendig für die Gesunderhaltung unseres Körpers. Die Erforschung des Ubiquitin-Systems ist Grundlage für die Entwicklung moderner Medikamente unter anderem für die Krebsbehandlung.
Jean Marie Lehn gilt als Erfinder der “supramolekularen Chemie”. Seine Forschungsarbeiten führten zur Synthese von Molekülen mit inneren Hohlräumen, in die andere chemische Bausteine eingeschlossen werden können. Für die Entwicklung und Verwendung von Molekülen mit strukturspezifischer Wechselwirkung von hoher Selektivität erhielt er
1987 gemeinsam mit Donald J. Cram und Charles Pedersen den Nobelpreis für Chemie. Seit 1970 ist Jean-Marie Lehn Professor für Chemie an der Louis Pasteur Universität Straßburg; seit 1979 ist er Professor am Collège de France in Paris. Zudem ist er einer der Direktoren des Instituts für Nanotechnologie in Karlsruhe.
Die Konferenz ist die erste internationale Tagung, die von der Graduiertenschule Chemische Biologie ausgerichtet wird. Gefördert und unterstützt wird sie von den Unternehmen BASF, Dr. Kade und Merck Serono, der Gesellschaft DECHEMA, dem Verein BioLAGO e.V. sowie dem Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT). (Uni Konstanz)
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