Else Kröner-Forschungskolleg an der Uni Bonn
Die Medizinische Fakultät der Universität Bonn richtet ein Else Kröner-Forschungskolleg ein. Das Vorhaben wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung über drei Jahre mit einer Summe von 1 Million Euro gefördert. Das Else Kröner-Forschungskolleg Bonn soll ein Eckpfeiler eines integrierten wissenschaftlichen Ausbildungsangebots für Mediziner am Standort Bonn werden, das begabten und motivierten jungen Ärzten den Weg zum klinischen Wissenschaftler ebnet. Das Forschungskolleg erweitert die Qualifizierungsangebote der Medizinischen Fakultät um ein strukturiertes Ausbildungsprogramm für Ärzte in der Facharztausbildung.
Thema des Forschungskollegs ist die Rolle der angeborenen (“innate”) Immunität für chronische Organfehlfunktion. “Die innate Immunität gehört derzeit zu den Gebieten der medizinischen Grundlagenforschung, die sich mit großer Dynamik entwickeln”, sagt Professor Dr. Thomas Klockgether, der den Antrag auf Einrichtung des Kollegs gemeinsam mit Professor Dr. Gunther Hartmann gestellt hat.
Die Bonner Forscher erhoffen sich von dem vor ihnen liegenden Forschungsprogramm ein tieferes Verständnis der Bedeutung von Entzündung und Immundysfunktion bei zahlreichen chronischen Erkrankungen aus unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten, darunter Leberfibrose, Atherosklerose, neurodegenerativen Krankheiten und Allergien.
Pro Jahr will die Medizinische Fakultät sechs Ärzte neu in das Kolleg aufnehmen. Das Forschungskolleg soll seine Kollegiaten bundesweit rekrutieren und will exzellente Nachwuchskräfte mit einem intensiven Betreuungs- und Mentoring-Programm locken. Geboten wird ihnen ein strukturiertes Ausbildungsprogramm, in dem besonderer Wert wird auf die enge Verzahnung von klinischen und theoretischen Disziplinen gelegt wird. Professor Klockgether erklärt: “Im Regelfall werden die Kollegiaten ihre wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur in einem Forschungslabor der eigenen Klinik durchführen, sondern zumindest in Teilen auch in einer kooperierenden theoretischen Institution.” (Uni Bonn)
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